FAZ 03.06.2026
09:35 Uhr

(+) Natrium-Ionen-Batterien: „Da steckt viel geheimes Know-how drin“


Natrium statt Lithium: Eine neue Batterietechnologie könnte die Rohstoffabhängigkeit beenden. Forscher von der RWTH Aachen haben ein aktuelles Modell aus China zerlegt – und waren überrascht von der technischen Reife.

(+) Natrium-Ionen-Batterien: „Da steckt viel geheimes Know-how drin“

Der weltweite Bedarf an Batterien steigt, sei es als Akku für Elektroautos, für Heimspeicher oder Anlagen zur Entlastung von Stromnetzen. Bisher wird er vor allem durch eine Technologie gedeckt: Lithium-Ionen-Batterien. Doch Lithium ist ein knapper Rohstoff, weshalb alternative Akkusysteme in den Fokus rücken. Darunter sind Natrium-Ionen-Batterien. Sie kommen zwar mit weniger kritischen Rohstoffen aus, haben dafür aber andere Nachteile, wie nicht zuletzt ein Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) Anfang dieses Jahres auflistet: Die Energiedichte ist geringer, und auch die elektrische Leistung sowie die Lebensdauer hinken denen der Lithium-Variante hinterher. Man könnte sagen: noch. Denn die Technologie entwickelt sich ständig. Wo sie aktuell genau steht, haben Wissenschaftler um Moritz Schütte vom „Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems“ der RWTH Aachen untersucht. Die Forscher haben Natrium-Ionen-Akkus des Herstellers „Hina“ bis ins kleinste Detail analysiert. Es zeigte sich: Die Technik ist in China schon deutlich weiter als gedacht.

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Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.

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