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19.07.2026
01:30 Uhr
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Das US-Militär will Iran für tödliche Attacke „schnell bestrafen“ +++ Emirate fordern „sofortigen Stopp der Eskalation“ +++ USA raten Staatsbürgern zur Vorsicht +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Irans Außenminister spricht über Sicherheitslücken Irans Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den Vereinigten Staaten und Israel gesprochen. Im Gespräch mit dem regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge im Internet abrufbar ist.Araghchi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig getagt hätten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgt seien. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Khamenei. Morgens noch habe Araghchi dessen Stabschef getroffen, um Khamenei über den Stand der Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu informieren.„Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren“, sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. „Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht“. Araghchi sagte, die Sicherheitslücke beschränke sich nicht nur auf Infiltration „Manchmal betrifft sie auch die Beeinflussung der Ausrichtung von Entscheidungsprozessen“, fügte er hinzu und betonte: „Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.“
Libanesischer Soldat getötet – mutmaßlicher Sprengsatz der Hizbullah Im südlichen Libanon ist ein Soldat der staatlichen Armee bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden. Ein „verdächtiges Objekt“ sei in einem Militärfahrzeug explodiert, teilte die Armee mit. Die israelische Armee, die in dem Gebiet mit Bodentruppen im Einsatz ist, teilte mit, der Sprengsatz sei „höchstwahrscheinlich“ von der Hizbullah gelegt worden. Israelische Soldaten seien in dem Ort al-Mansuri nahe der Küstenstadt Tyrus in letzter Zeit nicht im Einsatz gewesen. Die Hizbullah äußerte sich nicht. In Verhandlungen über die Waffenruhe zwischen Israel und der Hizbullah ist derzeit geplant, dass israelische Truppen von zwei Gebieten in Südlibanon abziehen. Die libanesische Armee soll in den sogenannten „Versuchszonen“ die Kontrolle übernehmen, was den Weg ebnen soll für einen schrittweisen Abzug von Israels Bodentruppen. Diese kämpfen unter anderem im Süden des Landes gegen die Hizbullah. Die libanesische Armee hat ihre Präsenz in mehreren Orten im Süden laut örtlichen Berichten bereits verstärkt.
Militär in Kuwait meldet Abwehr iranischer Raketen- und Drohnenangriffe Das Militär in Kuwait hat neue iranische Raketen- und Drohnenangriffe gemeldet. Die Luftabwehr Kuwaits wehre „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab“, die auf die „iranische Aggression“ folgten, erklärte die Armee am Sonntag. In Kuwait-Stadt ertönte Sirenenalarm, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP.Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor laut Staatsfunk erklärt, als Reaktion auf jüngste US-Attacken hätten sie US-Militärstützpunkte in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Demnach attackierten sie ein Munitionslager der US-Armee im Wüstencamp Udairi und Radarsysteme auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem. Schon zuvor hatte Iran Ziele in Kuwait angegriffen.
USA schließen weitere Angriffswelle abDas US-Militär hat eine weitere Angriffswelle gegen Ziele der Iranischen Revolutionsgarden in Iran abgeschlossen. Das teilte das US-Zentralkommando Centcom mit. Getroffen wurden demnach unter anderem Anlagen zur Küstenüberwachung und Luftverteidigung sowie Raketen- und Drohnenlager.
Iranische Armee meldet Angriffe auf zwei US-Militärstützpunkte in KuwaitDie iranische Armee hat nach eigenen Angaben zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf die US-Attacken auf Ziele in der Islamischen Republik, erklärten die Streitkräfte laut dem staatlichen Rundfunk. Demnach griffen sie ein Munitionslager der US-Armee im Wüstenlager Udairi und Radarsysteme auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem an.
US-Angriff nahe iranischer Insel GheschmIm Zuge der neuen Luftangriffe des US-Militärs in Iran werden dort Raketenschläge nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am frühen Morgen Ortszeit von mindestens sechs Raketen, die in Gebieten am Rande der Insel eingeschlagen seien. Nähere Einzelheiten gab es demnach zunächst nicht.
Trump nennt Tod von US-Soldaten „sehr traurige Sache“US-Präsident Donald Trump bedauert den Tod von zwei weiteren US-Soldaten im Iran-Krieg. Der US-Sender NewsNation zitierte ihn nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, dass das auch „eine sehr traurige Sache“ sei. „Wir sehen das ungern“, sagte Trump demnach. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Nach Angaben des Senders bekräftigte Trump auch seine im Zuge des Krieges vielfach vorgebrachte Botschaft, dass Iran keine Atomwaffen haben dürfe.
Emirate fordern „sofortigen Stopp der Eskalation“ im Nahost-KonfliktDie Vereinigten Arabischen Emirate fordern im Nahost-Konflikt angesichts der jüngsten Eskalation „ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten sowie eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch“. Ohne die Kriegsparteien USA und Iran namentlich zu erwähnen, mahnte das Außenministerium auf der Plattform X einen „sofortigen Stopp der Eskalation“ und äußerste Zurückhaltung an, „um gefährliche Auswirkungen und ein Abgleiten der Region in ein neues Ausmaß an Gewalt und Instabilität zu verhindern“.Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Region wie Schulen, Krankenhäuser oder Entsalzungsanlagen stellten einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar und dürften nicht hingenommen werden.Die Emirate gelten als enger Verbündeter der USA, der jedoch angesichts des andauernden Konflikts langfristige negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung befürchtet.
USA raten Staatsbürgern wegen Nahost weltweit zur VorsichtDas US-Außenministerium ruft amerikanische Staatsbürgerinnen und -bürger wegen der verschärften Spannungen im Nahen Osten weltweit zu „erhöhter Vorsicht“ auf. Die Warnung gilt insbesondere für Personen, die sich im Nahen Osten aufhalten, wie aus einer Mitteilung auf der Website des Ministeriums hervorgeht. Die Sicherheitslage bleibe komplex, es bestehe die Gefahr einer „unvorhergesehenen Eskalation“.Auch außerhalb des Nahen Ostens seien diplomatische Einrichtungen der USA bereits ins Visier geraten, hieß es. Gruppen, die den Iran unterstützten, könnten weitere Orte in den Fokus rücken, die mit den Vereinigten Staaten oder mit US-Amerikanerinnen und -Amerikanern in Verbindung stünden, warnte das US-Außenministerium.Nachdem sich Washington und Teheran vor einem Monat noch auf ein Rahmenabkommen inklusive festgeschriebener Waffenruhe verständigt hatten, ist der Iran-Krieg mit gegenseitigen Angriffen in den vergangenen Tagen wieder eskaliert.
Golf-Kooperationsrat: Irans Angriffe auf zivile Infrastruktur sind KriegsverbrechenDer Golf-Kooperationsrat hat die jüngsten iranischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in Bahrain, Kuwait und Jordanien verurteilt. „Die Handlungen Irans stellen eine äußerst gefährliche Eskalation dar, einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen sowie Kriegsverbrechen, die angesichts der gezielten Angriffe auf Infrastruktur und zivile Einrichtungen eine internationale Rechenschaftspflicht und strafrechtliche Verfolgung erfordern“, erklärte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, Dschasem Mohamed Albudaiwi, am Samstag.Iran hatte am Samstag abermals mehrere Golfstaaten angegriffen. Bahrain erklärte, eine weitere iranische Angriffswelle abgewehrt zu haben. In Kuwait wurden nach Behördenangaben eine Ölanlage sowie ein Kraftwerk mit angeschlossener Anlage zur Meerwasserentsalzung getroffen. Bereits am Freitag waren in Kuwait eine Kraftwerks- und Meerwasserentsalzungsanlage sowie mehrere Militäreinrichtungen getroffen worden.
US-Militär: Zwei weitere US-Soldaten im Irankrieg getötet Erstmals seit der jüngsten Eskalation im Irankrieg sind nach Angaben des US-Militärs zwei US-Soldaten getötet worden. Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat werde zudem noch vermisst. Vier US-Soldaten wurden demnach zur medizinischen Versorgung in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen entlassen. Andere Soldaten erlitten dem US-Militär zufolge zudem leichte Verletzungen und haben ihren Dienst bereits wieder aufgenommen.Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16. Trump reagierte auf die Nachricht der gefallenen Soldaten zunächst nicht öffentlich. Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte die Mitteilung des US-Militärs auf der Plattform X und schrieb: „Gott sei mit euch, Helden.“ Zugleich signalisierte er, dass die USA an ihren Angriffen festhalten wollen: „Ihr Opfer stärkt nur unsere Entschlossenheit.“
Irans Führung droht USA mit „unvergesslichen Lektionen“ Angesichts der neuen Eskalation am Persischen Golf hat die iranische Führung den USA mit „unvergesslichen Lektionen“ gedroht. „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten“, hieß es in einer Erklärung des Obersten Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei.Seit seiner Ernennung zum neuen Obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. US-Medienberichten zufolge soll er bei dem Luftangriff schwer verletzt worden sein. Dabei wurde sein Vater – und Vorgänger als Oberster Führer – getötet. Irans Staatsfernsehen bezeichnete ihn bereits vor Monaten als „Kriegsversehrten“, nannte jedoch keine Einzelheiten. Regelmäßig werden Mitteilungen über die Internetauftritte von Chamenei veröffentlicht. Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es jedoch weiterhin nicht.
Iran: Rahmenabkommen mit den USA ausgesetzt Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. Man habe das Abkommen ausgesetzt, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview.„Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen“, führte Gharibabadi weiter aus. Das sei der Grund gewesen, warum auch Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt.
Iran meldet erfolgreichen Angriff auf US-StützpunktDie iranische Revolutionsgarde hat staatlichen Medien zufolge bei einem Angriff auf einen Luftwaffen-Stützpunkt in Jordanien mindestens zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen den Stützpunkt Al-Asrak gerichtet, berichtet das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Revolutionsgarde. Zudem sei ein Teil des Luftwaffen-Stützpunkts Scheich Isa in Bahrain ins Visier genommen worden, auf dem sich US-Kampfflugzeuge befunden hätten. Dort sei auch ein Geheimdienst-Datenzentrum attackiert worden. Eine Bestätigung von amerikanischer Seite liegt bislang nicht vor.