Ermittlern des baden-württembergischen Landeskriminalamts (LKA) ist es gelungen, die kriminelle Infrastruktur von Betrügern, die im Internet vermeintliche Anlagegeschäfte betreiben, teilweise zu zerschlagen. Im Zuge der „Operation Herakles“ konnten Mitarbeiter des Cybercrime-Centers in Karlsruhe erreichen, dass 9304 deutsche Rufnummern von Betrügern abgeschaltet werden konnten. Es handelt sich größtenteils um Rufnummern von Kriminellen, die „Cyber-Trading“-Geschäfte anbieten. In den sozialen Medien oder auf Internetseiten werden arglose Bürger animiert, vermeintlich gute Geldanlagen zu tätigen. Tatsächlich steckt dahinter ein Anlagebetrug in großem Stil („Cyber-Trading-Fraud“). Gegen einige Telekommunikationsunternehmen hat die Bundesnetzagentur zudem aufsichtsrechtliche Maßnahmen eingeleitet, um die missbräuchliche Registrierung von Telefonnummern durch kriminelle Anlagebetrüger künftig besser zu verhindern. „Broker“ wollen Zugriff auf PC Das Landeskriminalamt warnt die Bürgerinnen und Bürger davor, sich bei unseriösen Trading-Plattformen anzumelden und vertrauliche Daten oder etwa Zugangsdaten für das Onlinebanking herauszugeben. Die kriminellen Täter setzen häufig auch mutmaßliche „Broker“ ein, die dann sogar von ihren vermeintlichen Kunden verlangen, sich Zugriff auf ihren PC verschaffen zu dürfen. Meistens wird zu Beginn der Anbahnung eines kriminellen Anlagegeschäfts eine Investition in Höhe von 250 Euro vorgeschlagen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) weist im Zusammenhang mit den Ermittlungen ausdrücklich darauf hin, dass Unternehmen, die Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbieten, dies nicht ohne Genehmigung tun können.
