Nach Angaben von Wüst ging es bei dem Gespräch um die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen seinem Bundesland und der Türkei, beispielsweise mit Hilfe von Visaerleichterungen. Erdogan habe außerdem großes Interesse daran bekundet, im Bereich Rüstung enger mit Deutschland zusammenzuarbeiten und gegenseitig von Innovationen zu profitieren, betonte der Ministerpräsident. Offenbar sprach Wüst auch die häufig kritisierte Menschenrechtslage in der Türkei an. Er selbst erklärte lediglich, es sei auch um "schwierige" Punkte gegangen.
Wüsts Treffen mit Erdogan ist protokollarisch ungewöhnlich. Normalerweise werden regionale Regierungschefs nicht von Staatspräsidenten empfangen. Anlass für Wüsts dreitägige Reise ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Ein Drittel aller in Deutschland lebenden Menschen türkischer Herkunft lebt in Nordrhein-Westfalen.
Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
