FAZ 06.05.2026
12:28 Uhr

Liveblog USA unter Trump: Trump zeigt seine Macht über die Partei


Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Liveblog USA unter Trump: Trump zeigt seine Macht über die Partei

US-Militär tötet drei angebliche Drogenschmuggler im PazifikDas amerikanische Militär hat abermals ein Boot von mutmaßlichen Drogenschmugglern angegriffen und dabei drei Männer getötet. Das Schiff habe sich auf einer bekannten Drogenhandelsroute im östlichen Pazifik befunden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom auf der Plattform X mit. Das Militär warf den Männern vor, in Drogenschmuggel verstrickt gewesen zu sein.Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Erst am Montag hatte das Militär in der Karibik bei einem Angriff zwei Männer getötet. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. 

Rubio bestreitet Existenz einer Ölblockade gegen Kuba US-Außenminister Marco Rubio hat die Existenz einer Ölblockade der USA gegen Kuba bestritten. „Es gibt an sich keine Ölblockade gegen Kuba“, sagte Rubio bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Havannas früherer Verbündeter Venezuela habe lediglich „beschlossen“, Kuba „kein kostenloses Öl mehr“ zu geben.Kuba habe früher kostenlos Öl aus Venezuela erhalten, erklärte der US-Außenminister. Die Führung in Havanna habe jedoch etwa 60 Prozent dieses Öls im Gegenzug für Bargeld verkauft. „Es kam der Bevölkerung überhaupt nicht zugute“, sagte Rubio. Die Regierung in Havanna warf Rubio dagegen vor, bezüglich der Ölblockade gegen Kuba zu lügen. Rubio habe „sich schlicht dafür entschieden, zu lügen“ und „widerspricht dem Präsidenten und der Sprecherin des Weißen Hauses“, erklärte der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez im Onlinedienst X.

Trump empfängt am Donnerstag Brasiliens Präsident LulaUS-Präsident Donald Trump will an diesem Donnerstag den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva empfangen. „Sie werden wirtschaftliche und sicherheitspolitische Themen von gemeinsamem Interesse erörtern“, teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter mit. In den vergangenen Monaten hatte sich das Verhältnis zwischen Trump und Lula wieder etwas gebessert, nachdem es zuvor wegen der Strafverfolgung gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro – einem Verbündeten Trumps – an einen Tiefpunkt gelangt war. Wegen eines Putschversuchs nach seiner Wahlniederlage gegen Lula hatte Brasiliens Oberster Gerichtshof Bolsonaro zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt. Trump kritisierte das Verfahren als politisch motiviert. Als Reaktion verhängte er Strafzölle von 50 Prozent auf zahlreiche brasilianische Produkte. 

Neuer Anklagepunkt nach Angriff auf KorrespondentendinnerNach den Schüssen bei einem Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump ist der mutmaßliche Täter in einem weiteren Punkt angeklagt worden. Zu den drei bereits bestehenden Vorwürfen fügte eine sogenannte Grand Jury einen vierten Punkt hinzu, wie aus einem entsprechenden Gerichtsdokument hervorgeht. Bei dem Gremium handelt es sich um Geschworene, die entscheiden, ob aus ihrer Sicht genügend Beweise der Ermittlungen vorliegen, um eine Anklage zu erheben. Dem 31 Jahre alten Cole Tomas Allen wird nun zusätzlich vorgeworfen, einen Bundesbeamten mit einer tödlichen Waffe angegriffen zu haben. Die übrigen Anklagepunkte entsprechen im Wesentlichen den zuvor erhobenen Vorwürfen: Versuchtes Attentat auf Trump, Transport von Schusswaffen und Munition mit dem Ziel, eine Straftat zu begehen, sowie das Benutzen, Tragen, Zeigen und Abfeuern einer Schusswaffe während eines Gewaltverbrechens.Nach Angaben der Ermittler soll Allen Ende April in das Hilton-Hotel in der Hauptstadt Washington eingedrungen sein, als dort Trump, Regierungsmitglieder und zahlreiche Journalisten beim jährlichen Abendessen der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses versammelt waren. Er erreichte den Ballsaal, in dem das Dinner stattfand, aber nicht. Allerdings wurde ein Beamter der Sicherheitsbehörden angeschossen. Seine Schutzweste verhinderte schwerere Verletzungen. 

US-Militär tötet mutmaßliche Drogenschmuggler in der KaribikDas Militär der Vereinigten Staaten hat abermals ein Boot von mutmaßlichen Drogenschmugglern in der Karibik angegriffen. Dabei seien zwei Männer ums Leben gekommen, teilte das für die Region zuständige Regionalkommando Southcom in einer Mitteilung auf der Plattform X mit. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste sei das Boot auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen und in Drogenschmuggel involviert. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. 

Von der Leyen ruft Trump zu Einhaltung des Zolldeals aufEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Drohung mit höheren Autozöllen zur Einhaltung einer Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr aufgerufen. „Ein Deal ist ein Deal“, sagte von der Leyen am Dienstag während eines Besuchs in der armenischen Hauptstadt Eriwan. 

Trump-kritischer Journalismus gewinnt Pulitzer-PreiseBei den diesjährigen Pulitzer-Preisen werden viele Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit den Folgen von Donald Trumps Regierungspolitik befassen. Die Verleihung zeigt auch die Relevanz des Lokaljournalismus.

Bewaffneter Mann nahe des Weißen Hauses angeschossenEin bewaffneter Mann hat in der Nähe des Weißen Hauses auf Einsatzkräfte geschossen und dabei einen unbeteiligten Jugendlichen getroffen. Der Secret Service teilte mit, Beamte hätten das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, nachdem er eine Waffe gezogen und auf sie geschossen habe. Rettungskräfte brachten die beiden Verletzten ins Krankenhaus. Angaben zum Zustand des bewaffneten Mannes machte die für den Personenschutz ranghoher Politiker zuständige Sicherheitsbehörde nicht.Nach Angaben des Vize-Direktors des Secret Service, Matt Quinn, waren zivile Einsatzkräfte am Montagnachmittag unweit des Weißen Hauses auf den Mann aufmerksam geworden, weil sich die Kontur einer Schusswaffe unter seiner Kleidung abzeichnete. Der Verdächtige sei kurzzeitig geflüchtet, bevor uniformierte Beamte ihn stellten. Dabei habe er das Feuer eröffnet.Ein jugendlicher Passant wurde nach bisherigen Erkenntnissen von Schüssen des Angreifers getroffen, erlitt aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Washington Monument und damit nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt. Das Gelände der Regierungszentrale selbst war nicht betroffen. Das Weiße Haus wurde dennoch kurzzeitig abgeriegelt. Journalisten wurden von Sicherheitskräften vorsichtshalber in den Presseraum gebracht. Präsident Donald Trump setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern unterdessen fort.

US-Außenminister Rubio trifft Papst Leo XIV. am Donnerstag in Rom US-Außenminister Marco Rubio wird bei seinem Besuch in Rom am Donnerstag mit Papst Leo XIV. zusammentreffen. Rubio werde mit dem Pontifex „die Lage in der Golfregion und gemeinsame Interessen in der westlichen Hemisphäre besprechen“, erklärte das US-Außenministerium am Montag. Aus Vatikankreisen war das Treffen, das nach dem Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Pontifex vor wenigen Wochen die bilateralen Beziehungen wieder entspannen soll, bereits am Vortag bestätigt worden. Während seines Rom-Besuchs von Mittwoch bis Freitag werde Rubio zudem mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni zusammenkommen, teilte das US-Außenministerium weiter mit.Nach Angaben aus italienischen Regierungskreisen will Rubio bei seinem Besuch in Rom auch Italiens Außenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister Guido Crosetto treffen. In italienischen Medien wurde der geplante Besuch als „Tauwetter“-Diplomatie dargestellt. „Die Treffen mit italienischen Amtskollegen werden sich auf gemeinsame Sicherheitsinteressen und strategische Abstimmung konzentrieren“, fügte das US-Außenministerium hinzu. 

Supreme Court erlaubt vorerst Versand von AbtreibungsmedikamentenDer Oberste Gerichtshof in den USA hat den Zugang zur Abtreibungspille Mifepriston per Post vorerst wieder erlaubt. Eine vom konservativen Richter Samuel Alito unterzeichnete Anordnung setzte eine erst kürzlich erlassene Einschränkung eines Berufungsgerichts vorläufig wieder außer Kraft.Mit der Entscheidung des Supreme Courts dürfen Patienten das Medikament wieder per Telemedizin verschrieben bekommen und über Apotheken oder per Post beziehen – ohne verpflichtenden persönlichen Arztbesuch. Diese Praxis war in den vergangenen Jahren üblich und hatte sich zu einem der wichtigsten Wege für Schwangerschaftsabbrüche in den USA entwickelt.

Klingbeil fordert Trump auf, Zollzusagen einzuhaltenBundesfinanzminister Lars Klingbeil hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump dazu aufgefordert, das im vergangenen Sommer geschlossene Zollabkommen einzuhalten. \"Europa steht zu den Zusagen und ich erwarte das jetzt von der amerikanischen Seite auch\", sagte der Vizekanzler und SPD-Vorsitzende am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Zölle schadeten den Unternehmen und den Arbeitsplätzen auf beiden Seiten.Zugleich machte Klingbeil deutlich, dass die USA mit einer Reaktion rechnen müssen, sollte Trump die US-Einfuhrzölle auf Autos und Lastwagen aus der EU wie am Freitag angekündigt auf 25 Prozent erhöhen. \"Unser Weg ist klar: Wir wollen keine Eskalation\", sagte er. Aber natürlich sei auch klar, dass die EU auf eine Eskalation vorbereitet sei.Klingbeil erwähnte in diesem Zusammenhang den Grönland-Konflikt, in dem die EU Trump mit Sonderzöllen auf US-Importe im Wert von 93 Milliarden Euro gedroht hatte. Brüssel hatte damit auf Strafzolldrohungen von Trump reagiert, mit denen dieser einen Verkauf der riesigen Arktisinsel an die USA erzwingen wollte.

EU-Handelskommissar will am Dienstag amerikanischen Kollegen treffenNach den abermaligen Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit höheren Autozöllen trifft EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Dienstag den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Die beiden sollen am Rande eines Handelsministertreffens der G7-Staaten in Paris zu Gesprächen zusammentreffen, wie ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Dabei soll es auch um die hohen Stahlzölle der USA gehen. Trump hatte am Freitag eine deutliche Erhöhung der Einfuhrzölle auf Autos und Lkw aus der EU angekündigt. Sie sollen ihm zufolge von bislang 15 Prozent auf 25 Prozent steigen.

Trump-Gefährte Giuliani in kritischem Zustand im KrankenhausDer 81 Jahre alte frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus. Das schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social über seinen langjährigen Vertrauten. Mehrere US-Medien zitierten übereinstimmend Ted Goodman, einen Sprecher von Giuliani, mit der Information, dass er in „kritischem, aber stabilem Zustand“ in einer Klinik im Bundesstaat Florida in Behandlung sei. Goodman machte demnach keine Angaben zum Grund oder der bisherigen Dauer des Krankenhausaufenthalts.Giuliani sei ein „Kämpfer“, der in seinem Leben jeder Herausforderung mit „standhafter Stärke“ begegnet sei, schrieb Goodman auf der Plattform X. So sei es auch jetzt. Er bat darum, für Giuliani zu beten. Giuliani war von 1994 bis Ende 2001 Bürgermeister von New York, also auch während der Anschläge vom 11. September 2001. Seine Anhänger bezeichneten ihn als „Bürgermeister Amerikas“.Später unterstützte er Trump. Nach dessen Wahlniederlage 2020 hielt Giuliani weiter fest zu dem Republikaner. Er gehörte als Trumps persönlicher Anwalt zu den treibenden Kräften, die nach der Wahl unbewiesene Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug verbreiteten. In den vergangenen Jahren hatte Giuliani mit etlichen juristischen Problemen zu tun, hinzu kamen skurrile Auftritte. 

Erzbistum New York bietet 800-Millionen-Missbrauchsentschädigung an  Nach langen Verhandlungen ist im katholischen Erzbistum New York offenbar eine Einigung in Sachen Missbrauchsentschädigung in greifbare Nähe gerückt. Wie US-Medien am Wochenende berichteten, bot die Erzdiözese rund 1300 Betroffenen einen Vergleich in Höhe von insgesamt 800 Millionen US-Dollar (rund 680 Millionen Euro) zur Beilegung zivilrechtlicher Klagen an. Kläger-Anwalt Jeff Anderson forderte seine Mandanten auf, das Angebot anzunehmen. Der Vergleich sieht den Angaben zufolge überdies vor, dass die Erzdiözese eine Namensliste glaubhaft des Missbrauchs beschuldigter Geistlicher im Internet veröffentlichen und ständig aktualisieren muss. Bereits vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass die Kirche mehrere wertvolle Immobilien in Manhattan verkaufen musste, um das für einen Vergleich benötigte Geld aufzubringen. Zudem kürzte das Erzbistum sein laufendes Budget und baute Personal ab. Der sexuelle Missbrauch habe „Schande über unsere Kirche gebracht“, erklärte dazu der New Yorker Kardinal Timothy Dolan in einem Schreiben. Darin bat er „um Vergebung für das Versagen derjenigen, die das Vertrauen in sie verraten haben, indem sie nicht für die Sicherheit unserer Jugend gesorgt haben“.