FAZ 01.06.2026
14:27 Uhr

In Deutschland: So wenig Abfall wie seit 2009 nicht mehr


Das Abfallaufkommen in Deutschland geht 2024 deutlich zurück. Das gilt jedoch nicht für den Abfall aus privaten Haushalten.

In Deutschland: So wenig Abfall wie seit 2009 nicht mehr

In Deutschland wurde im Jahr 2024 weniger Abfall produziert. So ist das Aufkommen auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009 zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Laut den vorläufigen Ergebnissen entstanden 362,7 Millionen Tonnen Abfälle – 4,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Der bislang höchste Wert wurde im Jahr 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen gemessen, der niedrigste im Jahr 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen. Die Statistiker gaben die Zahlen anlässlich des Tags der Umwelt (5. Juni) bekannt.  Bau- und Abbruchabfälle sanken am deutlichsten (minus 8,1 Prozent) auf 182,8 Millionen Tonnen. Sie machen etwa die Hälfte des Abfallaufkommens aus. Übrige Abfälle – insbesondere aus Produktion und Gewerbe – nahmen um 4,1 Prozent ab auf 45,1 Millionen Tonnen, gefolgt von den bereits in einer Abfallbehandlungsanlage bearbeiteten Sekundärabfällen mit minus 2 Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen. Abfälle aus privaten Haushalten nehmen leicht zu Das Aufkommen an Abfällen aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen wuchs dagegen um 4,5 Prozent auf 29,5 Millionen Tonnen. Die Menge an Siedlungsabfällen, das sind insbesondere Abfälle aus privaten Haushalten, stieg leicht um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen, ihr Anteil am Gesamtaufkommen liegt bei etwa 14 Prozent. Laut den Angaben wurden insgesamt 296,2 Millionen Tonnen Abfälle verwertet. Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 Prozent. Diese Quote blieb demnach seit dem Jahr 2019 unverändert. Die verbleibenden Abfälle seien entweder auf Deponien abgelagert (16,3 Prozent) oder thermisch (0,8 Prozent) beseitigt worden, hieß es. 1,2 Prozent seien durch eine „sonstige Behandlung“ beseitigt worden.