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13.05.2026
04:00 Uhr
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US-Medienberichten zufolge verfügt Teheran immer noch über den Großteil seiner Raketen +++ Pentagon: Irankrieg kostete bislang 29 Milliarden Dollar +++ Iran warnt Trump vor ergebnislosen Gesprächen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Straße von Hormus: Australien will sich an möglicher Militärmission beteiligenAustralien will sich an einer möglichen „multinationalen Militärmission\" unter Führung Frankreichs und Großbritanniens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Zur Unterstützung einer „unabhängigen und strikt defensiven\" Mission werde Australien ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Wedgetail E-7A beisteuern, das bereits in der Region stationiert ist, um die Vereinigten Arabischen Emirate vor Drohnenangriffen Irans zu schützen, sagte Verteidigungsminister Richard Marles am Mittwoch nach Beratungen von rund 40 Ländern. Eine solche Militärmission könne die diplomatischen Bemühungen und deeskalierende Maßnahmen „ergänzen\", fügte Marles hinzu. Es handele sich zugleich um ein Bekenntnis zur Sicherheit des weltweiten Handels.
China ruft Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Irankrieg aufDer chinesische Außenminister Wang Yi hat Pakistan dazu aufgerufen, im Irankrieg stärker zwischen Teheran und Washington zu vermitteln. Islamabad solle auch dabei helfen, eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus „angemessen\" zu thematisieren, sagte Wang nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch. Demnach telefonierte Wang mit seinem pakistanischen Kollegen Ishaq Dar vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China. Die Volksrepublik befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung in Iran und ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls. Deshalb dringt Peking auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte verläuft. Die Meerenge ist seit Beginn des Kriegs Ende Februar von iranischer Seite weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße.
Libanon: 13 Tote bei israelischen AngriffenBei neuen israelischen Angriffen auf Ziele in Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 13 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden worden. Allein bei einem Angriff auf Nabatijeh seien fünf Menschen getötet worden, teilte das Ministerium am Dienstag mit. In Schebschit seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Soldat und ein syrischer Staatsangehörger. In Bint Dschbeil seien vier Zivilisten getötet worden, darunter ein Kind.Die libanesische Armee hatte zuvor den Tod eines Soldaten bekannt gegeben, der bei einem israelischen Angriff in Schebschit getötet worden sei. Israels Streitkräfte hatten zuletzt ihre Angriffe auf Ziele der mit Iran verbündeten Hizbullah-Miliz in Libanon verstärkt.
Iran: Mutmaßlicher Ölteppich offenbar durch Tanker-AbwasserEin mutmaßlicher Ölteppich im Persischen Golf vor der iranischen Insel Charg stammt nach Angaben der Regierung in Teheran wahrscheinlich aus dem Abwasser eines ausländischen Tankers. Es gebe keine Berichte über Lecks an iranischen Pipelines oder Ölanlagen, teilt die iranische Vizepräsidentin und Umweltbeauftragte Schina Ansari staatlichen Medien zufolge mit. Satellitenbilder zeigen einen Dutzende Quadratkilometer großen Teppich westlich der Insel, die der wichtigste Ölumschlagplatz des Landes ist.
Teheran: USA wollen vollständige Kapitulation IransMit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Irankriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Ismail Baghai. In einem Interview mit dem indischen Magazin „India Today Global“ sagte der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes.Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schrieb auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte Irans.
Trump vor China-Reise: Benötigen keine Hilfe im IrankriegUS-Präsident Donald Trump zeigt sich vor seinem Abflug nach China siegessicher im Irankrieg. Er werde mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zwar ausführlich über den Konflikt sprechen, benötige aber nicht dessen Hilfe, sagt Trump. „Wir werden ihn auf die eine oder andere Weise gewinnen, friedlich oder mit anderen Mitteln.“ Kurz darauf relativiert er die Bedeutung des Themas für die anstehenden Gespräche: Die USA hätten Iran „sehr gut unter Kontrolle“.
Senator Graham äußert Misstrauen gegenüber Pakistan Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Irankrieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. „Ich traue Pakistan nicht über den Weg“, sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern.„Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten“, sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Das pakistanische Außenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als „irreführend und reißerisch“ zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschließend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben.
Hegseth weist Debatte um erschöpfte Waffenvorräte zurück US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Spekulationen über stark aufgezehrte Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs heruntergespielt. „Wir wissen genau, was wir haben. Wir verfügen über reichlich von dem, was wir brauchen“, sagte er in einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Die Debatte um die Vorräte sei „törichterweise und wenig hilfreich übertrieben“ worden, führte Hegseth weiter aus. Generalstabschef Dan Caine betonte, dass ihm die Regionalkommandos des US-Militärs über ausreichende Munitionsvorräte für die derzeitigen Missionen melden würden.
Pentagon: Irankrieg kostete bislang 29 Milliarden DollarDie Kosten für den Krieg der USA gegen Iran belaufen sich nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bislang auf 29 Milliarden Dollar. Dies ist ein Anstieg um vier Milliarden Dollar im Vergleich zu einer Schätzung von Ende vergangenen Monats, wie der amtierende Finanzkontrolleur des Pentagons, Jules Hurst, vor Parlamentariern erklärt. Die neuen Zahlen umfassen demnach Ausgaben für Reparatur und Ersatz von Ausrüstung sowie Betriebskosten. Wie das Ministerium auf die Gesamtsumme kommt, bleibt unklar. Die Regierung von Präsident Donald Trump schätzte die Kosten für die ersten sechs Kriegstage im März auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Trump kritisiert „dämlichen Vorschlag“ IransTrump hat die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit Iran öffentlich infrage gestellt. Grund dafür sei der „dämliche Vorschlag“ aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. „Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.“ Aus Parlamentskreisen in Teheran hieß es am Dienstag, dass die iranische Regierung ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich halte. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. Trumps China-Reise ist aus iranischer Sicht jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass Staatschef Xi Jinping zu einer möglichen Deeskalation beitragen könnte.
Iran erklärt Straße von Hormus zu „riesigem Einsatzgebiet“ Iran weitet das als Straße von Hormus bezeichnete Gebiet deutlich aus und erklärt die Meerenge zu einem „riesigen Einsatzgebiet“. Sie werde nicht mehr als schmaler Streifen um eine Handvoll Inseln betrachtet, sondern sei in ihrem Umfang und ihrer militärischen Bedeutung erheblich erweitert worden, sagt Mohammad Akbarsadeh, ein ranghoher Offizier der Marine der Revolutionsgarde, der staatlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge. „Früher wurde die Straße von Hormus als begrenzter Bereich um Inseln wie Hormus und Hengam definiert, doch heute hat sich diese Sichtweise geändert“, sagt Akbarsadeh. Die strategische Zone erstrecke sich nun von der Stadt Dschask im Osten bis zur Insel Siri im Westen. Es ist bereits die zweite derartige Ausweitung seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots wird üblicherweise durch die Meerenge transportiert.
Kuwait nimmt iranische „Eindringlinge“ fest In Kuwait sind dem Innenministerium zufolge vier Eindringlinge festgenommen worden, die in Verbindung mit der iranischen Revolutionsgarde stehen sollen. Die Personen hätten versucht, auf dem Seeweg nach Kuwait zu gelangen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Ein Angehöriger der kuwaitischen Streitkräfte sei bei Zusammenstößen mit den Eindringlingen verletzt worden.
Iran warnt vor ergebnislosen GesprächenDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, Teherans Plan zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren. „Es gibt keine andere Möglichkeit, als die Rechte des iranischen Volkes, wie sie im 14-Punkte-Vorschlag dargelegt sind, anzuerkennen“, schrieb Ghalibaf am Dienstag im Onlinedienst X. „Jeder andere Ansatz wird völlig ergebnislos bleiben; nichts als ein Misserfolg nach dem anderen.“„Je länger sie auf der Bremse stehen, desto mehr werden die amerikanischen Steuerzahler dafür bezahlen“, warnte der iranische Parlamentspräsident. Der amerikanische Präsident Donald Trump steht unter starkem innenpolitischen Druck, den Krieg zu beenden. Die iranische Antwort auf einen amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges hatte Trump allerdings als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet.
Internationale Verteidigungsminister besprechen Hormus-Einsatz Mit Blick auf einen möglichen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus findet an diesem Dienstag eine Videokonferenz der Verteidigungsminister von rund 40 Staaten statt. Initiiert wurde das virtuelle Treffen von Großbritannien und Frankreich. Das Bundesverteidigungsministerium hat Deutschlands Teilnahme bestätigt.