Meta soll mit der Strafzahlung für psychische Schäden und Sicherheitsrisiken von Kindern durch die Nutzung seiner Plattformen aufkommen, wie ein Gericht im Bundesstaat New Mexico entschied. Die Staatsanwaltschaft hatte Meta vorgeworfen, dessen Produkte seien darauf angelegt, junge Nutzer abhängig zu machen. Zudem schütze der Konzern Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung.
Die Strafzahlung soll unter anderem für Behandlungsangebote für junge Menschen eingesetzt werden. Das Urteil sieht für Minderjährige auch Begrenzungen bei der Nutzungsdauer etwa von Facebook und Instagram vor.
Meta kündigt Berufung an
Meta sprach von einer falschen Darstellung und kündigte Berufung an. Die neue Zahlung kommt zu einer bereits im März verhängten zivilrechtlichen Strafe von 375 Millionen Dollar hinzu. Das entspricht nur einem kleinen Teil des Jahresgewinns des Konzerns, der 2025 bei rund 60 Milliarden Dollar lag.
Trotzdem ist das Urteil ein weiterer Rückschlag für Meta. Der Konzern sieht sich mit einer Vielzahl von Klagen tausender Familien konfrontiert, die ihre Kinder durch soziale Medien geschädigt sehen.
"Urteil sendet klare Botschaft"
Der Generalstaatsanwalt von New Mexico, Raúl Torrez, sagte, das Urteil sende eine klare Botschaft: Unternehmen müssten zur Verantwortung gezogen werden, wenn ihre Produkte Kinder wissentlich Risiken aussetzten.
Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
