FAZ 28.07.2026
16:05 Uhr

Hollywood: Presley-Sohn bittet um Spenden


Navarone Garibaldi will ein Biopizza-Unternehmen starten. Auf das Millionen-Vermögen seiner Mutter Priscilla Presley will er dafür aber nicht zurückgreifen.

Hollywood: Presley-Sohn bittet um Spenden

Es klingt wie ein ganz gewöhnlicher Aufruf auf einer Crowdfunding-Plattform: „Ich wollte schon immer mein eigenes Unternehmen gründen, aber Marketing und Werbung stehen mir dabei immer im Weg. Hinzu kommt, dass ein stationäres Geschäft weitere Kosten verursacht.“ Auf Crowdfunding-Plattformen wie Gofundme können Menschen andere nach Spenden fragen, zum Beispiel für private Notlagen, kreative Ideen oder um ein Geschäft zu finanzieren. Vor allem Gründer nutzen solche Plattformen gerne, um eine Start-up-Idee zu finanzieren. Doch ungewöhnlich ist, wer in diesem Fall nach dem Geld fragt: Navarone Garibaldi. Der Name sagt Ihnen nichts? Der seiner Mutter aber vermutlich schon. Bei Garibaldi handelt es sich um den Sohn von Priscilla Presley, die von 1967 bis 1973 mit Elvis Presley verheiratet war. Der 39 Jahre alte Garibaldi stammt aus einer späteren Beziehung mit dem Drehbuchautor und Regisseur Marco Garibaldi. Nun will der Presley-Sohn, der auch als Musiker arbeitet, ein „erschwingliches Biopizza-Unternehmen“ von seiner Einfahrt in Los Angeles aus starten – und fragt dafür auf der Crowdfunding-Plattform Gofundme nach Geld. Für einen Pizzaofen benötige er 8500 Dollar – 3000 davon habe er selbst angespart, für die restlichen 5500 brauche er Hilfe. Auf Gofundme spenden keine bekannten Investoren große Summen, sondern meist Privatpersonen kleine Beträge, um andere finanziell zu unterstützen. Der Spendenaufruf von Garibaldi brachte ihm einiges an Kritik ein. Denn seine Mutter, Priscilla Presley, hat ein geschätztes Vermögen von 50 Millionen Euro. Wieso fragt er also Fremde nach Geld? Garibaldi sieht darin kein Problem: Seine Mutter finde die Idee zwar gut, schreibt Garibaldi auf der Plattform Instagram. Er könne sie jedoch nicht bei jeder Idee um Geld bitten. „Sonst wären wir am Ende beide pleite.“ Und sowieso: Niemand müsse etwas spenden. Wer es tue, bekomme aber im Gegenzug Pizza in Los Angeles – für eine Spende von 25 Dollar gebe es zwei Pizzen. Das gelte aber nur, solange er genug Pizza übrig habe. Sein Ziel erreichte Garibaldi trotz aller Kritik: Bisher gingen 6133 Dollar ein (Stand: 28.07.) – mehr als die 5500 Dollar, um die er gebeten hatte.