FAZ 18.03.2026
05:37 Uhr

(+) Wenigstens hat er's Versucht: „Mein Sohn, wir schauen mal, wie das bei deinem Vater gelaufen ist“


Der älteste Sohn hat Probleme in der Schule. Unser Kolumnist will ihn mit einem Blick in seine alten Zeugnisse ermutigen. Ob das gut geht?

(+) Wenigstens hat er's Versucht: „Mein Sohn, wir schauen mal, wie das bei deinem Vater gelaufen ist“

Mein achtjähriger Sohn – Lieblingstier: Eisbär; Hobbys: Schach und Pokémon – hat Schulprobleme. Er stört den Unterricht, sein Arbeits- und Sozialverhalten ist unbequem. Seine schriftlichen Noten dagegen sind gut. Mein sechsjähriger Sohn – Lieblingstier: Schnecke; Hobbys: Natur und Radfahren – ahmt seinen großen Bruder mittlerweile nach.

Nach strengen Ermahnungen, dass es so nicht weitergehen könne, kam mir die Idee, ihnen meine Zeugnisse zu zeigen. Meine Mutter hat sie aufbewahrt, in einem dicken Leitz-Ordner, der im Regal steht, auf dem „Alexander“ steht. Ich muss auf die Zehenspitzen gehen, um ihn zu erreichen.

Also sage ich: „Setz dich, mein Sohn. Jetzt schauen wir mal, wie das bei deinem Vater gelaufen ist.“  Ich schlage die erste Seite auf. „Was ist das für ein altes Papier?“, fragt er.

Mit sechs putzte Julia allein, mit acht kochte sie für ihre Mutter und ging mit ihrem kleinen Bruder einkaufen. Über eine problematische Rollenumkehr zwischen Eltern und Kindern, die oft im Verborgenen geschieht.

Die Aufgabe klingt simpel: Künstliche Intelligenz soll für die Hauptversammlung eine Rede von 40 Minuten schreiben. Der Geschäftsbericht liegt als Quelle vor. Doch die KI kann das nicht.

Teilzeit, weniger Karrierechancen, kaum Rente: Wenn Paare Kinder bekommen, tragen meist Frauen die finanziellen Folgen. Wie Eltern das in vier Schritten fair regeln können.