|
08.03.2026
21:24 Uhr
|
Angeblich auch Luftwaffe außer Gefecht gesetzt +++ USA melden Tod von siebtem US-Militärangehörigen +++ Macron telefoniert mit Trump und iranischem Präsidenten +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Israel greift abermals in Iran und Libanon anDie israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele in Iran und in Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee in der Nacht mit. Zudem sei abermals Infrastruktur der mit Iran verbündeten Hizbullah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
Selenskyj: Schicken Drohnen zum Schutz von US-Basen nach JordanienDie Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „New York Times\". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
Trump: Teures Öl ist geringer Preis für Sicherheit und FriedenDer infolge des Irankriegs stark gestiegene Ölpreis ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nur ein kleines notwendiges Opfer angesichts der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm. „Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr geringer Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist“, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Nur Narren würden anders denken“, fügte er hinzu.
Philippinen ordnen Energiesparen wegen Irankrieg anWegen der steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs führen die Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran, die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte.Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten abhängig. „Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht haben“, teilte Marcos Jr. mit.
USA: Teil des Botschaftspersonals in Saudi-Arabien soll ausreisenDie USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken wegen des Irankriegs einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen. Das US-Außenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an, erklärte die Behörde. Damit verschärfte sie eine vorige Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es schon eine Erlaubnis für diese Personengruppen zur Ausreise gegeben. Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Irankriegs vor gut einer Woche bereits mehrmals Ziel iranischer Gegenangriffe. Vor ein paar Tagen war auch die US-Botschaft in der Hauptstadt Riad von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein „begrenztes Feuer“ ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
Bahrain: Verletzte bei iranischem Drohnenangriff auf Insel SitraDer Golfstaat Bahrain ist abermals zum Ziel eines Angriffs des iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaats im Persischen Golf meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte. Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes. Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Zuvor hatte Iran bereits eine Anlage zur Wasser-Entsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt, wie das Ministerium am Sonntagvormittag mitteilte. Es handle sich um eine „iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.
Israels meldet weitere iranische Raketenangriffe Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran schießt die Islamische Republik weiter auf Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus Iran. In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht wieder die Sirenen. Die Luftabwehr war abermals im Einsatz, wie die das Militär auf Telegram mitteilte.
Qatar fordert Deeskalation im IrankriegQatars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat zur Deeskalation im Irankrieg aufgerufen. „Wir werden weiterhin mit den Iranern sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen“, sagte Al Thani in einem Interview mit dem Sender Sky News. Was geschehen sei, habe das Vertrauen in die Beziehungen zu Iran erheblich erschüttert. „Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört“, sagte der Ministerpräsident. Er rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise, sagte er.
Ölpreis knackt die 100-Dollar-MarkeDer Ölpreis ist infolge des Irankriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen. Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent stieg im frühen Handel zeitweise um rund 20 Prozent auf 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte. Zeitweise stieg der Preis sogar auf 111 Dollar pro Barrel.
Modschtaba Khamenei zum Obersten Führer Irans ernanntModschtaba Khamenei, der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei, ist zum neuen obersten Führer in Iran gewählt worden. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das zuständige Wahlgremium. Lesen Sie alle Einzelheiten im Text von Friederike Böge.
US-Militär: Siebte Einsatzkraft stirbt im Krieg mit IranDie Zahl der im Irankrieg gefallenen US-Einsatzkräfte ist von sechs auf sieben gestiegen. In der vergangenen Nacht sei ein Angehöriger der Streitkräfte den Folgen seiner Verletzungen erlegen, die er während der ersten Angriffen Irans erlitten habe, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Konkret soll die Person demnach bei einem Angriff auf US-Soldaten am vergangenen Sonntag in Saudi-Arabien schwer verletzt worden seien. Trump hatte am Samstag an der Überführung der sechs zuvor bereits im Irankrieg gefallenen Soldaten teilgenommen. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware. Die sechs Soldaten waren nach US-Angaben in den ersten Kriegstagen bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden.
Macron telefoniert mit Trump und iranischem PräsidentenVor dem Hintergrund des Irankriegs hat der französische Staatschef Emmanuel Macron am Sonntag Telefonate mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian geführt. In dem Gespräch mit Peseschkian habe er ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe auf Länder in der Golfregion verlangt, schrieb Macron im Onlinedienst X. Der französische Präsident ist der erste westliche Staatenlenker, der seit Beginn des Irankriegs Ende Februar mit Peseschkian telefoniert hat. Er habe auch darauf gepocht, dass Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigibt, fügte Macron hinzu. Zu seinem Telefonat mit Trump machte er keine näheren Angaben. Macron reist am Montag nach Zypern. Mit seinem Besuch wolle er die „Solidarität“ Frankreichs mit dem EU-Partner zum Ausdruck bringen, teilte die französische Präsidentschaft mit. Vor wenigen Tagen war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden.
Iran ernennt anscheinend Khamenei-Nachfolger Die Führung in Iran hat mutmaßlich Modschtaba Khamenei zum neuen geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik benannt. Modtschtaba ist der Sohn des bisherigen Oberhaupts, Ajatollah Ali Khamenei, der bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor rund einer Woche getötet worden war.„Die Wahl ist abgeschlossen und wird bald bekannt gegeben“, sagte Hosseinali Eshkevari, ein Mitglied des Expertenrates, der mit der Wahl eines neuen Führers beauftragt ist, in einem am Sonntag in iranischen Medien veröffentlichten Video. „Der Name Khamenei wird weiterbestehen“, fügte er hinzu, ohne den Namen der Person tatsächlich zu nennen. Modschtaba Khamenei war zuvor bereits als wahrscheinlichster Nachfolger bezeichnet worden.US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Sonntag, die USA sollten bei der Auswahl ein Mitspracherecht haben. „Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben“, sagte Trump dem Sender ABC News. Der Iran hatte die Forderung zurückgewiesen.