FAZ 18.05.2026
12:06 Uhr

(+) Zukunft der Bibliotheken: Willkommen in der begehbaren Enzyklopädie


Die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar zeigt die Ausstellung „Öffentlich machen!“. Sie zeigt ein über das Haus gestreutes Alphabet, mit dem sich Vergangenheit und Zukunft der Bibliotheken ausbuchstabieren lassen.

(+) Zukunft der Bibliotheken: Willkommen in der begehbaren Enzyklopädie

Gleich mehrfach zeigte sich Johann Wolfgang von Goethe als passionierter Bibliothekar von Welt. Der Dichter und Wissenschaftler leitete 35 Jahre lang, bis zu seinem Tod im Jahr 1832, die Herzogliche Bibliothek in Weimar, erweiterte deren Sammlung umfassend und legte großen Wert auf internationale Werke und Übersetzungen. Er war selbst Hauptnutzer des Hauses und unterhielt darüber hinaus eine umfangreiche Privatsammlung. Auch auf Reisen verzichtete er nicht auf die Vorzüge einer wohlsortierten Bibliothek: Das französische Modell, die „bibliothèque du voyageur“, ein schmaler Holzkasten aus dem Jahr 1806, fasste auf zwei Regalböden ungefähr zwanzig Bände, ebenfalls im Reiseformat, darunter Werke von Voltaire, Jean Racine und Anthony Hamilton.

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