FAZ 24.05.2026
18:41 Uhr

(+) Geburtsjahr 2001: Porträt einer suchenden Generation


Hohe Mieten, teure Lebensmittel, unsichere Jobs: Neun Menschen aus dem Geburtsjahrgang 2001 schildern, wie es ist, in unruhigen Zeiten erwachsen zu werden.

(+) Geburtsjahr 2001: Porträt einer suchenden Generation

Wann ist man erwachsen? Mit 16 Jahren darf man wählen, jedenfalls bei der Europawahl, mit 18 Verträge unterschreiben. Hirnforscher sagen: Mit 25 ist der präfrontale Cortex ausgereift, die Persönlichkeit gefestigt. Sicher ist vor allem eines: Mit Mitte zwanzig fallen die großen Entscheidungen des Lebens: Beruf, Wohnort, Familie. Die heute Fünfundzwanzigjährigen treffen diese Entscheidungen in unsicheren Zeiten: Inflation, hohe Mieten, ein zäher Arbeitsmarkt. Was früher für viele selbstverständlich war – eine unbefristete Stelle, ein Eigenheim, planbare Perspektiven –, ist es für sie nicht mehr.

Maren Schmidt ist Versicherungsmathematikerin bei einem großen Beratungsunternehmen und verdient mit 75 Prozent Teilzeit eine sechsstellige Summe im Jahr. Warum sie die Arbeit als Aktuarin schätzt.

Als sie gebeten wurde, Trauzeugin zu werden, war unsere Autorin begeistert. Doch inzwischen ist sie nur noch genervt: vom Junggesellinnenabschied, vom Trauredner und von den anderen Gästen. Wird da nicht viel zu viel verlangt?

Er mag nicht, wenn sie tanzen geht und taucht mitten in der Nacht vor ihrer Haustür auf: Eifersucht kann sich als Kompliment tarnen, aber in Kontrolle ausarten. Wo verläuft die Grenze? Und was hilft dagegen?

Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Schlagworte: