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10.03.2026
09:33 Uhr
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In Iran und der Ukraine rückt KI in die militärische „Kill Chain“ vor und verkürzt die Zeit zwischen Erkennen und Zerstören. Der Wettlauf um Geschwindigkeit droht den Menschen aus der Entscheidung zu drängen.

Vergangene Woche haben sich Regierungsvertreter in Genf getroffen, um die Regel für die Kriege von morgen zu schreiben. Eingeholt wurden sie von den Kriegen von heute. Es waren Delegationen der 128 Länder, die die UN-Waffenkonvention von 1980 unterzeichnet hatten. Fünf Tage lang diskutierten sie Regeln für autonome, tödliche Waffensysteme, mit denen man die Konvention erweitern könnte. Kurz vor Schluss meldete sich der belgische Vertreter zu Wort. Das Gremium dürfe nicht zu einem Debattierklub werden, der den Bezug zur echten Welt da draußen verliere. Er wusste diese Welt auch zu beschreiben: „Während wir hier sprechen, werden Menschen von KI-gesteuerten, autonomen Systemen angegriffen.“
In Iran kämpfen die Mullahs nach außen und innen ums Überleben. Der Druck auf die Menschen wird immer größer. Sie befürchten, dass die Islamische Republik überleben wird.
Die CDU will die Amerikaner beim Irankrieg nicht über das Völkerrecht belehren. Die SPD pocht umso lauter auf dessen Einhaltung.
Vor 250 Jahren erschien Adam Smith’ „Wealth of Nations“. Das viel gerühmte Buch zeigt Smith auch als einen Pionier der Geoökonomie.
Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.
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