FAZ 15.03.2026
13:43 Uhr

Jürgen Habermas: Sollte er nicht ewig leben?


Jürgen Habermas prägt die Philosophie und Gesellschaftstheorie nachhaltig. Sein Tod markiert das Ende einer Epoche und hinterlässt eine große Lücke. Nicht nur bei seinen Schülern und Weggefährten.

Jürgen Habermas: Sollte er nicht ewig leben?

Auch wenn damit seit Wochen zu rechnen war – er wollte nicht mehr, wollte der Zerstörung seiner Hoffnungen auf ein demokratisches Europa und eine friedliche Weltordnung nicht länger passiv zusehen – erfasst mich anlässlich der nackten Tatsache nun doch ein großer Schock. Hatten wir, die ihm nahestanden, nicht irgendwie geglaubt, Jürgen Habermas werde ewig leben und uns in der Misere dieser Welt nicht alleine lassen?

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Jürgen Habermas hält am Projekt einer noch nicht abgeschlossenen Moderne fest. Und sieht in ihr Rationalität walten, die zu besseren Verhältnissen führt. Und zu mehr Demokratie.

In Berlin wird heftig über den Problempark diskutiert. Nur nicht darüber, wie man ihn einladender machen könnte. Dabei wäre das nicht schwer.

Sogar mit Michel Foucault hätte er sich nach eigenen Worten anfreunden können. Über die erstaunlichen Einsichten Starnberger Kneipengespräche mit meinem Nachbarn Jürgen Habermas.

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