FAZ 25.05.2026
09:00 Uhr

(+) Spracherkennung: Wie Wörter Worte werden


Künstliche Intelligenz hat die Spracherkennung nicht nur besser, sondern auch einfacher gemacht. Drei Apps für den Mac zeigen den Stand der Technik.

(+) Spracherkennung: Wie Wörter Worte werden

Früher waren Mac-Nutzer gekniffen, wenn es um Spracherkennung ging. In der Windows-Welt regierte unumstritten der König der Erkenner, Dragon Naturally Speaking. Die Freunde des Macs bekamen einige Jahre lang eine abgespeckte Version, 2018 endete diese Episode. 2021 kaufte Microsoft den Hersteller des Drachens auf, Nuance Communications. Die aktuelle Version 16 kostet 800 Euro und wurde 2023 auf den Markt gebracht. Seither stagniert die Entwicklung. Dazu mag auch beigetragen haben, dass die großen Sprachmodelle mit Künstlicher Intelligenz die Umsetzung des gesprochenen Wortes in geschriebene Schrift mit einer Leichtigkeit und Raffinesse erledigen, dass die meisten Nutzer damit deutlich besser bedient sind als mit dem strengen Dragon, der viel Disziplin schon beim Sprechen der Befehle erfordert und auch bei der Pflege des Vokabulars. Dragon bleibt empfehlenswert für kleine, hochprofessionelle Zielgruppen, etwa Radiologen, die den ganzen Tag ihre Befunde diktieren.

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Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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