Wer sich die Bewohnerinnen des mondänen Alpenortes allesamt als pelzbekleidet, diamantenbehängt und mit zu Masken gespritzten Gesichtern vorstellt, der hat noch nicht Francesca Sostmann-Märky kennengelernt. Kurz bevor wir sie treffen, ist uns das Fleisch gewordene St.-Moritz-Klischee selbstverständlich auch begegnet, gleich beim Einchecken ins Hotel, als es uns durch den halbmeterhohen Schnee entgegengestöckelt kam. Über dem linken Arm der Dame hing eine Tasche im Wert eines Kleinwagens, und unter dem rechten Arm klemmte ein Hund, dessen Fell in Farbton und Beschaffenheit dem Pelzmantel seiner Besitzerin glich, sodass wir uns kurz fragten, ob wir einer Wiedergängerin Cruella De Vils begegnet waren, allerdings mit einem Fetisch für Zwergspitze anstatt für Dalmatiner.
