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08.08.2026
03:33 Uhr
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Drei Tote nach russischen Angriffen auf Kiew mit sechs ballistischen Raketen +++ Selenskyj besucht Serbien +++ Trauerfeier für Olexij Jukow in Kiew +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Serbien und Ukraine streben Freihandelsabkommen anDie Präsidenten Serbiens und der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj und Alexander Vučić, haben am Samstag in Belgrad auf einer Pressekonferenz anlässlich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten eine engere Zusammenarbeit ihrer Länder angekündigt. Unter anderem soll bis Jahresende ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Staaten unterschriftsreif sein.Zudem bestätigten die beiden Präsidenten, dass Belgrad und Kiew einander bei der Annäherung an die Europäische Union unterstützen wollen. Eine Zusammenarbeit im militärischen Bereich sei nicht geplant, betonte der serbische Präsident. „Unsere Zusammenarbeit weitet sich aus und wird viel größer werden“, sagte Vučić.
Selenskyj: USA liefern weniger Raketen für Patriots als in den VorjahrenOffenbar liefern die USA in diesem Jahr monatlich weniger Flugabwehrraketen an die Ukraine als in den Jahren zuvor. Dies äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Belgrad. Es gebe zwar eine Vereinbarung über die monatliche Lieferung von Abfangraketen für Patriot-Systeme, die Menge sei aber aktuell nicht ausreichend. Selenskyj nannte keine genauen Zahlen. Er äußerte darüber hinaus die Hoffnung, dass Deutschland oder Polen weitere Hilfe leisten könnten.
Drohne dringt im Luftraum Bulgariens ein Im Luftraum des NATO- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine Drohne eingedrungen. Das Flugobjekt sei auf bulgarischem Staatsgebiet in einer Entfernung von 100 Metern von der rumänischen Grenze explodiert, sagte Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bei der Regierung in Sofia. Die Drohne hatte demnach eine Großmenge Sprengstoff.Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew weiter. Es gebe keine Verletzten und auch keine Sachschäden.
Trauerfeier für Olexij Jukow In der Wolodymyrkathedrale im Kiewer Zentrum haben hunderte Menschen dem getöteten ukrainischen Freiwilligen Olexij Jukow gedacht. Seine Gruppe „Brückenkopf“ barg an der Front die Leichen gefallener Soldaten. Am Mittwoch kam er bei einer Suchmission ums Leben. Hunderte Menschen nahmen in der Kathedrale am offenen Sarg Abschied. Jukow und seine Gruppe waren in der Ukraine bekannt, insbesondere unter Soldaten. Angehörige von „Vermissten“ verbinden mit den Suchaktionen die Hoffnung auf eine würdevolle Bestattung. Jukow selbst sprach öffentlich davon, die „Seelen der Gefallenen“ nach Hause zu holen. Seit 2014 widmete er sich der Bergung von Leichnamen des Krieges in der Ukraine. Zuvor barg er Gebeine von Gefallenen der Weltkriege.
Russland meldet Verletzte nach Drohnenangriff auf ÖlraffinerieBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar sind örtlichen Behörden zufolge fünf Menschen verletzt worden. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Zudem wurden Drohnenangriffe auf eine Industrieanlage in der russischen Region Samara gemeldet, wie der dortige Gouverneur mitteilte. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht 397 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen zerstört. Die Angaben der beiden Kriegsparteien können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.
Drei Tote bei Luftangriffen auf Vorort von KiewBei neuen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umgebung sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Unter den drei Todesopfern im östlichen Vorort Browary sei auch ein Kind, schrieb das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“ unter Berufung auf Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Bei der Attacke seien auch zwei Erwachsene und ein Kind verletzt worden. Zudem wurden dem Bericht zufolge ein Wohnhaus, mehrere andere Gebäude und auch Autos beschädigt. Bei der nächtlichen Welle von Angriffen auf ukrainische Städte kamen demnach neben ballistischen Raketen auch Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz.
Heftige Explosionen und Brände in Kiew nach LuftalarmIn zwei Bezirken der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem Luftalarm Brände ausgebrochen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Reporter berichteten von mehreren heftigen Explosionen.
Selenskyj trifft Vucic Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem ersten Besuch seit Beginn des Ukrainekriegs in Serbien seinen Amtskollegen Aleksandar Vucic getroffen. Nach seiner Ankunft in Belgrad am Freitagabend traf Selenskyj den serbischen Staatschef zu einem Abendessen. Vucic erklärte anschließend, er sei überzeugt, der Besuch werde zur Entwicklung der Beziehungen und zur stärkeren Zusammenarbeit beider Länder beitragen. Serbien ist traditionell eng mit Russland verbunden.Offizielle Gespräche der beiden Präsidenten sind für Samstag im Präsidentenpalast geplant. Anschließend wollten sie nach Angaben des serbischen Präsidialamts vor die Presse treten. Selenskyj kündigte zudem Gespräche mit Regierungschef Djuro Macut an.Themen seien eine Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen, die Beziehungen zur EU und „Sicherheitsfragen“, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Vucic hatte bereits zuvor gesagt, es solle auch um die Zusammenarbeit im Energiebereich gehen.Der Besuch ist politisch heikel: Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder Europas und ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Den wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten westlichen Sanktionen gegen Russland hat sich Belgrad nicht angeschlossen.
Tote nach Ukrainischem Drohnenangriff auf der KrimBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke auf einen Wohnblock in der Stadt Kertsch habe es auch einen Verletzten gegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Die Krim, die auch als Aufmarschgebiet für die russischen Truppen in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gilt, sieht sich seit Monaten verstärkten Drohnenattacken Kiews ausgesetzt. Dabei sterben immer wieder auch Zivilisten oder werden verletzt.
US-Senat stimmt Sanktionsgesetz gegen Russland zuDer amerikanische Senat hat nach langem Tauziehen für ein Sanktionsgesetz gestimmt, mit dem Russland wegen des Ukrainekriegs stärker unter Druck gesetzt werden soll. Die Senatoren votierten mit einer deutlichen Mehrheit von 86 zu 11 Stimmen für das maßgeblich vom unlängst gestorbenen US-Senator Lindsey Graham vorangetriebene Gesetz, das noch das Repräsentantenhaus passieren muss. Neben direkten Sanktionen gegen russische Politiker und Firmen soll es die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen, die für die Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine zentral sind. Da die zweite Kongresskammer, das Repräsentantenhaus, bereits in der Sommerpause ist, wird sie voraussichtlich nicht vor September darüber abstimmen. Das Gesetz berechtigt US-Präsident Donald Trump unter anderem, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie die fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die amerikanischen Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Bezieher russischem Erdöls sind.Zunächst sollen die fünf größten Käufer russischer Energie in den zwölf Monaten vor Inkrafttreten des Gesetzes ins Visier genommen werden. Die Zölle dürfen demnach bis zu 100 Prozent betragen. Die Höhe kann mit der Zeit angepasst werden, je nachdem, ob ein Land sich bemüht, von russischem Öl und Gas loszukommen. Wer die fünf größten Importeure sind, soll alle 180 Tage neu ermittelt werden.
Zwei Tote im Gebiet CharkiwDurch russischen Raketenbeschuss sind zwei Menschen in der Stadt Isjum in der Ostukraine getötet worden. Vier weitere seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ein ausgebrochener Brand auf 400 Quadratmetern werde gelöscht. Das russische Militär setzte nach Angaben der Militärverwaltung von Isjum Mehrfachraketenwerfer mit der für Zivilisten besonders gefährlichen Streumunition ein.Isjum ist etwa 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Stadt stand 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine für mehrere Monate unter russischer Kontrolle und wurde im September 2022 befreit. Im benachbarten Gebiet Sumy wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Markt zehn Menschen verletzt.
Zentrales Fußballstadion von Odessa getroffen In der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist das Fußballstadion Tschornomorez des gleichnamigen Erstligisten bei einem russischen Angriff beschädigt worden. Einen Tag vor einem Pokalspiel wurden ein Loch ins Stadiondach gerissen und die Tribüne beschädigt. Nach Angaben der Gebietsverwaltung wurde eine Frau verletzt. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor russischen Raketen gewarnt.Der Angriff ereignete sich gegen 15:30 Uhr Ortszeit, kurz nachdem die ukrainische Luftwaffe gewarnt hatte, dass sich Drohnen Odessa näherten. Eine 29 Jahre alte Frau, die sich während des Angriffs im Stadion befand, wurde verletzt. Sie wurde vor Ort medizinisch versorgt, sagte Kiper.
Ukraine meldet schweren russischen Angriff auf Öl- und Erdgasanlagen Russland hat in der Nacht nach Angaben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz sieben Öl- und Erdgasförderanlagen im Osten des Landes attackiert. Moskau greife den Sektor systematisch an, um der Infrastruktur vor dem Winter größtmöglichen Schaden zuzufügen, erklärt Interims-Firmenchef Serhij Fedorenko. Es handele sich um einen der schwersten Schläge der vergangenen Monate gegen Standorte der Naftogaz-Tochter Ukrnafta. Dabei sei wichtige Ausrüstung beschädigt worden.
Russischer Oppositionspartei droht WahlausschlussRusslands zentrale Wahlleitung hat die Oppositionspartei Jabloko Ende Juli zur Parlamentswahl im September zugelassen. Seitdem steigt der Druck auf die Partei. Nun prüft sogar Russlands Oberstes Gericht den Ausschluss Jablokos von der Parlamentswahl im September. Eine entsprechende Klage der kremltreuen nationalistischen Partei Rodina (Heimat) gegen die Partei Jabloko werde am Montag vor Gericht verhandelt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Rodina-Chef Alexej Schurawljow erklärte demnach, Jabloko sei eine vom Westen unterstützte Bewegung, die darauf abziele, die Wahlen und Russland selbst zu diskreditieren. Jabloko wies die Vorwürfe als verleumderisch zurück und kündigte eine Gegenklage an, um den eigenen Ruf zu schützen. Jabloko ist die einzige Partei im Land, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine stellt. Es wird erwartet, dass die dominierende und Präsident Wladimir Putin unterstützende Partei Einiges Russland die Wahlen klar gewinnen wird.