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21.03.2026
15:20 Uhr
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Iran hat internationale Atomenergiebehörde nach amerikanisch-israelischer Attacke informiert +++ Britische Kreise bestätigen „erfolglosen“ Angriff Irans auf Stützpunkt im Indischen Ozean +++ USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen aus +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Mindestens 30 Verletzte bei Raketeneinschlag nahe israelischer AtomanlageBei Raketenangriffen aus Iran sind in der Nähe der israelischen Atomanlage Dimona am Samstag mehr als 30 Menschen verletzt worden. Die israelische Armee teilte mit, in der Stadt Dimona im Süden Israels habe es einen „direkten Raketeneinschlag in ein Gebäude“ gegeben. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom versorgte nach eigenen Angaben 33 Verletzte, darunter einen zehn Jahre alten Jungen mit schweren und eine Frau mit mittelschweren Verletzungen.31 Menschen wurden den Angaben zufolge durch Splitter oder auf dem Weg in die Schutzräume leicht verletzt. 14 weitere Menschen wurden demnach wegen eines Schocks behandelt.
US-Militär: Mehr als 8.000 iranische Ziele angegriffen Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen Iran nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Ziele angegriffen. Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. „Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg“, fügte er hinzu.Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5.000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört. Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine „erhebliche Gefahr“ für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten.
Britische Kreise: Iran hat „erfolglos“ Stützpunkt im Indischen Ozean angegriffen Iran hat britischen Regierungskreisen zufolge „erfolglos“ den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia angegriffen. Ein britischer Regierungsvertreter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag einen Bericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“ vom Vortag, wonach Iran den Stützpunkt im Indischen Ozean attackiert hatte. Der britische Regierungsvertreter sprach von einem „erfolglosen Angriff“. Weitere Angaben zu dem Angriff wurden zunächst nicht gemacht.Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter berichtet, dass Iran kürzlich zwei ballistische Raketen auf den Stützpunkt Diego Garcia abgefeuert habe. Keine der Raketen habe die Basis aber getroffen, die rund 4000 Kilometer vom iranischen Territorium entfernt liegt. Eine der Raketen versagte demnach, während sie in der Luft war, die andere wurde der Zeitung zufolge von einer Abfangrakete angegriffen, die von einem US-Kriegsschiff abgefeuert wurde. Ob die iranische Rakete getroffen wurde, war dem Bericht zufolge unklar. Der Vorfall deute jedoch darauf hin, dass Teheran über Raketen mit größerer Reichweite verfüge als bislang angenommen. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab.
Revolutionsgarden ändern nach eigenen Worte die StrategieDrei Wochen nach Kriegsbeginn zeigt sich Iran weiterhin kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle „mit neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor. Die Garden erneuerten ihre Drohung mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur des Landes.Ali-Akbar Welajati, der außenpolitische Berater des obersten Führers, sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, Washington und Tel Aviv redeten „so sehr von Sieg, als wollten sie sich selbst davon überzeugen“. Die Welt werde „nach dieser Krise“ eine andere sein – „multipolar und mit Iran als Hauptachse des islamischen Pols“.In einer im Fernsehen verlesenen Rede zum persischen Neujahr, die dem neuen Revolutionsführer Modschtaba Khamenei zugeschrieben wird, hieß es außerdem, der Feind sei gebrochen und der endgültige Sieg nahe. Dagegen stehen die USA laut Präsident Donald Trump kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen. Medien zitierten ihn am Freitag mit den Worten: „Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht“.
Iran liefert wieder Gas an den IrakDer Irak teilt mit, Iran habe seine Gaslieferungen an den Irak wieder aufgenommen. Es würden fünf Millionen Kubikmeter pro Tag geliefert, erklärt das irakische Energieministerium nach Angaben staatlicher Medien. Die Lieferungen waren eingestellt worden, nachdem Israel am Mittwoch das wichtigste iranische Gasfeld South Pars angegriffen hatte.
Versuchtes Eindringen auf britische ArmeebasisEin Iraner und eine Rumänin sind in Schottland wegen des versuchten Eindringens in eine Armeebasis festgenommen worden. Das Paar habe versucht, auf einen Stützpunkt der Royal Navy zu gelangen, teilte die Polizei am Samstag mit. Der 34 Jahre alte Iraner und die 31 Jahre alte Rumänin seien am Donnerstag festgenommen worden. Sie sollen am Montag vor Gericht erscheinen.Auf dem Marinestützpunkt Faslane sind vier Atom-U-Boote der Trident-Klasse stationiert. Die britische Polizei, der Inlandsgeheimdienst MI5 und Parlamentsmitglieder warnen seit Langem vor einer wachsenden Bedrohung durch iranische Spionage in Großbritannien. Im Vereinigten Königreich wird befürchtet, dass das Land aufgrund seiner Rolle im Irankrieg ins Visier der Islamischen Republik geraten könnte.
Israel kündigt Verstärkung der Angriffe auf Iran anDer israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA auf Iran angekündigt. Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach Angaben seines Büros nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.„In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen“, sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, „seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist“, sagte Katz.Mit Blick auf die israelische Zivilbevölkerung, die seit Kriegsbeginn mehrmals täglich iranischen Raketenangriffen ausgesetzt ist und teilweise Stunden in Schutzräumen ausharren muss, sagte er, die Heimatfront sei stark – wie auch die israelischen Streitkräfte. „Wir werden nicht aufhören, bis alle Kriegsziele erreicht sind“, so Katz.
Wohnviertel in Bagdad von Drohne getroffenInmitten des Irankrieges ist irakischen Sicherheitskreisen zufolge ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr, schlug eine Drohne am Samstag in einem bei der irakischen Oberschicht und ausländischen Diplomaten beliebten privaten Sportklub ein. Der Angriff einer weiteren Drohne richtete sich demnach gegen „ein „Kommunikationsgebäude“.In dem Gebäude ist den Angaben zufolge eine irakische Sicherheitsbehörde untergebracht, die im Rahmen der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ mit US-Beratern im Irak zusammenarbeitet. Weitere Angaben zu dem Drohnenangriff wurden zunächst nicht gemacht.Seit Beginn des Irankriegs beschießen proiranische Milizen immer wieder Ziele in Bagdad, darunter den Flughafen und vom US-Militär genutzte Einrichtungen. Auch die Kurdenregion im Nordirak wurde seitdem immer wieder attackiert. Auch diese Angriffe wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Iraks Nachbarland Iran wird seit Ende Februar von Israel und den USA massiv aus der Luft angegriffen. Teheran reagiert seitdem mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
Israel und Iran setzen gegenseitige Angriffe fortDrei Wochen nach Beginn des Irankriegs setzen Israel und Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort. In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten. Die israelische Armee griff in der Nacht abermals Ziele in Iran und Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hizbullah-Miliz beschossen. Ein Hizbullah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden. Am Freitag hatte es bei einem iranischen Raketenangriff erneut einen Einschlag in der Jerusalemer Altstadt gegeben. Nach Medienberichten war ein Raketenteil im jüdischen Viertel eingeschlagen, unweit auch der heiligen Stätten des Islams und des Christentums.
Putin bekräftigt Partnerschaft Russlands und IransDer russische Präsident Wladimir Putin hat der iranischen Führung zum Neujahrsfest Nouruz gratuliert und dabei die Partnerschaft beider Länder bekräftigt. „Wladimir Putin wünscht dem iranischen Volk, die harten Prüfungen mit Würde zu überstehen, und betont, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt“, teilte der Kreml mit.
UN-Generalsekretär Guterres arbeitet mit Trumps Gaza-Friedensrat zusammenUN-Generalsekretär António Guterres arbeitet nach eigenen Angaben mit dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensgremium für den Gazastreifen zusammen. Er begrüße das Ziel des sogenannten „Board of Peace“, einen Wiederaufbauplan für palästinensische Häuser und Infrastruktur zu finanzieren und umzusetzen, sagte Guterres in einem Interview mit dem Nachrichtenportal „Politico“.
Iran warnt Emirate vor Genehmigung von Angriffen auf Inseln nahe Straße von HormusIran hat die Vereinigten Arabischen Emirate davor gewarnt, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen. Sollte es vom emiratischen Staatsgebiet aus „zu weiteren Aggressionen gegen die iranischen Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen, werden die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte Ras al-Chaimah in den VAE mit schweren Angriffen überziehen“, erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee am Samstag.Die Stellungnahme wurde von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet. Das iranische Militär bezog sich dabei auf das Emirat Ras al-Chaimah.Die Inseln Abu Musa und Große Tunb liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden aber seit Jahrzehnten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.
USA verleihen 45 Millionen Barrel Öl aus strategischer ReserveDie US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, teilte das Energieministerium mit. Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben. Durch den Irankrieg sind die Ölpreise stark gestiegen.