FAZ 01.10.2026
06:50 Uhr

(+) Zukünftige Weltordnung: Ein Paradies für Gangster?


Das Ende der regelbasierten Weltordnung schadet nicht zuletzt den Vereinigten Staaten, die nicht nur im Mittleren Osten mit den Grenzen ihrer Macht konfrontiert werden. Nach Trump werden sie vielleicht wieder den Wert von Bündnissen entdecken.

(+) Zukünftige Weltordnung: Ein Paradies für Gangster?

„Unsere Welt läuft Gefahr, zu einem Paradies für Gangster zu werden, in dem Regeln eine weitaus geringere Rolle spielen als früher – und rohe Macht umso mehr“, schreibt der amerikanische Politikwissenschaftler Hal Brands in der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift „Foreign Policy“. „Großmächte lassen imperiale Träume wieder aufleben; die Vereinigten Staaten sind versucht, auf Kosten der Weltordnung nach engstirniger nationaler Machtvergrößerung zu streben. Und während globale Normen ins Wanken geraten, machen starke Führer politische Beschränkungen und Institutionen im eigenen Land zunichte.“ Gedanken an einer Rückkehr zu den alten Zeiten erteilt der profilierte Politikwissenschaftler eine Absage. Jedes Land müsse sich auf die kommenden Herausforderungen selbst vorbereiten.

Gut für Sparer: Die Renditen am Anleihemarkt steigen deutlich. Aber natürlich wachsen auch die Risiken. Ein Chefvolkswirt findet deutliche Worte.

Bei der Künstlichen Intelligenz geht es auf lange Sicht darum, wer die Innovationen der Welt vorantreibt. Hier habe Europa dank seiner wissenschaftlichen Exzellenz noch gute Chancen, meint ein früherer Botschafter.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

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