Die Balzan-Stiftung hat die Gewinner des diesjährigen Balzan-Preises bekanntgegeben. Die an der Universität Bologna lehrende Sozialwissenschaftlerin Elena Esposito erhält die Auszeichnung für ihre Kommunikationstheorie zur digitalen Technologie. Der Historiker David Nirenberg, Direktor am Institute for Advanced Study Princeton, wird für seine Studien zu den Beziehungen zwischen Juden, Christen und Muslimen ausgezeichnet. In den Naturwissenschaften werden Rasmus Nielsen von der Universität Berkeley und Ziheng Yang vom University College London gemeinsam für ihre Forschung zur molekularen Evolution geehrt. Geoffrey W. Coates von der Cornell University und Marc A. Hillmyer von der University of Minnesota bekommen den Preis für ihren Beitrag zur Entwicklung biologisch abbaubarer Polymere. Der unregelmäßig vergebene Sonderpreis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit geht an die sudanesische Organisation Emergency Response Rooms, die ein Koordinations- und Hilfsnetz in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land aufgebaut hat. Der Balzan-Preis zählt zu höchstdotierten Forschungsförderungen. Das Preisgeld von jeweils 750.000 Franken fließt zur Hälfte in Forschungsprojekte mit jungen Wissenschaftlern. Die Preise werden am 19. November in Rom verliehen.
