FAZ 18.05.2026
17:21 Uhr

(+) Franz-Marc-Museum: Endlich wird „Mamma Erbslöhs“ Kunst wiederenteckt


Er finanzierte die Münchner Avantgarde um Marc und Kandinsky, doch auf dem Weg zur Abstraktion ließen sie ihn zurück. Eine Ausstellung in Kochel holt den verkannten Maler nun aus dem Schatten.

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Da hatte er sich einen Freundeskreis mit Sprengkraft ausgesucht. Mit Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky und Oscar Wittenstein gehört Adolf Erbslöh zu den Gründern der einflussreichen Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.), einem 1909 ins Leben gerufenen Verein, dessen Vorsitz Wassily Kandinsky übernahm. Lange ging das nicht gut. Schon mit der dritten, jeweils in der Galerie Thannhauser abgehaltenen Ausstellung im Dezember 1911 war das Zerwürfnis da. Eine strategisch geplante Intrige führte zum Austritt von Kandinsky, Franz Marc und Gabriele Münter aus der Künstlervereinigung – sie sattelten bald darauf mit dem Blauen Reiter ein neues Kollektivpferd – und machen auf dem Weg in die Abstraktion das Rennen in der Kunstgeschichte.

Das ZDF zeigt eine dreiteilige Doku zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Viel ist von den mutigen Reformen die Rede, die Jürgen Klinsmann damals angestoßen hat. Nagelsmann geht andere Wege.

Soll man neue Autoritarismen als Faschismus bezeichnen? Oder besser von „Faschisierung“ sprechen? Eine Kontroverse um den Faschismusbegriff dreht sich um die Frage, wie aktuelle Krisen politisch angemessen zu begreifen sind.

Fotografieren die Kinder ständig ihr Essen im Restaurant? Höchste Zeit, sich die Schau des Künstlerduos Elmgreen & Dragset im Städel genauer anzusehen.

Feuilleton-Korrespondent für Bayern und Österreich.

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