|
01.10.2026
07:29 Uhr
|
Gwendolyn Sasse hat die Deutschen zu ihrem Russlandbild befragt und ist auf interessante Antworten gestoßen: Viele Bürger wünschen sich insgeheim jemanden, der diktatorisch durchgreift – in Ost und West. Ein Gespräch.

Der Titel ist bewusst provokant gewählt. Die Hauptthese des Buchs ist, dass viele Deutsche, wenn sie über Russland sprechen, eigentlich über sich selbst sprechen: Es geht um Russland-Bilder, also um Projektionen, aber selten um das reale Russland als politisches System. Und das ist ein Problem. Innenpolitische Akteure wie die AfD und das BSW nutzen diese Bilder, und auch die russische Kriegsführung mit Desinformation knüpft direkt an sie an.
„Dein Gesicht kommt mir so bekannt vor“ – diesen Satz hat unsere Autorin oft gehört. Doch erst vor Kurzem, seitdem sie kein Kopftuch mehr trägt, fiel ihr auf, dass es ihre Haare sind, die ihr eine Identität verleihen.
Eine Fünfjährige schreit „Mein Körper, meine Grenze!“, weil der Vater sie an der roten Ampel am Überqueren der Straße hindern will. Über Lehrsätze, die das Leben erschweren.
Ihre figurativen Skulpturen verbinden Einflüsse von Surrealismus, Sozialistischem Realismus und tschechischer Volkskunst zu einem eigenständigen Kosmos: Die tschechische Künstlerin Anna Hulačová lehrt in der Schirn das Fürchten und Nachdenken.
Schlagworte: