FAZ 10.01.2025
18:59 Uhr

Drohungen der USA: Darum träumt Trump von Grönland


Folgt der Intervention in Venezuela bald eine in Grönland? Abermals hat US-Präsident Trump eine Annexion der autonomen dänischen Insel angedroht. Aus Sicht von Washington gäbe es dafür gute ökonomische wie strategische Gründe.

Drohungen der USA: Darum träumt Trump von Grönland

Kaum haben US-Truppen Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro abgesetzt und in Fesseln ausgeflogen, richtet sich Donald Trumps Blick wieder in den Norden „Wir brauchen Grönland“, sagte der US-Präsident. Vor Weihnachten erst hatte er angekündigt, dass die Regierung einen US-Sonderbeauftragten für die Insel berufen werde – die zwar selbstverwaltet, aber Teil des Nato-Partners Dänemarks ist. Die Regierung in Kopenhagen hat ihn abermals aufgerufen, die „Drohungen“ zu unterlassen. Und Grönlands Premier Jens Frederik Nielsen sagte, eine amerikanische Übernahme der Insel sei eine „Fantasterei“: „Es reicht!“.

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
12,80 € jetzt nur 0,99 €

Der Krieg in Iran stürzt die Welt in eine Energiekrise. In China reichen die Gasreserven nur wenige Wochen. Wollte Trump mit dem Schlag den großen Konkurrenten treffen?

Eiweißreiche Milchprodukte sind im Aufwind. Das Beispiel Skyr zeigt, wie der Proteintrend zum lohnenden Geschäft für Molkereien und Händler wird. Kritiker sehen vor allem teure Etiketten.

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert von den Deutschen mehr Arbeitseinsatz – und ist damit nicht allein. Der Autor Richard David Precht hält dagegen, seine Argumente sind aber ökonomisch unterkomplex.

Leiter F.A.Z. PRO Weltwirtschaft

Schlagworte: