FAZ 05.06.2026
13:24 Uhr

Liveblog Fußball-WM 2026: Ticket-Panne: FIFA vergibt WM-Karten versehentlich kostenlos


Liveblog zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vom 11.06. bis 19.07.2026 in den USA, Kanada und Mexiko | FAZ

Liveblog Fußball-WM 2026: Ticket-Panne: FIFA vergibt WM-Karten versehentlich kostenlos

Das Wasserflaschen-Verbot der FIFA für die Fußball-WM sorgt für Diskussionen und hat die Politik auf den Plan gerufen. Neben dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani nahm auch Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow den Weltverband in die Pflicht. Die FIFA hatte zuvor entschieden, dass Fußballfans trotz erwarteter Temperaturen von teils über 30 Grad selbst leere Wasserflaschen nicht mit in die Stadien in den USA, Mexiko und Kanada nehmen dürfen.Dies sei „besorgniserregend“, sagte Mamdani in einem Interview mit dem Portal The Athletic: „Das werden wir (mit der FIFA) weiterverfolgen, um die Gründe besser zu verstehen. Wir wollen nicht, dass jemand wegen der Wasserkosten im Stadion an Wasser spart, wenn er es sonst trinken würde.“Im Mai noch hatte der Weltverband als Stadionbetreiber während der WM verlauten lassen, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter mitgebracht werden dürften. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte ein FIFA-Sprecher nun, dass die Regeländerung aus Sicherheitsgründen erfolgt sei. The Athletic berichtete am Freitag, dass die Entscheidung von kommerziellen Erwägungen beeinflusst worden sein könnte.„Das ist reine Geldmacherei. Warum sollte man eine Wasserflasche kaufen, wenn man sein Wasser einfach mitbringen kann? Das ist günstiger und besser für die Umwelt“, sagte Torontos Bürgermeisterin Chow bei CTV News: „Das ist empörend. Sie wollen einfach nur noch mehr Geld verdienen. Sie machen doch schon Milliardenumsätze. Hört damit auf!“ Sie forderte die FIFA auf, die Entscheidung wiedergutzumachen, indem sie den Fans im Stadion kostenlos Wasser zur Verfügung stelle. Experten warnen davor, dass Fans durch die erwartete Hitze bei den WM-Spielen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein könnten. Ein im vergangenen Monat von der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ veröffentlichter Bericht war zu der Einschätzung gekommen, dass 26 der 104 WM-Spiele voraussichtlich unter Bedingungen ausgetragen werden, bei denen die sogenannte Wet-Bulb-Global-Temperature 26 Grad übersteigt – ab diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Sportler. (sid)

Kurz vor dem Start der Fußball-WM haben Menschenrechtsorganisationen vor einem „Klima der Angst“ gewarnt – und weiter Druck auf die FIFA ausgeübt. Der Weltverband verspreche „das größte und inklusivste Turnier“ der Geschichte, sagte Andrea Florence von der Sport and Rights Alliance in einer Medienrunde: Weniger als eine Woche vor dem Auftaktspiel der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) sehe die Realität vor Ort aber „völlig anders“ aus.Die FIFA trage erstmals eine WM unter einem Menschenrechtsrahmen aus, dennoch fehlten Schutzmaßnahmen. Die menschenrechtsfeindliche Rhetorik von US-Präsident Donald Trump, die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE oder Einreiseverbote hätten „einen dunklen Schatten auf das größte Sportereignis der Welt geworfen“, sagte Florence, die in einem Brief an FIFA-Präsident Gianni Infantino mehrere Forderungen mit Blick auf ICE, Einreisefragen oder zur Pressefreiheit gestellt hat. Darauf habe der Weltverband aber nur mit einer Erklärung zum Kinderschutz geantwortet.Vor allem die drohenden ICE-Razzien im WM-Umfeld treiben die Menschenrechtler um. Minky Worden von Human Rights Watch fordert eine Aussetzung der Einsätze. „Niemand kann die WM genießen, wenn die Gefahr besteht, am Stadioneingang von einer maskierten, nicht rechenschaftspflichtigen, missbräuchlichen Miliz nach seinem Pass gefragt zu werden“, sagte Worden: „Die Gefahren gehen über die Stadien hinaus, sie bestehen in den Gemeinden, in den Fanzonen.“ICE-Direktor Todd Lyons hatte im Februar erklärt, dass seine Behörde während der WM eine Schlüsselrolle für die Sicherheit spielen werde. In der Öffentlichkeit wachsen seitdem Bedenken, dass ICE auch rund um die WM-Spiele aktiv werden könnte. Bei Einsätzen von ICE-Agenten wurden zu Beginn des Jahres in Minneapolis zwei Menschen erschossen. (sid)

Deutschlands WM-Gruppengegner Elfenbeinküste hat Mitfavorit Frankreich vor der Fußball-Weltmeisterschaft eine bittere Testspielniederlage zugefügt. Das Team um Superstar Kylian Mbappé und den beiden Münchnern Michael Olise und Dayot Upamecano verlor vor den heimischen Fans in Nantes mit 1:2 (1:0) gegen die Ivorer.Rayan Cherki brachte das in der ersten Halbzeit überlegene Team von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps in der 45. Minute in Führung. Über fast die gesamte erste Hälfte dominierten die Franzosen die Partie. Mbappé (7.), Olise (20.) und Cherki (31.) ließen aber hochkarätige Torchancen sträflich aus. Guela Doué (53.) glich für die Elfenbeinküste mit dem Leipziger Bundesliga-„Rookie of the Season“ Yan Diomande nach der Pause aus. Amad machte in der 84. Minute die Überraschung gegen den Weltmeister von 1998 und 2018 perfekt.Frankreich trifft bei der WM-Endrunde in der Gruppe I auf Norwegen, Senegal und Irak. Die Elfenbeinküste spielt in der Gruppe E gegen Deutschland, Ecuador und Curaçao.Auch die Spanier taten sich in ihrem Testspiel schwer. Der Weltmeister von 2010 kam in La Coruna gegen den WM-Teilnehmer und Frankreichs Gruppengegner Irak nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Cheftrainer Luis de la Fuente musste allerdings auch auf Leistungsträger wie Lamine Yamal, Pedri, Rodri, Nico Williams und Marc Cucurella verzichten.Ferran Torres (16.) brachte die Spanier in Führung. Iraks Merchas Doski (27.) glich noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel dominierten die Iberer die Partie, konnten aber aus der Überlegenheit keinen Profit ziehen.Der Europameister von 2024 trifft bei der WM in der Gruppe H auf WM-Neuling Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay. Gegner des Irak sind in der Gruppe I Frankreich, Senegal und Norwegen. (dpa)

Bei der Fußball-WM werden erstmals auch die Ersatzspieler bei der üblichen Zeremonie vor dem Anpfiff mit auf dem Platz stehen. „Während der Nationalhymnen versammeln sich alle 26 Akteure jedes Teams um das Banner im Mittelkreis, damit jeder einzelne von ihnen – also nicht nur die Startelf – diesen symbolträchtigen Moment voller Stolz und Emotionen erleben kann“, gab die FIFA eine Woche vor dem Start in das Turnier bekannt. Der Weltverband kündigte an, dass die Teams beim Einlaufen von Kindern und Jugendlichen begleitet werden. „Die Zeremonie vor der Partie wird durch eine Reihe zusätzlicher visueller Elemente bereichert, darunter ein Banner im Mittelkreis, kleine Nationalflaggen sowie das charakteristische FIFA-Logo auf dem Spielfeld“, hieß es. Zum Handschlag der Spielführer und Mannschaftsfoto der Startelf sind die Ersatzspieler dann nicht mehr auf dem Feld. Die FIFA kündigte an, dass die Zeremonie im Verlauf des Turniers „um zusätzliche Elemente wie farbigen Rauch oder Pyrotechnik erweitert“ werde. Das Turnier in Mexiko, Kanada und den USA beginnt am kommenden Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel zwischen Ko-Gastgeber Mexiko und Südafrika in Mexiko-Stadt. Deutschland spielt erstmals am 14. Juni in Houston gegen Curaçao. (dpa)

Ko-Gastgeber Mexiko hat seine Generalprobe vor der Fußball-Weltmeisterschaft mit 5:1 gegen Serbien gewonnen. In Toluca geriet die Nationalmannschaft eine Woche vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen Südafrika zunächst in Rückstand, drehte dann aber auf und kann nun mit viel Schwung ins Turnier gehen. Petar Stanic brachte die nicht für die WM qualifizierten Serben in der 19. Minute in Führung und profitierte dabei von einer missglückten Abwehraktion der mexikanischen Innenverteidiger. Johan Vásquez (34. Minute) und ein Eigentor von Stefan Bukinac (45.+2) sorgten aber noch vor der Pause für die mexikanische Führung. Bukinacs Rückpass erwischte Torwart Filip Stankovic auf dem falschen Fuß und rollte ins Tor. Raúl Jiménez (57.), ein Eigentor von Adem Advic (72.) und Luis Chavéz (90.) sorgten für die weiteren Treffer der Gastgeber, die nach Schlusspfiff unter Feuerwerk von den Fans bejubelt wurden. Mexiko eröffnet die WM in Mexiko-Stadt am 11. Juni gegen Südafrika und trifft in Gruppe A zudem noch auf Tschechien und Südkorea. (dpa)

Aufatmen bei Breel Embolo und der Schweizer Fußballnationalmannschaft: Nachdem es zunächst Probleme mit dem Visum gegeben hatte, darf der Stürmer nun doch zu seinen Teamkollegen in die USA reisen, die sich dort in den letzten Vorbereitungen für die anstehende WM (11. Juni bis 19. Juli) befinden. Der Schweizer Fußballverband (SFV) teilte am Donnerstagabend mit, darüber informiert worden zu sein, „dass das Visum für Breel Embolo genehmigt wurde. Er kann somit am Freitag in die USA reisen.“Der WM-Tross der Schweizer war am Dienstag ohne Embolo aufgebrochen. Die elektronische Reisegenehmigung (ESTA) des Spielers sei bis Dienstagmorgen zwar bewilligt gewesen, wie es von Seiten des SFV hieß, „zweieinhalb Stunden vor dem Abflug erhielten wir jedoch die Mitteilung, dass für sein ESTA zusätzliche Abklärungen erforderlich seien.“Demnach sei Embolo von der US-Botschaft in Bern darüber informiert worden, „dass sie die Gerichtsdokumente zu einem abgeschlossenen und seit diesem Frühjahr rechtskräftigen Urteil im Zusammenhang mit einer ausgesprochenen Drohung aus dem Jahr 2018 benötigt“, hieß es zudem vom Verband. „Konkret ging es bei den Abklärungen auf der Botschaft um die Frage, ob physische Gewalt zur Anwendung gekommen war. Dies war nicht der Fall.“Embolo, der bei Stade Rennes unter Vertrag steht und einst auch für Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach spielte, ist im Team von Trainer Murat Yakin als Stammspieler vorgesehen. Die Mannschaft bestreitet am Samstag in San Diego ein letztes Testspiel gegen Australien. Bei der WM trifft die Schweiz in der Gruppe B auf Katar, Ko-Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina. (sid)

Nationalspieler Nathaniel Brown hat das Thema Wechselabsichten zum FC Bayern München im Trainingscamp des deutschen WM-Kaders in Chicago konsequent abgeblockt. „Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM. Deshalb werde ich das nicht kommentieren“, sagte der 22 Jahre alte Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt in Chicago in einer digitalen Medienrunde.Die Bayern streben offensichtlich eine Verpflichtung des vielseitig einsetzbaren Profis an. Wie der TV-Sender Sky und die „Bild“-Zeitung berichten, ist sich der deutsche Rekordmeister mit Brown über einen Wechsel in diesem Sommer mündlich einig. Brown trug nicht zur Aufklärung bei. „Es geht um die WM, darum kümmere ich mich jetzt. Voller Fokus auf die WM“, wiederholte der viermalige Nationalspieler.Der WM-Teilnehmer soll demnach einen Vertrag bis Ende Juni 2031 bekommen. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl soll über den Transfer bereits in direktem Kontakt mit seinem Frankfurter Kollegen Markus Krösche stehen. Brown habe sehr positive Gespräche mit Bayern-Coach Vincent Kompany geführt, wie es heißt. Allerdings soll die Eintracht rund 65 Millionen Euro Ablöse für den in Frankfurt vertraglich noch bis zum Sommer 2030 gebundenen Profi fordern. Die Eintracht dürfte Zeit haben, schließlich könnte Brown seinen Marktwert bei der WM auch noch weiter erhöhen. Der Defensivspieler, der auch rechts verteidigen und im Mittelfeld spielen kann, war vor zwei Jahren vom Zweitligaverein 1. FC Nürnberg nach Frankfurt gewechselt. Dort hat er sich rasant weiterentwickelt und in der abgelaufenen Bundesliga-Saison auch den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. (dpa)

Schwedens Nationalmannschaft hat auch bei ihrer WM-Generalprobe nicht überzeugt und reist mit einigen Sorgen nach Nordamerika. Die „Tre Kronor“ kamen mit dem Dortmunder Daniel Svensson in der Startelf in Solna gegen die nicht qualifizierten Griechen zu einem 2:2 (0:1) und zeigten dabei wieder einige Schwächen. Am Montag hatte Schweden bereits das skandinavische Duell in Norwegen 1:3 verloren.Arsenal-Star Viktor Gyökeres (53.) glich die Halbzeit-Führung der Griechen durch Konstantinos Tsimikas (10.) aus. Nach vielen Wechseln Mitte des zweiten Durchgangs brachte der frühere Wiesbadener Gustaf Nilsson (69.) die Schweden in Führung, doch tief in der Nachspielzeit egalisierte der frühere Bochumer Georgios Masouras (90.+5) den Spielstand. (sid)

Manuel Neuer setzt seinen Comeback-Plan fort. Der deutsche Rekordtorwart war beim Teamtraining der Nationalmannschaft in Chicago wieder mit auf dem Platz. Wie der Deutsche Fußball-Bund bestätigte, ging der „Belastungsaufbau“ nach der Muskelverhärtung in der linken Wade weiter. Welche Übungen der 40-Jährige konkret absolvieren konnte, wurde nicht mitgeteilt. Neuer selbst hatte bei Instagram zuletzt Videoaufnahmen gepostet, die ihn beim Training in Amerika zeigen. Ob er bei der WM-Generalprobe gegen die USA am Samstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu DFB-Länderspielen und bei RTL) im Soldier Field sein Comeback im DFB-Team nach fast zwei Jahren feiert, will Bundestrainer Julian Nagelsmann erst am Freitag (19.30 Uhr MESZ) bei der DFB-Pressekonferenz im Stadion verkünden.Nagelsmann hatte zuletzt versichert, dass es keinen Grund für Eile oder Risiko gäbe. Neuer könne auch im ersten WM-Spiel am 14. Juni in Houston gegen Curaçao sein Comeback feiern. Vor dem Abflug in die USA hatte ihn gegen Finnland (4:0) Oliver Baumann vertreten, der auch die komplette WM-Qualifikation im deutschen Tor gestanden hatte. Bei der Übungseinheit im Endeavor Health Performance Center waren alle weiteren 25 WM-Spieler sowie Trainingstorwart Jonas Urbig dabei. Nagelsmann kann also abseits der Neuer-Personalie ohne weitere Fragezeichen die WM-Vorbereitung vorantreiben. (dpa)

Abgebrochene Laternenstangen als Rammböcke, eingeschlagene Fensterscheiben und Flammen im Bildungsministerium – nur eine Woche vor dem Start der WM sind die Lehrerproteste in Mexiko-Stadt eskaliert. Der Druck auf die Regierung wächst, die Lage am Ort des Eröffnungsspiels ist beunruhigend.„Wenn es keine Lösung gibt, wird der Ball nicht rollen“, skandierte die teils vermummte Menge mit Blick auf das WM-Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika im legendären Aztekenstadion (11. Juni). Die Wut unter den Lehrern ist riesig. Mit abgebrochenen Laternenstangen bewaffnete Demonstranten stürmten das Hauptquartier des Bildungsministeriums in Mexiko-Stadt, es brachen auch einige kleinere Brände aus. Die Polizei setzte wie in den vergangenen Tagen erneut Pfefferspray ein.Während eine abgespaltene Gruppe der Lehrergewerkschaft CNTE wegen der bisher erfolglosen Verhandlungen für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt weiter zum „Boykott“ der WM aufruft, setzt Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum auf Deeskalation. Sie werde nicht „in die Falle tappen“ und die Proteste deswegen nicht niederschlagen lassen. „Sie wollen, dass wir im Vorfeld der Weltmeisterschaft auf Repression zurückgreifen“, sagte sie mit Blick auf die Randalierer. Dies werde die Regierung nicht tun.Seit Tagen halten die protestierenden Lehrer das Land in Atem. Am Dienstag hatten Teilnehmer riesige Fußballerfiguren, die für die WM im Zentrum von Mexiko-Stadt aufgestellt wurden, umgeworfen. Sie rissen den Figuren die Trikots ab und setzten sie teilweise in Brand. Am Montag hatten sie versucht, die Plaza de la Constitución, auf der während der WM eine gigantische Fanparty stattfinden soll, zu besetzen. (sid)

Bei den Spielen der anstehenden Fußballweltmeisterschaft dürfen Fans selbst leere Wasserflaschen nicht mit ins Stadion nehmen. Dies verkündete der Weltfußballverband Fifa am Mittwoch in den USA. Bei dieser Entscheidung handele es sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“. Damit werden Fans gezwungen, sich bei Bedarf Wasser im Stadion zu kaufen – die Preise sind vielerorts heftig.„Um jegliche Unklarheiten auszuschließen“, erklärte die Fifa, dass während der WM „wiederverwendbare Wasserflaschen auf dem Stadiongelände nicht erlaubt sind“. Damit änderte sie kurz vor Beginn des Turniers ihre Vorschriften. Zuvor hatte es in den Stadionrichtlinien noch geheißen, dass „leere, durchsichtige und wiederverwendbare Flaschen“ mit bis zu einem Liter Fassungsvermögen ins Stadion gebracht werden dürften. Diese hätten dann an Wasserhähnen oder Trinkbrunnen aufgefüllt werden können – dies wurde nun gut eine Woche vor Beginn des Turniers verboten.

Die Nationalmannschaft der Niederlande hat den Härtetest in der Vorbereitung auf die WM verloren. Gegen das ebenfalls für das XXL-Turnier qualifizierte Algerien unterlag das Team von Bondscoach Ronald Koeman im De Kuip in Rotterdam mit 0:1 (0:0) – ausgerechnet durch ein spätes Traumtor und den ersten Länderspieltreffer von Anis Hadj Moussa (86.), der bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag steht.Insgesamt hatte die Niederlande mehr vom Spiel, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Luca Zidane, Sohn von Frankreichs Ikone Zinédine Zidane, im Tor der Algerier, bei denen Mohamed Amoura von Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg in der Startelf stand. Nach dem Spiel gab es Pfiffe und Buhrufe, „die niederländische Nationalmannschaft besteigt mit hochroten Köpfen, aber glücklicherweise unverletzt, das Flugzeug nach Amerika“, schrieb \"De Telegraaf\".Am Montag (20.45 Uhr bei DAZN) will sich Oranje nun in New York gegen Fußballzwerg Usbekistan das nötige Selbstvertrauen für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) holen. Ebenso wie Deutschland startet der dreimalige WM-Zweite am 14. Juni gegen Japan in die WM. Die weiteren Gegner in der Gruppe F heißen Schweden (20. Juni) und Tunesien (26. Juni). Algerien trifft in der Gruppe J auf Weltmeister Argentinien (17. Juni), Jordanien (23. Juni) und Österreich (28. Juni). (sid)

Kai Havertz kann endlich als WM-Nachzügler loslegen. „Ich freue mich hier zu sein jetzt. Die Vorfreude war das ganze Jahr schon da. Und persönlich war es für mich wichtig, so früh wie möglich zur Mannschaft zu stoßen“, sagte der 26-Jährige nach seiner Ankunft im Kreise der Nationalmannschaft. Der Offensivspieler will in Chicago möglichst schnell die Enttäuschung des verlorenen Champions-League-Duells mit dem FC Arsenal abschütteln. Ein neues Ziel wartet. Beim ersten DFB-Training auf der Anlage von MLS-Klub Chicago Fire war Havertz gleich mit dabei. Das Länderspiel-Comeback von Manuel Neuer bei der WM-Generalprobe gegen die USA an diesem Samstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu DFB-Länderspielen und bei RTL) bleibt dagegen weiter mit einem Fragezeichen versehen. Der 40-Jährige befindet „sich weiter im Belastungsaufbau“, wie der DFB nach der Einheit vermeldete.Havertz wiederum berichtete, dass Neuer bei dem für Medien und Zuschauer geschlossenen Training schon auf dem Platz stand. „Ich weiß jetzt nicht, ob er schon alles mitgemacht hat. Ich habe beim Torwarttraining nicht zugeguckt“, sagte der Feldspieler. Bayern-Kapitän Neuer hatte sich am letzten Bundesliga-Spieltag Mitte Mai eine Verhärtung an seiner linken Problemwade zugezogen. Nagelsmann will bei dem Teamsenior kein Risiko eingehen. Beim 4:0 im vorletzten WM-Test gegen Finnland hatte er pausiert. Ein Einsatz und damit auch ein körperlicher Härtetest gegen die USA eine Woche vor dem ersten WM-Gruppenspiel wäre aber schon wichtig. (dpa)

Hoher Besuch für die schwedische Nationalmannschaft vor dem letzten WM-Test: Prinz Daniel schaute am Tag vor dem Spiel gegen Griechenland bei der Auswahl von Graham Potter vorbei. Prinz Oscar, der zehnjährige Sohn von Kronprinzessin Victoria und Daniel, war ebenfalls dabei und trug standesgemäß ein Trikot von Starstürmer Alexander Isak.„Das war wirklich super. Man trifft schließlich nicht jeden Tag Prinzen“, sagte Mittelfeldspieler Benjamin Nygren nach dem Training. Prinz Daniel und Prinz Oscar plauderten mit den Profis, schauten in die Umkleidekabine und wünschten der Mannschaft viel Glück für die anstehende Weltmeisterschaft. Schweden startet am 15. Juni in Monterrey gegen Tunesien ins Turnier. (sid)