FAZ 06.08.2026
16:57 Uhr

(+) Prozess in Berlin: Er vergewaltigte eine Frau auch dann weiter, als sie sich erbrach


Einen Vergewaltigungs-Prozess in dieser Dimension hat selbst das Landgericht Berlin noch nicht erlebt: Der Elektriker Frank S. könnte Dutzende Frauen sediert, missbraucht und gefilmt haben. 22 Taten gibt er zu.

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Frank S. sieht ganz klein aus, wie er da sitzt im Glaskasten vor Gericht. In den 20 Minuten, in denen ein Staatsanwalt die Vorwürfe gegen ihn verliest und S. wieder und wieder zitiert, mit Worten wie „Ich bin so geil“ oder „Lass dich ficken, du Sau“ oder „So bist du schön zu ficken“, wirkt der 68 Jahre alte Elektriker immer kleiner. Seine Schultern hängen, er trägt ein dunkelblaues Poloshirt, eine Brille mit schmalem Rand, er hat graue Haare und eine Frisur wie Joachim Löw.

Die Beweislage gegen Christian B. ist dünn. Ziel der Ermittler ist es, Zeit zu gewinnen und mögliche weitere Vorwürfe zu erkennen. So soll er notfalls auch ohne handfeste Beweise im Fall Maddie dauerhaft ins Gefängnis gebracht werden.

Frauen menstruieren im Schnitt mehr als 400 Mal in ihrem Leben. Ein Forschungsprojekt will dieses Blut nutzen, um Hinweise auf Krankheiten zu erkennen – zum Beispiel Endometriose. Das Interesse ist enorm.

Leonora Messing war 15, als sie ihr Heimatdorf im Harz verließ, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Ein Gespräch mit ihrem Vater über das Unerklärliche, das Leben seiner Tochter als Drittfrau und ihre mögliche Rückkehr.

Redakteurin im Ressort „Gesellschaft und Stil“.

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