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15.09.2026
20:33 Uhr
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Vorbild soll US-amerikanische Aufsichtsorganisation Finra sein +++ DeepL rüstet Sprach-KI auf +++ SpaceX gewinnt ersten Kunden für Rücktransport aus dem All +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahmDer Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ProRail legten bislang unbekannte Täter auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre über die Gleise. Insgesamt seien an 30 Stellen solche und ähnliche Materialien entdeckt worden.Es sei klar, dass die Rohre \"dort vorsätzlich abgelegt\" wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien.Der niederländische Regierungschef Rob Jetten bezeichnete die Sabotageakte als \"lebensgefährlich\". Sie ziele darauf ab, \"die Gesellschaft zu destabilisieren\", sagte Jetten laut ANP. Er könne sich aber bislang nicht dazu äußern, ob es sich um Terrorismus handele oder nicht. Dafür müssten die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden.Laut Polizei wurden nach der Räumung der Gleise am Morgen an mehreren der Stellen erneut Materialien entdeckt, die zu Störungen hätten führen können. Der Bahnverkehr sei dennoch bis gegen Mittag weitgehend normalisiert worden, hieß es von ProRail.Der Zugverkehr war am Morgen rund um Zwolle zeitweise komplett zusammengebrochen. Auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer verkehrten keine Züge. Die Probleme hätten sich aber als kontrollierbar erwiesen: An den betroffenen Bahnhöfen sei es \"etwas voller als sonst\" gewesen, sagte die ProRail-Sprecherin. (dpa-AFX)
DeepL rüstet Sprach-KI auf: Echtzeit-Übersetzung mit eigener Stimme Das Kölner KI-Startup DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit deutlich aus. Mit neuen Sprachmodellen für die Anwendung \"DeepL Voice\" will der deutsche KI-Vorreiter nicht mehr nur gesprochene Wörter übersetzen, sondern auch den individuellen Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen über Sprachgrenzen hinweg bewahren. Damit will sich das Kölner Unternehmen gegen die Konkurrenz von US-Technologiekonzerne wie Microsoft, OpenAI und Google behaupten. Bislang lieferte die vor gut einem Jahr gestartete Lösung vor allem Untertitel in Videokonferenzen. Nun rückt die direkte Voice-to-Voice-Übersetzung ins Zentrum: Eine neu vorgestellte Desktop-App für Windows und Mac klinkt sich nahtlos in Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ein. Sprecher können in über 30 Sprachen übersetzt werden; die Funktion \"Speaker Match\" erhält die Stimmidentität dabei zunächst in 14 Sprachen aufrecht.\"Über die Stimme zeigen wir, wer wir sind. Sie transportiert weit mehr als nur Worte\", sagte Gründer und CEO Jarek Kutylowski der Deutschen Presse-Agentur (dpa). \"Ziel ist, dass man sich zurücklehnen kann und vergisst, dass überhaupt eine KI-Übersetzungslösung dazwischensteht\", sagte Kutylowski. Wenn etwa jemand aufgeregt oder hastig spreche, solle dies auch im übersetzten Tonfall spürbar werden.Der Fokus des Kölner KI-Spezialisten liege klar auf Firmenkunden: \"Für Unternehmen geht es nicht nur darum, an einzelnen Stellen eine E-Mail oder ein Meeting zu übersetzen. Es geht darum, ein größeres System aufzubauen, das Dokumente und Sprache einheitlich handhabt und die unternehmensspezifische Terminologie über alle Kanäle hinweg konsistent übernimmt.\"DeepL hatte zuletzt im Mai mit einem angekündigten Stellenabbau Schlagzeilen gemacht. Kutylowski hatte damals angekündigt, dass das Personal um 250 Stellen reduziert wird - rund ein Viertel der Belegschaft. Hintergrund seien die veränderten Arbeitsabläufe in der KI-Ära gewesen. Das 2017 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und zählt über 200.000 Geschäftskunden. Zu den Geldgebern gehören renommierte Wagniskapitalgeber wie Benchmark, IVP und Index Ventures. (dpa)
SpaceX gewinnt ersten Kunden für Rücktransport aus dem AllDas US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat für sein neues Geschäftsfeld Starfall den ersten Kunden gewonnen. Das auf die Integration von Weltraumfracht spezialisierte Unternehmen Space Cargo habe einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, erklärte dessen Chef Nicolas Gaume der Nachrichtenagentur Reuters. Die Mission sei für das Jahr 2028 an Bord des ersten kommerziellen Fluges des neuen SpaceX-Raumschiffs Starship geplant. Starfall ist ein Dienst für den Rücktransport von Produkten und anderer Fracht aus der Erdumlaufbahn.Das in Luxemburg ansässige Unternehmen Space Cargo werde sein \"BentoBox\"-System in der Starfall-Kapsel unterbringen. Damit positioniere sich Space Cargo als Integrator im SpaceX-Programm und plane, künftig weitere solcher Missionen zu buchen, so Gaume. \"Mit unseren derzeitigen Systemen transportieren wir 200 Kilogramm, aber mit Starship und Starfall werden wir Nutzlasten von Kunden im Tonnenbereich befördern – und genau das ist unser Ziel\", fügte er hinzu.Der Rücktransport aus dem All gilt als Zukunftsmarkt, etwa für die Pharmaforschung oder die Herstellung von Glasfaserkabeln unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit. Der Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk tritt dabei in Konkurrenz zu kleineren Anbietern wie Varda Space aus den USA oder dem deutschen Start-up ATMOS Space Cargo. Das Starship-Programm von SpaceX ist jedoch seit Jahren im Verzug. Der erste kommerzielle Flug im Jahr 2028 deutet darauf hin, dass die Rakete in den kommenden Jahren zunächst für interne Missionen wie den Transport von Starlink-Satelliten eingesetzt wird. (Reuters)
KI von Mistral soll Total Energies bei Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen helfenDer französische Mineralölkonzern Total Energies setzt bei der Erkundung fossiler Förderstätten auf Künstliche Intelligenz (KI). Er gab am Dienstag in Paris eine dreijährige Partnerschaft mit dem französischen KI-Unternehmen Mistral bekannt, die mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro verbunden ist. Ziel sei, eine neue Generation von KI-Spitzenmodellen zu entwickeln, um die Geowissenschaftler des Konzerns „bei der Exploration, Charakterisierung und Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten zu unterstützen“.Exploration und Lagerstättenplanung gehörten zu den Bereichen, in denen KI „den größten Mehrwert für unsere Aktivitäten“ schaffen könne, erklärte Total-Energies-Chef Patrick Pouyanné. Geowissenschaftliche Daten eines gesamten Jahrhunderts – kombiniert „mit dem Fachwissen unserer Teams und den Kompetenzen von Mistral“ – sollten die Entwicklung einer neuen Generation von Tools ermöglichen, „die unsere Experten bei der Analyse komplexester Daten und bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen“. Geplant ist dem Energiekonzern zufolge die Einrichtung eines gemeinsameseines gemeinsamen Forschungslabors. Die KI-Modelle sollen dann nicht nur Szenarien für die Erschließung neuer Förderstätten liefern, sondern auch für „die Optimierung und Verlängerung der Lebensdauer bestehender Projekte“. Die Partnerschaft unterstreiche zudem das Engagement von Total Energies, „zur Entwicklung eines leistungsstarken europäischen digitalen Ökosystems beizutragen“, erklärte Pouyanné.
Musk lässt Wettbewerbsklage gegen Apple fallenTech-Milliardär Elon Musk verfolgt eine Klage, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft, nicht weiter. Er hatte den iPhone-Konzern sowie den ChatGPT-Erfinder OpenAI vor gut einem Jahr vor Gericht gezerrt. Musks Behauptung damals: Apple behindere andere Chatbots wie seine Software Grok, um ChatGPT einen Vorteil zu verschaffen. Jetzt hieß es in Gerichtsunterlagen, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt worden - ohne Details dazu, auf welche Weise genau. Die Klage gegen OpenAI bleibe aber bestehen. Musk, einst ein früher Investor bei dem ChatGPT-Entwickler, führt schon seit Jahren eine Fehde gegen OpenAI-Chef Sam Altman.Musks Vorwürfe gegen Apple gingen auf eine 2024 vorgestellte Kooperation des Konzerns mit OpenAI zurück. Dabei können Nutzer von iPhones und anderen Geräten Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen. Kurz bevor Musks Rückzieher bekannt wurde, führte Apple in den USA eine neue Version von Siri ein, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz verbessert wurde. Sie wurde bei Apple selbst entwickelt - Googles KI-Modell Gemini diente dabei als Basis für einige Funktionen.
BYD will auch Lastwagen in Europa produzieren Der chinesische Elektroautobauer BYD will im kommenden Jahr seinen ersten Schwerlaster \"ETT 44\" in Europa einführen und plant langfristig auch eine LKW-Produktion. \"Langfristig werden wir alles, was wir in Europa verkaufen, hier produzieren\", sagte Stella Li, die BYD-Vizechefin, die für das internationale Geschäft verantwortlich ist, am Montag auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover. \"Wir arbeiten an den Details, das dauert eine Weile.\" Auf der Messe präsentierte BYD das künftige \"Flaggschiffmodell\" seiner Nutzfahrzeuge. Der LKW ETT 44 soll ab dem zweiten Quartal 2027 ausgeliefert werden.BYD wolle aber nicht nur die vorerst in China gebauten und von dort importierten Fahrzeuge verkaufen, sondern Flottenkunden ein ganzes Paket zusammen mit Dienstleistungen von der Finanzierung über eigene, mit Solarstrom betriebene Ladestellen bis hin zu einem Werkstattnetz mit mobilen Pannenhelfern anbieten. \"Wir wollen den Kunden ein ganzes Geschäftsmodell offerieren\", sagte Li. Der weltweit größte Elektroautohersteller BYD gehört im Pkw-Geschäft zu den schnell wachsenden Konkurrenten aus China in Europa.Eine lokale Produktion in Europa würde auch Einfuhrzölle auf die LKW vermeiden. Europäische Hersteller wie die Traton-Tochter MAN fordern, dass die Europäische Union bei LKW so vorgehen soll wie gegen subventionierte Elektroautos aus China. Zölle und Vorschriften für lokale Produktionsanteile wären Instrumente, um unfaire Wettbewerbsvorteile auszugleichen. \"Wir mögen diese Zölle nicht, das nützt niemandem\", sagte Li. \"Aber wir müssen damit umgehen.\" BYD bereite sich vor, noch mehr in die Fertigung in Europa zu investieren, so wie schon in die Pkw-Produktion. Dafür wird gerade eine Fabrik in Szeged/Ungarn gebaut. Dort werde im kommenden Jahr die Massenproduktion starten. BYD sei gerade dabei, sich zu einem europäischen Produzenten zu entwickeln, ergänzte Li. \"Zölle sind nur ein kurzfristiger Druck. Aber langfristig, sobald alles lokal produziert wird, werden wir ein europäisches Unternehmen.\" (Reuters)
Vier Investmentbanken sollen BASF-Agrarsparte an die Börse bringenDer Chemieriese BASF treibt die Pläne für den milliardenschweren Börsengang seiner Agrarsparte im kommenden Jahr voran. Der Ludwigshafener Konzern hat vier Investmentbanken damit beauftragt, BASF Agricultural Solutions an die Frankfurter Börse zu begleiten, wie er am Montag mitteilte: Neben den US-Investmentbanken Citi, Goldman Sachs und JPMorgan ist auch die Deutsche Bank mit von der Partie. Dem Quartett winkt ein lukratives Geschäft: Nach einem Bericht der \"Börsen-Zeitung\" könnte die BASF-Sparte dabei mit mehr als 20 Milliarden Euro bewertet werden. Der Konzern will beim Börsengang die Mehrheit der Anteile behalten.BASF Agricultural Solutions soll bis Mitte des kommenden Jahres börsenreif sein, so dass der Börsengang im zweiten Halbjahr über die Bühne gehen könnte. Er könnte damit einer der größten der vergangenen Jahre in Frankfurt werden. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt der Emission sei aber noch nicht gefallen, betonte BASF. Gewöhnlich werde die Banken etwa ein halbes Jahr vor der Erstnotiz ausgewählt.Konzernchef Markus Kamieth will den Chemieriesen mit der Ausgliederung stärker auf die Kerngeschäfte fokussieren, die eng in den BASF-Produktionsverbund eingebunden sind. Die Agrarchemie zählt nicht mehr dazu. BASF Agricultural Solutions stellt Pflanzenschutzmittel und Saatgut her. Am 24. November will BASF die Sparte auf einem Kapitalmarkttag präsentieren. Die rechtliche und operative Trennung der Sparte laufe planmäßig, hieß es in der Mitteilung. Etwa 80 Prozent des Geschäfts seien bereits auf eigenständige Gesellschaften übertragen worden. (Reuters)
Novo Nordisk heißt künftig nur noch NovoDer dänische Pharmakonzern Novo Nordisk, Hersteller der Abnehmmedikamente Ozempic und Wegovy, ändert seinen Namen: Das Unternehmen heißt künftig nur noch Novo. Käuferinnen und Käufer werden außerdem nicht mehr als Patienten angesprochen, sondern als Kunden, sagte Konzernchef Micke Doustdar dem dänischen Fernsehsender TV2 am Montag. \"Diejenigen, die Insulin verwenden, haben sich selbst nie anders als als Patienten gesehen. Aber in den letzten vier oder fünf Jahren ist eine immer größer werdende Gruppe aufgetaucht, die uns sagt: 'Ich bin kein Patient. Ich habe keine Krankheit. Ich möchte einfach nur abnehmen.'\"Novo Nordisk, gegründet in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, ist dank des Erfolgs seiner Abnehmmittel zu einem der wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen. Wichtigster Markt sind die USA, wo die Konkurrenz insbesondere durch den US-Konzern Eli Lilly groß ist. Die von den Unternehmen entwickelten Medikamente gegen Fettleibigkeit ahmen ein vom Darm ausgeschüttetes Hormon nach. Sie können zur Gewichtsreduktion oder zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt werden. (AFP)
Französischer IT-Konzern Capgemini verkauft US-FilialeNach der Kritik an seiner Zusammenarbeit mit der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE verkauft das französische IT-Beratungsunternehmen Capgemini seine US-Tochtergesellschaft. Mit dem US-Unternehmen ITC Federal sei eine Vereinbarung über den Kauf von Capgemini Government Solutions geschlossen worden, teilte Capgemini am Samstag mit. Das Geschäft werde voraussichtlich in den kommenden Wochen abgeschlossen. ITC Federal bietet Dienstleistungen für US-Bundesbehörden in den Bereichen Strafverfolgung, innere Sicherheit und Verteidigung an. Capgemini hatte den Verkauf im Februar angekündigt, nachdem publik geworden war, dass das Tochterunternehmen der US-Einwanderungsbehörde unter anderem eine Software zur Identifizierung und Lokalisierung von Ausländern zur Verfügung gestellt hat. Capgemini ist in rund 50 Ländern aktiv. Der Anteil der US-Tochter am gesamten Jahresumsatz des Konzerns hatte 2025 0,4 Prozent ausgemacht. US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 ein deutlich verschärftes Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen irreguläre Migranten angeordnet. Tödliche Schusswaffeneinsätze von ICE-Mitarbeitern heizten im Januar die Proteste gegen Massenabschiebungen der Trump-Regierung an. (AFP)
Lufthansa-Partner Air Baltic beantragt Gläubigerschutz Zuletzt war die Not der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic immer größer geworden, nun hat die Airline mit Sitz in Riga Gläubigerschutz nach Chapter 11 unter amerikanischem Recht beantragt. Der Prozess solle die mehrheitlich staatliche Air Baltic, an der aber auch die Deutsche Lufthansa mit zehn Prozent beteiligt ist, zu einer „stärkeren, nachhaltigeren Kapitalstruktur, einer wettbewerbsfähigen Kostenposition und einer soliden Grundlage für die Zukunft“ verhelfen, teilte Air Baltic mit. Einschränkungen für Passagiere gebe es vorerst nicht. „Wir fliegen, verkaufen Tickets und planen unseren zukünftigen Flugplan“, sagte Chef Erno Hilden. Zur Sicherung der Liquidität während des Chapter-11-Verfahrens hat sich die Airline nach eigenen Angaben eine neue Finanzierung von 350 Millionen Euro gesichert.
DAZN-Deutschlandchefin Mascia geht zum Jahresende Alice Mascia wird ihren Job als Deutschland-Chefin von DAZN zum Ende des Jahres beenden. Die Italienerin hatte die Führung des Streamingdienstes vor vier Jahren von Thomas de Buhr übernommen. Ihr Nachfolger wird zum 1. Januar Felix Krause, der nach Angaben des Unternehmens bis dahin als „Deputy CEO“ arbeitet, wie die dpa berichtet. Für Krause ist es eine Rückkehr. Der Manager hatte schon ab Mitte 2018 mehr als sechs Jahre bei DAZN gearbeitet. Zuletzt war er rund anderthalb Jahre bei der ProSiebenSat.1 Media beschäftigt. Er ist der vierte Geschäftsführer seit dem DAZN-Markteinstieg in Deutschland vor zehn Jahren. Ihr Ziel sei es gewesen, „das Unternehmen auf die Zukunft vorzubereiten, nachhaltiges Wachstum voranzutreiben und den Weg zur Profitabilität zu ebnen“, sagte Mascia laut Mitteilung. „Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir diese Ziele erreicht und DAZN in der DACH-Region grundlegend verändert haben.“ Für das weltweit tätige Unternehmen gilt Deutschland als einer der wichtigsten Einzelmärkte. DAZN hat ein großes Angebot an Sport-Rechten und zeigt die Bundesliga-Konferenz sowie die Spiele am Sonntag. Zum Angebot gehören auch der Großteil der Begegnungen der Champions League. Diese Rechte für den wichtigsten europäischen Fußball-Wettbewerb gelten allerdings nur noch ein Jahr, weil Paramount in der Ausschreibung DAZN überboten hatte. DAZN zeigt ab der kommenden Spielzeit die Europa und die Conference League. Vor rund einem Jahr sprach sie mit der F.A.Z. über den Rechtestreit mit der DFL, das Engagement von DAZN-Eigentümer Len Blavatnik – und ein potentiell „existentielles Problem für Ligen und Vereine.“
Uniper verkauft Beteiligung an Opal-PipelineDer Düsseldorfer Energiekonzern Uniper kann eine weitere EU-Auflage als erfüllt abhaken: Das Unternehmen gab am Montag bekannt, seine 20-prozentige Beteiligung an der Gaspipeline Opal an Hy24 zu verkaufen. Hy24 ist eine internationale Investmentplattform, die sich auf Infrastruktur für sauberen Wasserstoff spezialisiert. Die restlichen 80 Prozent gehörten dem Unternehmen GASCADE Gastransport. Die Opal-Pipeline erstreckt sich über eine Länge von rund 470 Kilometer von Lubmin in Deutschland bis nach Brandov in Tschechien. Als Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes wurde der nördliche Abschnitt Mitte Dezember 2025 umgestellt, der südliche Abschnitt soll bis Ende 2030 folgen. Der Verkauf, der noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen steht, ist Teil der Verpflichtungen, die Uniper erfüllen muss, weil die EU-Kommission im Jahr 2022 die staatliche Rettung des Konzerns genehmigte, der in der damaligen Gaskrise ins Straucheln geraten war. Uniper gehört derzeit fast vollständig dem Bund.
Hugo-Boss-Aufsichtsratschef Sturm legt Amt nieder Vor der bevorstehenden Übernahme durch den britischen Einzelhändler Frasers muss sich der Modekonzern Hugo Boss einen neuen Aufsichtsratschef suchen. Stephan Sturm habe sich entschieden, sein Mandat als Mitglied des Kontrollgremiums mit Wirkung zum 15. Oktober 2026 niederzulegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Entscheidung folge auf Gespräche vor dem Hintergrund der jüngsten Veränderungen in der Aktionärsstruktur von Hugo Boss. Mit der Suche nach einem Nachfolger werde umgehend begonnen.Anfang September hatte der britische Großaktionär Frasers angekündigt, seinen Anteil an dem Metzinger Mode-Unternehmen auf über 50 Prozent aufstocken zu wollen. Zudem stellte der Einzelhändler, hinter dem der britische Milliardär Mike Ashley steht, seine Unterstützung für Aufsichtsratschef Sturm auf den Prüfstand.
Digitalminister gegen Stopp der KI-Entwicklung in EuropaAngesichts der lauter werdenden Warnungen vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) hat das Bundesdigitalministerium die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit betont. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) unterstütze die Schaffung einer unabhängigen, internationalen KI-Aufsicht, sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Deutschland wolle dieses Thema in Gespräche mit den USA und China im Rahmen der G7-Gruppe einbringen. Einen Stopp der KI-Entwicklung in Europa sehe das Ministerium hingegen „kritisch und als nicht gangbaren Weg“.Nach mehreren Vorfällen mit außer Kontrolle geratenen Systemen hatte der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, am Wochenende zu einer Drosselung der Entwicklung mächtiger Modelle aufgerufen. Er erhielt dabei Unterstützung vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.Die Bundesregierung nehme Warnungen vor Gefahren durch KI ernst, betonte der Sprecher des Bundesdigitalministeriums. „Wenn KI-Systeme zunehmend in der Lage sind, aus Testumgebungen auszubrechen und unbekannte Schwachstellen selbstständig zu finden, haben wir es mit einem völlig neuen Bedrohungsszenario zu tun.“Auf nationaler Ebene treibe die Bundesregierung deshalb den Aufbau eines nationalen KI-Sicherheitsinstituts (AISI Deutschland) voran, sagte der Sprecher. Es solle Deutschland in die Lage versetzen, „sicherheitsrelevante Risiken frühzeitig zu identifizieren und evidenzbasierte Handlungsoptionen abzuleiten“. Das Institut arbeite bei der Analyse von KI-Modellen „eng mit vergleichbaren Instituten in Großbritannien und Frankreich zusammen“.Um die Risiken hochentwickelter KI frühzeitig zu erkennen, reiche aber „passive Regulierung nicht aus“, betonte der Sprecher. „Wir müssen KI-Technologien selbst aktiv einsetzen, erforschen und beherrschen, um Gefahren vorausschauend zu identifizieren und unsere eigenen Systeme deutlich sicherer zu machen.“