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16.03.2026
10:12 Uhr
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Trump drängt NATO zu Hilfe bei Straße von Hormus +++ Israels Armee bestätigt „begrenzte“ Bodeneinsätze in Libanon +++ Iran: 700 Raketen seit Kriegsbeginn abgefeuert +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran: Erlauben Schiffen unbeteiligter Staaten Durchfahrt durch Meerenge Schiffe von Staaten, die nicht am Krieg mit den USA und Israel beteiligt sind, dürfen nach Angaben des iranischen Außenministeriums die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge sei nur geschlossen für die Feinde der Islamischen Republik und ihre Unterstützer, erklärt Außenminister Abbas Aragtschi nach einem Bericht der Nachrichtenagentur SNN. Er bekräftigt, Iran habe nicht um eine Feuerpause gebeten. „Der Krieg muss auf eine Weise beendet werden, die sicherstellt, dass er sich nicht wiederholen kann“, sagt der Minister.
Wadephul mahnt Israel und USA zu Definition von Kriegszielen Außenminister Johann Wadephul fordert mehr Informationen der USA und Israels über den weiteren Verlauf des Kriegs gegen Iran. „Wichtig wird zunächst sein, dass die USA und Israel sich dazu verhalten, wann sie die militärischen Ziele ihres Einsatzes als erreicht betrachten. Hier brauchen wir mehr Klarheit“, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Hierzu erwarte er Antworten. Erst dann könne man in eine nächste Phase gehen, um eine Sicherheitsarchitektur für die gesamte Region zu definieren, auch mit den Anrainerstaaten. Das werde dann auch erfordern, mit Iran ins Gespräch zu kommen, sagt Wadephul.Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas brachte vor dem Außenminister-Treffen ein UN-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus ins Gespräch. Sie habe mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres darüber beraten, ob eine Initiative nach dem Vorbild des Getreideabkommens für das Schwarze Meer im Ukrainekrieg möglich sei, sagt sie. 2022 hatten sich Russland und die Ukraine unter UN-Aufsicht darauf verständigt, Getreidetransporte nicht anzugreifen.
Israelischer Minister: Eskalation im Irankrieg möglichDer israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige Zuspitzung des Irankriegs für möglich. „Wir wissen, dass es in den kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte“, sagte er dem israelischen Radiosender 103FM. „Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein.“Die Lage sei dynamisch, sagte Zohar mit Blick auf den Krieg in Iran sowie mit der Hizbullah im nördlichen Nachbarland Libanon. Einzelheiten zu einer möglichen Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist – wie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei Likud. Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels Militär habe zudem „weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus“.
Iranische Medien melden Explosionen in TeheranIranische Medien haben eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran gemeldet. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole. Das Ziel der neuen Angriffe war zunächst unklar. Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.
Israel meldet Zerstörung von Khameneis RegierungsfliegerIsraels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei genutzt worden sein soll. „Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen“, hieß es in einem auf Farsi verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.Irans oberster Führer Khamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Khamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.
China reagiert reserviert auf Trump-Forderung zu Straße von Hormus China reagiert zurückhaltend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Wegen der derzeitigen Situation stehe man in Kontakt mit allen Seiten, erklärt das Außenministerium in Peking. Man sei einer Deeskalation der Lage verpflichtet. Zur Drohung Trumps, den geplanten China-Besuch zu verschieben, sagt Ministeriumssprecher Lin Jian, man spreche mit den USA über die Besuchspläne. Die Diplomatie auf Ebene der Staatschefs spiele eine unersetzliche Rolle für die strategische Ausrichtung der Beziehungen.
Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes „verdächtige Aktivitäten am Himmel“ melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen abermals unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von „Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran“. Das Emirat Fudschaira meldete ein großes Feuer nach einem Drohnenangriff auf dortige Ölanlagen.
Schule bei Luftangriff in Zentraliran zerstörtBei einem Luftangriff in Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markasi sprach von einem Angriff des „zionistisch-amerikanischen Regimes“. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Chomein berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist „Vahid“ unter Berufung auf lokale Bewohner.
Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. „Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden“, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte.
Israelische Bodenoffensive im Süden Libanons Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hizbullah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien „Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.Die „Times of Israel“ hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen in Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hizbullah zerstört worden.
Trump: Iran nicht „bereit“ für Abkommen zur Beendigung des KriegesIran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht „bereit“ für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. „Ich glaube nicht, dass sie bereit sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Trump erklärte zudem, es gebe diplomatische Bemühungen, den Krieg zu beenden. „Ja, wir sprechen mit ihnen“, sagte der US-Präsident mit Blick auf die Führung in Teheran. Zugleich sagte Trump, er sei sich nicht sicher, ob er ein Abkommen zur Beendigung des Krieges schließen wolle. „Zuerst einmal weiß niemand so genau, mit wem man es überhaupt zu tun hat, weil die meisten ihrer Führung getötet wurden“, sagte er. Trump beharrte jedoch darauf, dass „sie verzweifelt ein Abkommen schließen wollen“.
Trump verschärft Druck auf US-MedienUS-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Irankrieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten - „in enger Abstimmung“ mit Iran.Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und „Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen „Nachrichten“-Organisationen“ nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von BagdadBei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen der Irankrieges derzeit aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafen-Gelände befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA.Geschosse schlugen den Angaben zufolge auch nahe des Flughafens bei einer Wasseraufbereitungsanlage und einem Gefängnis ein, in dem Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. Die irakische Regierung hatte sich erst kurz zuvor besorgt über Angriffe in der Nähe des Gefängnisses geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten „Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“.
Brand am Flughafen DubaiBei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten.Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter.