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24.07.2026
02:01 Uhr
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13. Nacht in Folge +++ Trump droht Huthi-Miliz „bedeutende militärische Bestrafung“ an +++ Iran greift US-Stellungen in Jordanien und Kuwait an +++ Atommacht Pakistan droht Huthi +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Lambsdorff stellt sich als Botschafter in Israel vorDeutschlands neuer Botschafter in Israel, Alexander Graf Lambsdorff, hat sich nach Dienstantritt in einem Video auf Instagram vorgestellt. „Ich bin Alexander Graf Lambsdorff. Ich bin Deutschlands Botschafter in Israel. Ich bin erst gestern hier angekommen und freue mich darauf, hier in Tel Aviv zu arbeiten“, sagte er in einer Frage-und-Antworten-Story auf Englisch.Auf die Frage, was sein erster Gedanke gewesen sei, als ihm mitgeteilt wurde, neuer Botschafter in Israel zu werden, sagte der 59 Jahr alte Diplomat: „Der erste Gedanke war eigentlich gar kein richtiger Gedanke. Es war eher ein „Oh oh“, denn ich komme gerade aus Moskau, und dort ist es schon schwierig genug. Der Nahe Osten ist herausfordernd, Israel ist herausfordernd. Mein wirklicher erster Gedanke war also: Wie soll ich das meiner Frau sagen?“Seinen ersten Eindruck von Israel beschrieb der neue Botschafter so: „Warm, freundlich, herausfordernd.“ Er sei schon einige Male in Israel gewesen, aber immer nur sehr kurz. Deshalb sei es jetzt das erste Mal, dass er wirklich hier sei, und er habe noch viel zu lernen. Er freue sich besonders darauf, in den kommenden Jahren viele nette und interessante Menschen kennenzulernen, die bilateralen Beziehungen weiterzuentwickeln und „hoffentlich einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung hier in der Region zu leisten“.
Teheran: Beschlagnahmung von Vermögen führt zu ChaosIran hat auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verwendung iranischen Geldes zur Begleichung von Schäden an Handelsschiffen mit warnenden Worten reagiert. Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten eines anderen Landes zur Begleichung künftiger Forderungen, die in keinem Zusammenhang stünden, sei ein „brandgefährlicher Präzedenzfall“, schrieb Außenminister Abbas Araghchi auf der Plattform X.
Nächtliche Explosionen in IranNach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs gegen Ziele in Iran haben örtliche Medien in der Nacht mehrere Explosionen gemeldet. Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf amtliche Angaben berichtete, wurden unter anderem Gebiete nahe den Städten Ahwaz, Andimeschk und Omidiyeh in der Provinz Chusestan Ziel von US-Attacken. Auch aus dem Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas gebe es Berichte über Explosionen, hieß es.
Trump: Iran muss ab sofort für Schäden an Schiffen zahlenInmitten des Streits um die Straße von Hormus will US-Präsident Donald Trump Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen. Jegliche Schäden dieser Art würden ab sofort mit iranischem Geld beglichen, das von den USA kontrolliert werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.Damit bezog er sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, allerdings blieb unklar, wie genau Trump das Vorgehen rechtlich begründen will. Der US-Präsident sprach von einer „fairen und gerechten Vorgehensweise“, selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten.
Kuwaits Flugabwehr wegen Raketen und Drohnen aktivDie Streitkräfte in Kuwait wehren nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus Iran ab. Etwaige Explosionsgeräusche seien darauf zurückzuführen, dass diese abgefangen werden, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.Kuwait gehört zu den Staaten am Golf, die zuletzt besonders von iranischen Gegenangriffen betroffen waren, wie die Länder des sogenannten Golfkooperationsrats und Jordanien am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung feststellten. Die sieben Länder verurteilten die iranischen Angriffe, die sich auch gegen Bürger und zivile Infrastruktur wie Wasserentsalzungsanlagen oder Flughäfen richteten. Der Golfkooperationsrat besteht aus Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf Schiffe im Roten MeerBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer aufs Schärfte verurteilt. „Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel“, sagte Merz laut einer Mitteilung. „Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben.“ Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und ihren Partnern in der Region.Die Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich, die eine von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. US-Präsident Donald Trump drohte Iran im Falle einer erneuten Attacke der Huthi mit Vergeltung, da diese als Irans Stellvertreter agierten.
US-Präsident Donald Trump sieht sich starkem politischen Druck ausgesetzt, den Konflikt mit Iran zu beenden. Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Dienstag, der Krieg habe die USA bereits 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro) gekostet. Warum es trotzdem zu neuen Kampfhandlungen kam, erklärt unser Washington-Korrespondent Majid Sattar:
Pistorius besorgt wegen drohender Eskalation im Roten Meer Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich besorgt nach Angriffen der pro-iranischen Huthi-Miliz auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer geäußert. Er befürchte, dass hier „eine Eskalation im Raum stehen könnte“, sagte Pistorius am Donnerstag am Rande eines Besuchs bei dem Rüstungsunternehmen Hensoldt in Oberkochen, über den die Nachrichtenagentur AFP berichtete. „Das geht ganz eindeutig in die falsche Richtung.\"Die Huthi-Miliz hatte nur wenige Tage nach der Bekanntgabe einer Seeblockade im Roten Meer nach eigenen Angaben zwei saudi-arabische Öltanker beschossen.
Trump droht Huthi-Miliz „bedeutende militärische Bestrafung“ anUS-Präsident Donald Trump hat den Huthi-Rebellen in Jemen nach Angriffen auf zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer eine „bedeutende militärische Bestrafung“ angedroht. Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er sei „sehr enttäuscht“ über die mit Iran verbündete Miliz. Sollten die Huthi abermals Öltanker angreifen, würden sie und auch Iran militärisch bestraft. Am Mittwoch hatte bereits die Atommacht Pakistan den Huthi mit einem Militäreinsatz gedroht. Man behalte sich auch den Einsatz von Gewalt vor, um eigene Interessen zu schützen, hieß es in einer Stellungnahme des pakistanischen Außenministeriums. Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien ein weitreichendes Militärbündnis. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – etwa eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt.
US-Außenminister: Huthi sind mit Angriffen auf Tanker Iran „auf den Leim gegangen“ Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat sich nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio von Teheran zu ihren jüngsten Angriffen auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer verleiten lassen. „Ich glaube, dass die Huthi offen gesagt den Iranern in dieser Sache auf den Leim gegangen sind“, sagte Rubio am Donnerstag am Rande des Asean-Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila.Bisher habe sich die Miliz im Irankrieg „weitestgehend klug“ verhalten und habe sich aus dem Konflikt herausgehalten, sagte Rubio. „Nun sind sie offenbar dazu verleitet worden, sich einzumischen und Saudi-Arabien und seine Schiffe ins Visier zu nehmen“, fügte er hinzu. „Ich hoffe, dass sie deeskalieren werden.“Der als Vermittler agierende Oman erklärte, an einer Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Huthi und Saudi-Arabien zu arbeiten. Das Außenministerium in Maskat äußerte „große Besorgnis“ über die Lage im Roten Meer. Mit Akteuren in Saudi-Arabien, im Jemen und unter Beteiligung der Vereinten Nationen solle der Prozess für „Sicherheit und Stabilität in der Region“ wieder aufgenommen werden.Die Huthi-Miliz hatte nur wenige Tage nach der Bekanntgabe einer Seeblockade im Roten Meer nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Damit entwickelt sich im Zuge des Irankrieges offenbar eine weitere Front. Die US-Armee flog derweil Angriffe auf Ziele in Iran, der seinerseits laut Staatsmedien neue Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region flog.
Iran meldet Angriffe auf US-Stellungen in Jordanien und Kuwait Iran hat nach eigenen Angaben erneut US-Stellungen in der Region angegriffen. In Jordanien seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. In Kuwait seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifdschan sowie die Luftwaffenbasis Ali al-Salem ins Visier genommen worden. Zu etwaigen Schäden oder Opfern lagen zunächst keine Angaben vor.
USA beendet Angriffe gegen IranDas US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele in Iran attackiert. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit in Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es.
USA starten abermals Angriffe gegen IranDas US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen militärische Ziele in Iran gestartet. Diese hätten um 17.30 US-Ostküstenzeit (1.00 Uhr Ortszeit in Iran) begonnen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer, wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er - was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.
Behörde: Schiff im Roten Meer beschossenIm Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar.Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar.