|
08.03.2026
08:57 Uhr
|
US-Präsident hatte noch am Donnerstag ein Eingreifen der Kurden begrüßt +++ Kuwait, Qatar und Saudi-Arabien melden Angriffe +++ Israel: Angriff auf Al-Quds-Kommandeure in Beirut +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Steht die Nachfolge fest?In Iran hat sich der Expertenrat einem Agenturbericht zufolge weitgehend über die Nachfolge des getöteten geistlichen Führers Irans Ali Khamenei geeinigt. Es müssten aber noch einige Hürden bei dem Nachfolgeprozess ausgeräumt werden, sagt das Expertenratsmitglied Ajatollah Mohammadmehdi Mirbaqeri der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Iranischen Medien zufolge ist strittig, ob für die endgültige Entscheidung eine persönliche Zusammenkunft des Gremiums zwingend erforderlich ist.
Bahrain beklagt Angriff auf EntsalzungsanlageIran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasserentsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um „iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte. Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, verbreitete eine Karte, die die Lage von Bahrains Entsalzungsanlagen zeigt. Dabei merkte die Agentur an, dass das Land etwa 60 Prozent seines Trinkwassers aus diesen Anlagen gewinne.Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte den Vereinigten Staaten am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die Infrastruktur des Irans sei ein „gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Folgen“, schrieb Araghtschi.
Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran abDie Bundesregierung hat das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär verlegt worden. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. \"Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte\", hieß es weiter.Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle bereits vorübergehend geschlossen gewesen, hieß es weiter aus dem deutschen Außenministerium. Die Maßnahme zum Schutz des Personals in Teheran sei mit Blick auf die Sicherheit der deutschen Auslandsvertretungen angesichts der Lage im Nahen und Mittleren Osten ergriffen worden.
Trump will Kurden nicht in Irankrieg einbindenUS-Präsident Donald Trump hat die Einbindung von Kurden in den Irankrieg ausgeschlossen. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, „aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“, sagte Trump.Noch am Donnerstag hatte der amerikanische Präsident gesagt, er würde ein Eingreifen der Kurden begrüßen. „Ich denke, es ist wunderbar, dass sie das tun wollen. Ich bin absolut dafür“, sagt er. Was genau die Vereinigten Staaten für die Kurden tun könnten, konnte er am Donnerstag allerdings nicht sagen. Berichten amerikanischer Medien zufolge soll er in der vergangenen Woche auch mit Anführern der Kurden gesprochen haben, um ein Eingreifen ihrerseits zu erörtern.
Wollen die USA Nuklearmaterial beschlagnahmen?Einem Bericht des Nachrichtenportals Axios zufolge erwägen die USA, Spezialkräfte zur Beschlagnahmung von iranischem Nuklearmaterial zu entsenden.
Israel: Iran greift abermals mit Raketen anIran hat Israel am Sonntag abermals mit Raketen attackiert. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Luftabwehr im Land am Sonntagmorgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden. In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, unter anderem in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beerscheba.Auch in den Grenzregionen zu Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm. Die von Iran finanzierte Hizbullah-Miliz nimmt die Gebiete seit Kriegsbeginn häufig mit Drohnen und Raketen unter Beschuss.Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der vom Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.
CNN-Reporter: Schwarzer Regen geht auf Teheran niederDer CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen berichtet von „schwarzem Regen\" über der iranischen Hauptstadt Teheran. „Man kann sehen, dass der Regen, das Regenwasser tatsächlich schwarz ist, und offenbar auch mit Öl gesättigt\", sagte Pleitgen in einem Video auf der Plattform X. Israel hatte zuvor erstmals ein Öllager in Teheran angriffen.
Israel: Neue Angriffswelle auf Iran gestartetIsraels Luftwaffe fliegt abermals Angriffe in Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee am Morgen auf Telegram mit.
Kuwait, Qatar und Saudi-Arabien melden abermals AngriffeDie Golfstaaten Kuwait, Qatar und Saudi-Arabien haben am Sonntag abermals Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Kuwait habe „auf feindliche Drohnen reagiert, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren“, erklärte die Armee des Landes. Am internationalen Flughafen Kuwaits seien Treibstofftanks mit Drohnen angegriffen worden, hieß es weiter. Es handele sich um einen „direkten Angriff auf lebenswichtige Infrastruktur“.In einer separaten Erklärung teilte das Militär mit, dass beim Abfangen der Drohnen „einige zivile Einrichtungen durch herabfallende Trümmer und Bruchstücke“ beschädigt worden seien. Die nationale Ölgesellschaft Kuwaits verkündete eine „vorsorgliche“ Drosselung ihrer Ölproduktion.Das Verteidigungsministerium von Qatar teilte mit, dass das Land am Samstag mit zehn ballistischen Raketen und zwei Marschflugkörpern aus dem Iran angegriffen worden sei, die jedoch größtenteils abgefangen werden konnten. Es habe keine Opfer gegeben. Das saudische Verteidigungsministerium erklärte, es habe 15 Drohnen abgefangen und zerstört, die in den Luftraum des Königreichs eingedrungen waren. In der Hauptstadt Riad habe es einen versuchten Angriff auf das Diplomatenviertel gegeben.
Kuwait meldet Angriffe mit Drohnen und Raketen Kuwait ist in der Nacht auch mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr habe drei in den Luftraum eingedrungene Geschosse abgefangen und zerstört, teilte die Armee des am Persischen Golf gelegenen Landes auf der Plattform X mit. Kurz zuvor waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits Treibstofftanks des internationalen Flughafens von Kuwait Ziel von Drohnenangriffen geworden. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Armee erklärte, zivile Einrichtungen seien durch Trümmerteile infolge des Einsatzes der Luftabwehr beschädigt worden. Kuwait sei von einer „Welle feindlicher Drohnen“ sowie von Raketen angegriffen worden, hieß es.
Chinas Außenminister: „Ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen\"Chinas Außenminister Wang Yi hat den US-israelischen Angriff auf Iran kritisiert. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum „Gesetz des Dschungels“ zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses. China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. „Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat“, sagte Wang.China hatte den Angriff schon zuvor verurteilt, ein Ende der Militäroperationen und Sicherheit in der Straße von Hormus zum Wohl der Weltwirtschaft gefordert. Wang hatte sich nun bei dem alljährlichen Pressetermin während des Volkskongresses öffentlich dazu geäußert. Dieser bietet Journalisten die seltene Gelegenheit, ihre Fragen an den Minister zu richten.Ohne die USA zu erwähnen, forderte Wang außerdem, die Souveräntität von Ländern in Nahost zu wahren, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Konflikte dort politisch zu lösen. Revolutionen zu planen und Regimewechsel anzustreben, sei unpopulär, sagte Wang.
Iranischer Sicherheitschef: USA wollen „grundlegende Auflösung“ IransDer iranische Sicherheitschef Ali Laridschani hat den USA und Israel vorgeworfen, den Zerfall Irans anzustreben. Ihr Ziel sei „die grundlegende Auflösung Irans“, sagte Laridschani in einem am Samstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. „Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle“, fügte er hinzu.„Ich denke, das größte Problem der Amerikaner ist, dass sie den Kontext Westasiens, insbesondere Irans, nicht verstehen“, sagte Laridschani. Er warnte die USA abermals davor, iranische Kurden gegen Teheran aufzuwiegeln. „Die Streitkräfte haben diesen Gruppen (den Kurden) klar gesagt: ‚Wenn ihr einen Fehler macht, werden wir euch zur Rechenschaft ziehen‘“, sagte Laridschani.
Australien erwägt Hilfe für von Iran angegriffene StaatenAustralien erwägt, Länder beim Schutz vor iranischen Angriffen zu unterstützen. „Wir wurden um Hilfe gebeten, und wir werden das sorgfältig prüfen“, sagte Außenministerin Penny Wong am Sonntag. Eine Beteiligung an Offensivaktionen gegen Iran schließe sie jedoch aus. Die Hilfe könne den Schutz vor Drohnen- und Raketenangriffen umfassen.