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22.07.2026
02:11 Uhr
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Trump hatte zuvor mit Angriffen auf „Pickaxe Mountain“ gedroht +++ Anti-Kriegsproteste unterbrechen Anhörung von Hegseth +++ Huthi-Miliz: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Jordanien fängt Raketen aus Iran ab Jordanien hat den Beschuss mit sechs weiteren Raketen aus Iran gemeldet. Die Flugabwehr habe sechs iranische Raketen registriert und umgehend darauf reagiert, nachdem sie in den eigenen Luftraum eingedrungen seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf Militärkreise. Vier Raketen seien abgefangen worden und zwei weitere in abgelegenen Gebieten niedergegangen. Schäden oder Opfer habe es nicht gegeben.Videos zeigten, wie im Raum der jordanischen Küstenstadt Akaba Rauch aufsteigt. Erst vor wenigen Tagen wurden hier mehrere iranische Angriffe gemeldet. Das Königreich wurde im Krieg bisher weniger angegriffen als etwa Kuwait oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch Jordanien beheimatet aber US-Truppen und Flugzeuge der US-Luftwaffe und ist damit zum möglichen Ziel Irans bei Vergeltungsangriffen in der Region geworden. Jordanien liegt zudem auf der Fluglinie zwischen Iran und Israel, die sich seit 2024 gegenseitig immer wieder auch direkt angriffen.
Iran und USA greifen einander weiter an Iran und die Vereinigten Staaten haben sich auch am Mittwoch gegenseitige Angriffe geliefert. In der iranischen Hauptstadt Teheran waren nach Angaben von Bewohnern in den frühen Morgenstunden Explosionen zu hören. Die iranische Luftabwehr wurde aktiviert, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars meldete. In der Provinz Buschehr seien drei Orte Ziel von US-Angriffen gewesen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Behördenvertreter. Getroffen worden sei unter anderem ein Stromverteiler in der Nähe des einzigen iranischen Atomkraftwerks.Das US-Militär teilte mit, bei der elften Nacht in Folge mit Angriffen auf den Iran seien militärische Einsatzzentralen, maritime Kapazitäten, Flugzeughangars, Lager für Drohnen sowie militärische Logistikinfrastruktur attackiert worden. Damit solle die Fähigkeit Irans, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter geschwächt werden.Im Gegenzug griff die iranische Armee nach eigenen Angaben am frühen Morgen US-Militärstützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain mit Drohnen an. Dabei seien Unterkünfte und Materiallager auf dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak getroffen worden. Später habe das iranische Militär Materiallager und Wartungshangars für Flugzeuge auf dem Scheich-Isa-Stützpunkt in Bahrain mit Drohnen attackiert.
25 hingerichtete Männer wegen Protesten im JanuarIn Iran ist wieder ein Mann im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar exekutiert worden. Dem Mann sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten Anfang des Jahres an einem bewaffneten Aufstand beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Wann das Todesurteil genau vollstreckt wurde, ging aus dem Bericht nicht hervor. Die letzten Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Protesten erfolgten offiziellen Angaben zufolge am Sonntag. Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 25 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen Anfang des Jahres hingerichtet.
Explosionen in Teheran – Flugabwehr im EinsatzErstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Irankrieg ist in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete.Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte wieder Ruhe – und das US-Militär gab das Ende seiner Angriffswelle bekannt.
Iran droht mit Gegenangriffen bei Angriff auf AtomanlagenDas oberste Militärkommando Irans droht mit Angriffen auf Ziele der USA und ihrer Verbündeten, sollte Washington iranische Atomanlagen attackieren. Dies berichten staatliche Medien. Die Erklärung des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA „sehr bald“ die Region um „Pickaxe Mountain“ angreifen würden. Gemeint ist das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang rund um die iranischen Atomanlagen.
Trump sagt Libanon Unterstützung bei Bemühung um Frieden zuUS-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch seines libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun im Weißen Haus Libanon Unterstützung bei seinen Bemühungen um einen Frieden mit Israel zugesagt. Libanon sei „sehr schlecht behandelt“ und seit Jahrzehnten „hart getroffen“ worden, sagte Trump an der Seite von Aoun im Oval Office am Dienstag vor Journalisten. Libanon sei „wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht ein gefährlicher Ort“, sagte Trump weiter. „Aber sie lieben ihr Land und wir werden ihm helfen. Wir werden ihm sehr helfen“, betonte er. Aoun forderte seinerseits, dass die libanesischen Streitkräfte (LAF) unterstützt werden müssen. „Ohne die LAF wird alles zusammenbrechen“, sagte er. Die Armee sei das „Rückgrat der Sicherheit und Stabilität“ des Landes. Aoun bedankte sich bei seinem Gastgeber zudem für den „historischen Besuch und den gemeinsam mit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens erzielten historischen Erfolg“. Sein „oberstes Ziel sei es, den Zustand der Feindschaft zwischen Libanon und Israel ein für alle Mal zu beenden“, erklärte er.
Irankrieg soll USA 37,5 Milliarden Dollar gekostet habenDer Krieg der USA in Iran hat nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bislang 37,5 Milliarden Dollar gekostet. Dies sei ein Anstieg um fast acht Milliarden seit der letzten offiziellen Schätzung, sagt Hegseth vor dem Haushaltsausschuss des Senats. Die Summe umfasst auch die voraussichtlichen Kosten bis zum 30. September. Es ist das erste Mal, dass sich Hegseth und US-Generalstabschef Dan Caine öffentlich den Fragen von Parlamentariern stellen, seit das US-Militär Anfang des Monats seine Einsätze gegen den Iran wieder aufgenommen hat.
Anti-Kriegsproteste stören Anhörung von Verteidigungsminister HegsethUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist bei einer Anhörung im US-Parlament von Protesten gestört worden. Gleich mehrmals nacheinander wurde er von Demonstranten unterbrochen, die ein Ende des Irankriegs forderten. Sicherheitsbeamte führten die Protestler aus dem Raum im Kapitol.Die im April vereinbarte Waffenruhe und das Rahmenabkommen über vertiefte Verhandlungen zwischen USA und Iran wurden in den vergangenen Tagen durch gegenseitige Angriffe überschattet.Verteidigungsminister Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, kam zur Anhörung, um für Mittel im Nachtragshaushalt für die Verteidigung Amerikas zu werben.
Libanons Präsident bittet Trump um UnterstützungLibanons Präsident Joseph Aoun hat US-Präsident Donald Trump um weitere Unterstützung für die staatliche libanesische Armee gebeten und andernfalls vor dem Szenario eines neuen Bürgerkriegs in seinem Land gewarnt. „Wir wollen das nicht noch einmal erleben. Alles, worum wir bitten, ist weitere Unterstützung für die LAF“, sagte Aoun, der das englische Kürzel für die libanesischen Streitkräfte verwendete. Aoun erinnerte an das Jahr 1975, in dem in Libanon ein blutiger Bürgerkrieg begann. „Die erste Institution, die 1975 zusammenbrach, waren die LAF. Und als Ergebnis erlebten wir das Entstehen vieler örtlicher Milizen“, sagte Aoun. Dabei bekämpften sich verschiedene Konfessionen in wechselnden Gefechtsfronten und Bündnissen, auch mit Unterstützung ausländischer Staaten. Der Bürgerkrieg endete 1990. Libanon ist verschuldet, auch die regulären Streitkräfte sind deshalb unterfinanziert. Einigen Beobachtern zufolge existiert die Armee derzeit nur dank Militärhilfen der USA, die seit 2006 mehr als drei Milliarden US-Dollar umfassten. Zugleich ist die Armee die einzige Institution, die noch das Vertrauen vieler Libanesen genießt. „Libanon ist sehr lange sehr schlecht behandelt worden“ und sei über „Jahrzehnte hart getroffen“ worden, sagte Trump. Die Armee werde aber selbstständiger und es gebe „konkrete Pläne“ für weitere Hilfe der USA.
Trump droht wieder mit Angriff auf „Pickaxe Mountain“US-Präsident Donald Trump hat abermals mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. „Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett“, behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land bräuchte Jahrzehnte für den Wiederaufbau.Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. „Wenn wir morgen gehen würden, hätten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen“, sagte er.
Huthi-Miliz: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten „Blockade“ zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.Saba berichtete auch nicht, wo genau die Schiffe mutmaßlich umkehrten. Jemen-Experten zufolge verbreitete die Miliz über Funk zuletzt aber eine entsprechende Warnung an Schiffe. Auch das von den Huthi kontrollierte Zentrum für humanitäre Einsätze in Sanaa teilte mit, Schiffsbesitzer und -betreiber seien aufgefordert worden, ihre Bewegungen vorab zu koordinieren, um die „Sicherheit der Fahrten“ zu gewährleisten.US-Präsident Donald Trump sagte in Washington, dass es in der Region bisher keine Blockade der Miliz gegeben habe. „Wir haben länger nicht von ihnen gehört“, sagte Trump am Dienstag während eines Treffens mit Libanons Präsident Joseph Aoun im Weißen Haus. „Wenn es passiert, werden wir uns um die Sache kümmern.“ Die USA seien zuvor schon „energisch“ gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe im Jemen im vergangenen Jahr.
Trump: Kein Treffen ohne ernsthaftes Interesse Irans Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump grundsätzlich zu Gesprächen mit Vertretern Irans bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass Teheran ernsthaft an substanziellen Verhandlungen interessiert sei, sagte Trump bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. „Sie wollen sich unbedingt treffen“, sagte Trump über die iranische Führung. „Solange sie aber nicht bereit sind, sich auf ernsthafte Weise zu treffen, haben wir keinerlei Interesse daran.“Trump widersprach damit der Einschätzung eines Reporters, wonach es keine Anzeichen für eine iranische Bereitschaft zur Beendigung der Kämpfe gebe. Der Präsident verwies auf Gespräche hinter den Kulissen.
Syrien: Waffenschmuggel nach Libanon vereiteltSyrische Behörden haben nach eigenen Angaben einen mutmaßlich für die libanesische Hizbullah bestimmten Waffenschmuggel nach Libanon vereitelt. Dabei seien 226 Handgranaten entdeckt worden, die in einem Fahrzeug mit Ziel Libanon versteckt gewesen seien, teilte die Behörde für Grenzübergänge und Zoll mit. Bereits vergangenen Donnerstag hatten syrische Behörden nach eigenen Angaben einen größeren Waffenschmuggel aufgedeckt. Dabei seien Waffen, Raketen und Drohnen sichergestellt worden, die in einem Öltankwagen versteckt gewesen seien. Nach ersten Erkenntnissen sei die Lieferung für die libanesische Hizbullah bestimmt gewesen.
Huthis warnen Reedereien vor Nutzung saudi-arabischer HäfenDie Huthi-Rebellen im Jemen warnen Reedereien davor, saudi-arabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthis angegriffen würden. Die Huthis können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet im Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer kontrollieren. Unser Korrespondent Christoph Ehrhardt hat die Lage analysiert: