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26.05.2026
01:31 Uhr
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Der US-Präsident will iranische Uranvorräte in die USA bringen und dort vernichten +++ Die USA greifen Ziele in Iran an +++ Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Gespräche mit Iran dauern laut Rubio noch anDie Verhandlungen mit Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Qatar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was noch einige Tage dauern könne, sagt er. Zu den jüngsten US-Angriffen in Iran erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. „Die Meerengen müssen offen sein, sie werden auf die eine oder andere Weise offen sein“, sagte Rubio.
USA greifen Ziele in Iran anDas US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Die „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom). Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele.
Mehrere Explosionen im Iran nahe Straße von Hormus Außer in der iranischen Stadt Bandar Abbas sind iranischen Medienberichten zufolge auch in anderen Küstengebieten an der Straße von Hormus Explosionen zu hören. Die Ursachen seien unklar. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der strategisch wichtigen Meerenge.
Netanjahu ordnet Verstärkung der israelischen Angriffe in Libanon an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben eine Verstärkung der israelischen Militäroffensive gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz in Libanon angeordnet. „Ich habe eine noch größere Beschleunigung unserer Operationen befohlen“, sagte Netanjahu am Montag in einer auf der Onlineplattform Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Als Ziel nannte er, die Hizbullah zu „zerschlagen“.Die Hizbullah greife Israel mit Drohnen an, darunter Glasfaserdrohnen, sagte Netanjahu. Doch arbeiteten israelische Teams bereits an „Gegenmaßnahmen“ gegen diese Drohnenangriffe. „Wir werden unsere Angriffe verstärken, unsere Feuerkraft vermehren, und wir werden sie zerschlagen“, sagte der israelische Regierungschef.Zuvor hatten zwei rechtsextreme Minister in Netanjahus Kabinett eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Libanon gefordert. Es sei an der Zeit, dass Netanjahu gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump „eine entschlossene Haltung einnimmt und ihm mitteilt, dass Israel wieder in den Krieg in Libanon eintritt“, erklärte Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir im Onlinedienst X.
Irans Präsident ordnet Ende der Internetsperre anIrans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines „Sonderstabs“, der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden.Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet. Nach Angaben der Beobachtungsorganisation NetBlocks sind die meisten Iraner seit 87 Tagen vom Internet abgeschnitten. Lediglich einige Bürger könnten die staatlichen Sperren mit teuren VPN-Diensten umgehen.Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte „nationale Internet“ nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind.
Trump fordert muslimische Länder zu Abkommen mit Israel auf Mitten in den Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zum Irankrieg wirbt US-Präsident Donald Trump für eine diplomatische Annäherung zwischen muslimisch geprägten Ländern und Israel. Trump forderte in einem Post auf Truth Social Saudi-Arabien, Qatar, Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien auf, den sogenannten Abraham Abkommen beizutreten, bei denen Länder festhalten, ihre Beziehung zu Israel normalisieren zu wollen. Saudi-Arabien und Qatar sollten demnach mit einem Beitritt beginnen und alle anderen dem Beispiel folgen.Trump ging sogar so weit, dass er sich vorstellen könne, den Iran einzubinden. Falls Iran ein Abkommen mit den USA unterzeichne, wäre es eine „Ehre“, auch Iran Teil einer „beispiellosen Weltkoalition“ werden zu lassen, schrieb Trump.Alles über den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Beendigung des Irankriegs lesen Sie hier:
Iran: Oberster Führer Modschtaba Khamenei wurde nur „oberflächlich“ verletzt Der Oberste iranische Führer Modschtaba Khamenei ist nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums am ersten Tag der Angriffe Israels und der USA auf Iran Ende Februar nur „oberflächlich“ verletzt worden. Khamenei sei am 28. Februar mittags in ein Teheraner Krankenhaus in den Operationssaal gekommen, habe die Klinik aber schon am frühen Morgen danach wieder verlassen können, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, der Nachrichtenagentur ILNA.Der 56 Jahre alte Khamenei war seit seiner Ernennung zum Obersten Führer am 8. März nicht mehr öffentlich aufgetreten und hatte nur schriftliche Erklärungen veröffentlicht, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. „Abgesehen von oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen, die weder zu einer Amputation noch zu besonderen medizinischen Problemen führten, ist nichts Größeres passiert“, sagte Kermanpour nun. Die Verletzungen hätten mit „zwei oder drei Stichen“ genäht werden müssen, aber ansonsten seien „keine besonderen Eingriffe“ nötig gewesen.
Luftalarm im Persischen Golf aktiviertIm Persischen Golf hat die iranische Flugabwehr wohl eine „befeindete Drohne“ abgeschossen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Mehr berichtet, dass über der strategisch wichtigen Insel Qeshm, die in der Nähe der Straße von Hormus liegt, Luftalarm aufgelöst wurde.
Iranische Delegation für Gespräche in QatarDer iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi halten sich zu Gesprächen mit dem qatarischen Ministerpräsidenten in Doha auf. Dabei geht es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Konflikts, sagte ein mit dem Besuch vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Diskussionen konzentrieren sich demnach vor allem auf die Straße von Hormus und die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran. Auch der iranische Zentralbankchef gehört demzufolge der Delegation an. Er soll über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung verhandeln.
Iran richtet „bewaffneten Anführer“ der regierungskritischen Proteste hinIn Iran ist ein weiterer Mann im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Mann namens Abbas Akbari sei am Morgen gehängt worden, teilte die Justiz am Montag auf ihrer Website Misan Online mit. Er sei „einer der bewaffneten Anführer“ der Proteste in der zentral gelegenen Provinz Isfahan gewesen. Erst am Sonntag war in Iran ein Mann wegen des Vorwurfs der Spionage hingerichtet worden.Den Justizangaben zufolge war Akbari unter anderem wegen des Vorwurfs des „Krieges gegen Gott“ (Moharebeh) schuldig gesprochen worden. Verurteilt wurde er auch wegen der absichtlichen Zerstörung öffentlichen Eigentums, „mit der Absicht, sich gegen das System zu stellen, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu stören sowie wegen Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“.Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat sich die Zahl der Hinrichtungen in Iran erhöht – insbesondere in Fällen, in denen es um mutmaßliche Spionage oder sicherheitsrelevante Vorwürfe geht. Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
US-Außenminister Rubio: Haben Iran solides Angebot vorgelegtDie USA pochen im Konflikt mit Iran auf eine diplomatische Lösung, schließen aber laut US-Außenminister Marco Rubio andere Wege nicht aus. „Wir werden der Diplomatie jede Chance auf Erfolg geben, bevor wir die Alternativen prüfen“, sagt Rubio. Entweder gebe es ein gutes Abkommen, oder man müsse auf andere Weise mit der Situation umgehen. Rubio zufolge liegt ein „ziemlich solides“ Angebot auf dem Tisch. Dieses beziehe sich sowohl auf die Öffnung der Meerenge durch Iran als auch auf zeitlich befristete Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Er hoffe, dass dies gelinge, sagt der Minister.
Trump dämpft Hoffnung auf schnellen Iran-DealUS-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen zur Beendigung des Irankrieges gedämpft. „Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist“, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen. „Es darf keine Fehler geben!“Vor einer Woche hatte Trump noch Druck auf Teheran ausgeübt – und an gleicher Stelle geschrieben: „Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“
Nach monatelanger Blockade: Weitere Tanker verlassen Straße von HormusNach monatelanger Blockade wegen des Krieges der USA und Israels gegen Iran haben weitere Tanker die Straße von Hormus verlassen. Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ist am Montag auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von Kpler hervorging. Bereits am Samstag verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe saßen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem Monat über eine von Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen.Bereits in der vergangenen Woche hatten sich drei große Rohöltanker mit sechs Millionen Barrel auf den Weg nach China und Südkorea gemacht. Am Sonntag meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Marine der iranischen Revolutionsgarden, dass binnen 24 Stunden 33 Schiffe die Meerenge mit einer Genehmigung Irans passiert hätten. Dennoch bleiben die Auswirkungen des Konflikts auf die Handelsschifffahrt massiv: Etwa 20.000 Seeleute sitzen weiterhin auf Hunderten von Schiffen im Persischen Golf fest. Vor Ausbruch des Krieges passierten durchschnittlich 125 bis 140 Schiffe täglich die strategisch wichtige Meerenge. Der am 28. Februar begonnene Krieg hat die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung fließt, stark eingeschränkt.
Hizbullah-naher Rettungssanitäter in Libanon getötetBei neuen israelischen Angriffen im Süden Libanons sind am Sonntag nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Rettungssanitäter von der Hizbullah-nahen Organisation Islamisches Gesundheitskomitee, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Bei den Angriffen in der Gemeinde Arab Salim im Bezirk Natabieh seien weitere zehn Menschen verletzt worden, darunter sechs Nothelfer.Zwei der verletzten Rettungskräfte arbeiten den Angaben zufolge ebenfalls für das Islamische Gesundheitskomitee und die anderen vier für die Organisation Risalta, die zur Amal-Bewegung gehört. Diese Bewegung ist mit der pro-iranischen Hizbullah-Miliz verbündet.