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18.08.2026
06:37 Uhr
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Institutionell trennt Deutschland NS-Verbrechen und SED-Diktatur strikt. Ein Fehler, denn vergleichen heißt nicht gleichsetzen. Wer Regime nebeneinander analysiert, erkennt die Gefahren für unsere heutige Demokratie.

2029 jährt sich die Friedliche Revolution zum vierzigsten Mal, 2030 die deutsche Einheit. Vierzig Jahre Teilung und Unfreiheit werden vierzig Jahren Einheit und Freiheit gegenüberstehen. Von da an liegt die Zeit seit dem Ende der DDR weiter zurück, als die Diktatur selbst gedauert hat. Der Erfahrungshorizont der deutschen Gesellschaft verschiebt sich immer weiter auf die Neunzigerjahre und die Zeit danach, während Teilung und Diktatur sowie deren Überwindung zunehmend in Schulbüchern, Romanen und Filmen vergegenwärtigt werden. Die kommenden Jubiläen markieren in diesem Prozess einen Einschnitt.
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund setzt im Wahlkampf auf gute Laune und strategische Atmosphären. Das verfängt. In Wahrheit geht es um Wählertäuschung mit Ansage.
Eva Menasses neuer Roman „Alleinruhelage“ erzählt vom Bemühen einer Schriftstellerin, für sich und ihre Familie ein Wochenendhaus in idyllischer Umgebung zu unterhalten. Nicht alles bleibt dabei idyllisch.
Im Oktober wird das Jugendwort des Jahres gekürt. Unser Autor ist die Auswahlliste mit einem Experten durchgegangen – mit seinem dreizehnjährigen Sohn. Der kritisiert die zehn Vorschläge und macht einen eigenen.
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