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06.05.2026
21:50 Uhr
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Bericht eines europäischen Geheimdienstes +++ Polen ist bereit zur Aufnahme von mehr US-Soldaten +++ Ukrainische Bank hat Vermögenswerte aus Ungarn zurückerhalten +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

13 Verletzte bei ukrainischem Angriff in BrjanskBei einem ukrainischen Angriff auf Wohngebäude in der westrussischen Grenzstadt Brjansk sind nach russischen Angaben 13 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Kind, teilte der Regionalgouverneur Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram mit. Bei dem nächtlichen Angriff seien zwei Wohngebäude, mehr als 20 Wohnungen und rund 40 Fahrzeuge beschädigt worden.Der Angriff erfolgte kurz vor einer von Moskau einseitig ausgerufenen Waffenruhe mit der Ukraine am 8. und 9. Mai. Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Kiew hatte seinerseits eine Waffenruhe für den 6. Mai vorgeschlagen, die Moskau ignorierte.
Lettland meldet Absturz mehrerer DrohnenIn Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingeflogen waren. Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen.Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Größere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Die Bewohner der grenznahen Regionen hatten in der Nacht Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums erhalten. Nach Armeeangaben waren mehrere Drohnen nach Lettland eingeflogen.
Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen auf SumyDie Behörden der nordostukrainischen Region Sumy melden vier Tote bei russischen Drohnenangriffen. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde. Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. „Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben.“
Witkoff und Umjerow treffen sich noch diese Woche in Miami Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen. Das will die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfahren haben. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.Ende April hatte US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin über eine mögliche Waffenruhe zu den Feierlichkeiten am 9. Mai gesprochen. Später verkündete das russische Verteidigungsministerium eine zweitägige Feuerpause, die in der Nacht zum Freitag in Kraft treten soll. Kiew beantwortete dies mit dem Vorschlag, die Waffen bereits ab dem 6. Mai schweigen zu lassen. Moskau hat diese Offerte bislang ignoriert.
Russland fordert Diplomaten zum Verlassen Kiews aufRussland bekräftigt seine Drohung mit einem massiven Luftangriff auf Kiew, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai zu stören. Das Außenministerium in Moskau fordert Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt rasch zu verlassen, sollte die Parade in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin angegriffen werden. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wirft Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vor, „aggressive und drohende Erklärungen“ abzugeben. Selenskyj hatte mit Blick auf die geplante Parade erklärt, Moskau fürchte sich offenbar vor Drohnen über dem Roten Platz.
Kreml verstärkt Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von PutinLaut Medienberichten verstärkt der Kreml Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Wladimir Putin. Dies gehe aus einem Bericht eines europäischen Geheimdienstes hervor, der dem Nachrichtensender CNN vorliegen soll. Die Maßnahmen umfassen demnach unter anderen Überwachungssysteme in den Wohnungen seiner engsten Mitarbeiter. Köche, Leibwächter oder Fotografen dürften zudem keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Besucher müssten zwei Mal kontrolliert werden, Menschen in seiner Nähe sollen ausschließlich Telefone ohne Internetzugang benutzen dürfen.Die Maßnahmen des Kremls verleiten zur Frage, ob die Wahrscheinlichkeit eines Staatsstreichs gegen den russischen Präsidenten steigt. Erst im Dezember 2025 war ein Mitglied des russischen Generalstabs bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. „Ich halte das für nicht sehr wahrscheinlich in den nächsten Monaten“, sagt Politikwissenschaftler Gerhard Mangott dem Nachrichtensender ntv zu einem möglichen Staatsstreich gegen Putin. Zwar herrsche nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der russischen Elite Unmut. Unzufrieden zu sein sei jedoch noch lange keine aktive Mobilisierung gegen den russischen Präsidenten. „Man darf nicht vergessen, die jetzige Elite verdankt Macht, Einfluss und Vermögen Putin.“
Polen ist bereit zur Aufnahme von mehr US-SoldatenNach der Ankündigung einer Reduzierung von US-Truppen in Deutschland hat Polen seine Bereitschaft bekräftigt, mehr US-Soldaten aufzunehmen. „Wir haben die dafür erforderliche Infrastruktur“, sagte Präsident Karol Nawrocki während eines Besuchs bei den Streitkräften in Litauen. „Ich werde Trump dazu ermutigen, dass diese Soldaten in Europa bleiben.“ In welchem Land er sie stationiere, sei die Entscheidung des US-Präsidenten. Das NATO-Mitglied Polen hofft seit Langem auf eine größere ständige US-Militärbasis im Land. Derzeit sind nach Angaben Nawrockis fast 10.000 amerikanische Soldaten dort stationiert. Die meisten von ihnen rotieren regelmäßig zwischen verschiedenen US-Militärbasen in Europa.
Selenskyj: Ukrainische Bank hat Vermögenswerte aus Ungarn zurückerhaltenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bekanntgegeben, dass die ukrainische Oschadbank von Ungarn beschlagnahmte Vermögenswerte vollständig zurückerhalten habe. Selenskyj sprach im Hinblick auf die Beschlagnahmung abermals von einer unrechtmäßigen Maßnahme. Er dankte Ungarn und bezeichnete die Rückzahlung als „konstruktiven und zivilisierten Schritt“.Mitten im Streit über die Druschba-Pipeline hatten ungarische Spezialkräfte Anfang März einen ukrainischen Geldtransport festgesetzt, der hohe Bargeldsummen und mehrere Kilogramm Gold aus Österreich in Richtung Ukraine transportiert hatte. Obwohl der Transfer regulär deklariert war, behauptete Budapest ohne jeden Beleg, dass es sich um Gelder der „ukrainischen Kriegsmafia“ handeln könne. Da man offenbar selbst in der Regierung Orbán besorgt war, dass diese Argumentation auch vor ungarischen Gerichten nicht halten werde, verabschiedete man wenige Tage später eigens ein Gesetz, das die Beschlagnahme für 60 Tage legalisierte. Diese Frist lief nun aus.
Selenskyj wirft Russland 1820 Verstöße gegen einseitig erklärte Waffenruhe vorNach anhaltenden russischen Angriffen während einer von der Ukraine einseitig ausgerufenen Feuerpause hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Entscheidung über das weitere Vorgehen angekündigt. Bis 10 Uhr Ortszeit (9 Uhr MESZ) hätten russische Truppen den um Mitternacht in Kraft getretenen Waffenstillstand 1820 Mal gebrochen, erklärte Selenskyj auf der Plattform X. Dazu zählten Artilleriebeschuss, versuchte Sturmangriffe, Luftschläge und der Einsatz von Drohnen. „Auf der Grundlage der abendlichen Berichte unseres Militärs und unserer Geheimdienste werden wir über unser weiteres Vorgehen entscheiden“, schrieb er.Sowohl Moskau als auch Kiew hatten für diese Woche einseitige Waffenruhen angekündigt – jedoch zu unterschiedlichen Terminen. Während die von der Ukraine verkündete Feuerpause um Mitternacht in Kraft trat, will Russland die Waffen rund um die Feierlichkeiten am 9. Mai zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg schweigen lassen. Auf die von Kiew ausgerufene Waffenruhe hatte Moskau hingegen nicht reagiert.
Ukraine: Moskau ignoriert Selenskyjs Waffenruhe-Vorstoß Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe hat Kiew Moskau vorgeworfen, seine Angriffe fortgesetzt zu haben. Moskau habe einmal mehr einen realistischen und fairen Aufruf, die Feindseligkeiten zu beenden, ignoriert, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Russische Angriffe mit 108 Drohnen und drei Raketen dauerten ihm zufolge die ganze Nacht an. Russland habe die von der Ukraine initiierte Waffenruhe verletzt.Das zeige, dass Russland Frieden ablehne, argumentierte Sybiha. Er sprach von einem vorgetäuschten Aufruf Russlands zu einer Feuerpause am 9. Mai, die nichts mit Diplomatie zu tun habe. Kremlchef Wladimir Putin interessiere sich nur für Militärparaden, nicht für Menschenleben, schrieb Sybiha. Er forderte mehr Druck auf Russland.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Beginn der Feuerpause auf 0 Uhr Ortszeit am Mittwoch festgesetzt. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert. Selenskyj hatte gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte.
Ukraine meldet kurz vor geplanten Feuerpause mehr als 20 ToteWenige Stunden vor dem anvisierten Beginn einer von der Ukraine vorgeschlagenen Waffenruhe hat die Regierung in Kiew mindestens 22 Tote durch russische Angriffe gemeldet. Allein in der Stadt Saporischschja seien zwölf Menschen ums Leben gekommen, teilten die Rettungsdienste am Dienstag mit. In der Frontstadt Kramatorsk starben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Menschen. Fünf weitere Tote gab es ukrainischen Behörden zufolge bei einem nächtlichen russischen Angriff auf Gasförderanlagen in der Region Poltawa. Auch auf russischer Seite wurden Opfer gemeldet: In der Region Tschuwaschien wurden staatlichen Medien zufolge zwei Menschen durch einen ukrainischen Drohnenangriff getötet.Nach russischen Angaben wurden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Dschankoj auf der Halbinsel Krim fünf Zivilisten getötet. Dies meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den von Russland eingesetzten Verwaltungschef Sergej Aksjonow. „Leider gibt es infolge eines Angriffs feindlicher Drohnen in Dschankoj Opfer unter der Zivilbevölkerung“, wurde Aksjonow zitiert.
Tote und Verletzte nach gegenseitigen AngriffenBei einem russischen Angriff mit einer Lenkbombe auf die südostukrainische Stadt Saporischschja wurden nach Angaben des regionalen Gouverneurs mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Wohngebäude, eine Autowerkstatt und eine Waschanlage seien beschädigt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Zudem habe der Angriff Brände in einem Geschäft und einem weiteren Betrieb ausgelöst. Auf den vom Gouverneur veröffentlichten Bildern sind schwer beschädigte Gebäude, brennende Autos und blutende Menschen zu sehen.Unterdessen wurden laut russische Behörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Tschuwaschien zwei Menschen getötet. Weitere 32 seien verletzt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Gouverneur der Region. Diese liegt rund 600 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau.
Selenskyj: Russland kann den Krieg jederzeit beendenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland „Zynismus“ wegen tödlicher Angriffe vorgeworfen, während Moskau gleichzeitig eine Waffenruhe rund um die Siegesparade am 9. Mai fordert. Es sei „blanker Zynismus, eine Waffenruhe zu fordern, um Propaganda-Feierlichkeiten abzuhalten, während man im Vorfeld jeden einzelnen Tag solche Raketen- und Drohnenangriffe ausführt“, erklärte Selenskyj am Dienstag als Reaktion auf neue russische Angriffe mit mehreren Toten. Russland könne das Feuer jederzeit einstellen „und das würde den Krieg und unsere Reaktionen beenden“, erklärte der ukrainische Präsident.
Angriffe auf Rüstungsfabrik in TschuwaschienBei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der regionalen Behörden in der russischen Großstadt Tscheboksary an der Wolga drei Menschen verletzt worden. Einer der Verletzten sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium der Teilrepublik Tschuwaschien mit. Die Drohnen waren demnach Teil einer zweiten Angriffswelle. Bei einer ersten Attacke traf ein Marschflugkörper nach Berichten des Internetportals „Astra“ die Rüstungsfabrik „WNIIIR Progress“, wo Navigationsmodule für Drohnen, Marschflugkörper und Raketen hergestellt werden.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Einsatz von Marschflugkörpern des Typs Flamingo. Dabei seien „unter anderem Objekte des militärisch-industriellen Komplexes in Tscheboksary“ beschossen worden, teilte er auf sozialen Netzwerken mit. Die Raketen haben ihm zufolge eine Entfernung von über 1.500 Kilometer zurückgelegt. Tscheboksary liegt etwa 1.000 Kilometer von der Front entfernt. Insgesamt wurde sogar in 18 russischen Regionen Raketenalarm ausgerufen, darunter erstmals auch in dem im asiatischen Teil Russlands liegenden autonomen Kreis der Chanten und Mansen. Im Norden Russlands wurde derweil einmal mehr die Raffinerie Kirischinefteorgsintes angegriffen. Der Gouverneur des die Millionenstadt St. Petersburg umgebenden Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, bestätigte einen Brand im Industriegebiet der Stadt Kirischi. Das Feuer sei inzwischen unter Kontrolle, schrieb er auf Telegram. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Die Raffinerie in Kirischi ist die größte im Norden Russlands und daher nicht das erste Mal Ziel ukrainischer Attacken. Zuletzt hatten die russischen Behörden am 26. März einen Angriff auf die Ölverarbeitungsanlage gemeldet. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien 289 ukrainische Drohnen abgewehrt worden.