FAZ 26.09.2026
22:40 Uhr

(+) DDR-Enteignungen: Ein guter Ton soll in diese böse Geschichte


Zum Bruch mit der Vergangenheit gehörte in der DDR die Enteignung von Privatsammlungen. An der Geschichte eines wertvollen Kontrafagotts in Leipzig zeigt sich das bislang geringe öffentliche Bewusstsein dafür.

(+) DDR-Enteignungen: Ein guter Ton soll in diese böse Geschichte

Der Einzug der Roten Armee am 2. Juli 1945 fand die Bewohner der Stadt Stolberg im Harz völlig unvorbereitet. Der Krieg war seit fast zwei Monaten vorbei, und bislang waren hier britische Besatzungstruppen vertreten. Von dem vor einem halben Jahr in Jalta zwischen Roosevelt, Stalin und Churchill getroffenen Abkommen über die Aufteilung Europas wusste hier niemand, also auch nicht davon, dass Stolberg künftig zur sowjetischen Besatzungszone zählen würde.

Ein neuer Impressionismus: Thilo Krauses Roman „Jetzt, wo du ein Held bist“ erzählt atmosphärisch und unaufdringlich von Elb-Träumerei, entfremdeten Eltern und einem ungewöhnlichen Freund.

Reinhold Neven Du Mont, Helge Malchow und jetzt Kerstin Gleba haben Kiepenheuer & Witsch zu einem der wichtigsten deutschen Verlage gemacht. Drei Generationen über Veränderungen im Geschäft, KI und Gerichtsprozesse.

Annemirl Bauer lebte in der DDR wegen ihrer politischen Ansichten unter prekären Umständen. Sie malte auf Untergründen, die sie teilweise aus dem Sperrmüll fischte. Nun widmen sich in Berlin und Potsdam zwei Schauen der großen Malerin.

Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Literatur" und „Literarisches Leben“.

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