FAZ 20.05.2026
06:59 Uhr

(+) US-Bank startet Chase: J.P. Morgan heizt den Kampf um deutsche Sparer an


Die größte US-Bank startet mit der Wucht eines großen Werbe- und IT-Budgets und einem Lockvogelzins. Im F.A.Z.-Gespräch gibt der Deutschlandchef zu: Den hohen Zins gibt es nur vier Monate. Danach habe er andere Pläne.

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Nach rund vier Jahren Vorbereitung macht die größte US-Bank Ernst. Vom 20. Mai an können Kunden mit Chase sparen. Unter diesem Namen bietet J.P. Morgan nun eine Banking-App für das Smartphone an. Dort gibt es zunächst nur ein Angebot für Tagesgeld, also für jeden Tag verfügbares Erspartes. Wer Geld auf ein Tagesgeldkonto von Chase legt, bekommt einen sehr hohen Zins von vier Prozent monatlich ausgezahlt – allerdings nur während der ersten vier Monate. Dies teilte die US-Bank zum Marktstart mit.

Als die EZB das letzte Mal anfing, die Zinsen zu erhöhen, hatte sie Angst vor Turbulenzen am Anleihemarkt. Es gab Notfallsitzungen. Im Moment steigen die Renditen wieder.  Wird intern schon an Plänen gestrickt?

Anleger haben Angst vor dem Irankrieg und einer KI-Blase. Das ist ein bisschen übertrieben, sagt Finanzprofessor Elroy Dimson. Die Geschichte kann erklären, warum die Aktienkurse immer noch steigen.

Hartwig Masuch zählt zu den erfolgreichsten deutschen Musikmanagern. Ein Gespräch über die Zukunft der großen Musikkonzerne, Misstrauen des Kapitalmarkts, Milliardendeals – und was ihn am Streaming stört.

Redakteur in der Wirtschaft.

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