FAZ 07.05.2026
15:18 Uhr

Deutsche ESC-Kandidatin: Sarah Engels landet ohne Koffer und Kostüme in Wien


„Nehmt es mir nicht übel, wenn ich im Schlafanzug auftrete“: Deutschlands ESC-Kandidatin ist in Wien gelandet, allerdings ohne ihr Gepäck. Und das vor ihrer ersten Probe an diesem Donnerstag.

Deutsche ESC-Kandidatin: Sarah Engels landet ohne Koffer und Kostüme in Wien

Ob das ein schlechtes Omen ist? Sarah Engels, Deutschlands diesjährige Kandidatin für den Eurovision Song Contest (ESC), ist am Mittwochnachmittag in Wien gelandet – aber ohne ihren Koffer. Auch am Donnerstag, kurz vor ihrer ersten Probe um 15 Uhr auf der großen Bühne der Stadthalle, gab es noch keine Entwarnung. Auf Instagram schrieb die Dreiunddreißigjährige dazu, dass die Fluggesellschaft Eurowings ihren Koffer nicht finde, „mit sämtlichen Kostümen und Outfits für den Eurovision. Also wenn ich dann im Schlafanzug auftrete, nehmt es mir nicht übel.“ Dazu stellte sie ein trauriges Emoji. Bei ihrer Abreise in Köln hatte Engels noch stolz davon gesprochen, wie surreal es sich anfühle, „mein ganzes Land“ vertreten zu dürfen, nicht nur die Straße, in der sie wohne, oder die kleine Stadt, in der sie groß geworden sei. Engels ist in Hürth bei Köln aufgewachsen. In Wien wurde sie schon am Flughafen von deutschen Fans mit deutschen Fahnen begeistert empfangen. Auch Engels hatte eine Deutschlandfahne im Handgepäck dabei, die sie eigens für Wien noch kurzfristig bestellt hatte, wie sie in einer Story auf Instagram erzählte. Kurz vor ihrer Reise nach Wien hatten sich Fans um Sarah Engels gesorgt. Wie sie auf Instagram mitteilte, litt sie an einem Virus und benötigte eine Infusion. Offenbar halten ihre gesundheitlichen Beschwerden an. In einer Instagram-Story, die sie nach ihrer Ankunft in Wien veröffentlicht hat, fragt sie nach Tipps für einen Physiotherapeuten oder Chiropraktiker in Wien. Auf dem dazugehörigen Bild sind Wärmepflaster und Tigerbalm zu sehen. Sarah Engels ist im ersten Halbfinale zu sehen Sarah Engels vertritt Deutschland mit dem Lied „Fire“, dessen Text sie mitverfasste. Bekannt wurde sie vor 15 Jahren durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Im Finale der damals achten Staffel belegte sie den zweiten Platz. In Wien ist sie zum ersten Mal mit ihrer „Fire“-Inszenierung am nächsten Dienstagabend im ersten Halbfinale zu sehen. Allerdings ohne dass über ihren Auftritt abgestimmt werden muss. Deutschland ist als eines der großen vier Länder (eigentlich wären es fünf, aber Spanien boykottiert wegen der Teilnahme Israels den diesjährigen ESC) im Finale am Samstag in neun Tagen gesetzt.