Alle glücklichen Weltmeistermannschaften gleichen einander; jede unglückliche ist auf ihre eigene Weise unglücklich. Tatsächlich unterscheidet die (bisher) vier Titelgarnituren im Freudentaumel nicht viel. Teamgeist und Talent, Disziplin und auch ein wenig Glück zeichnete die Jahrgänge 1954, 1974, 1990 und 2014 durchweg aus. Was den dritten Titel vielleicht doch hervorragen lässt, ist, dass er, nicht nur politisch, in eine Übergangszeit fiel – errungen in einem medial noch vergleichsweise unschuldigen Biotop und einigermaßen unbehelligt, aber doch in einer Zeit, in der die Professionalisierung und die Kommerzialisierung dieses Sports einen Schub erfuhren, indem, entweder schon vor oder nach der WM, auffällig viele Deutsche in der italienischen Liga spielten, dem Land, wo die Zitronen blühten.
