Erhebliche Ertragseinbußen zeichneten sich beispielsweise auch bei Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben ab. In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen, betonte Rukwied. Zu einem Problem werde dort auch, dass kein Futter mehr nachwachse. Etwas besser ist es laut dem Verbandspräsidenten in nördlichen Regionen, wo es immer wieder etwas geregnet hat. Dort sähen die Bestände noch akzeptabel aus, sagte Rukwied. In der Tendenz werde es aber auch da unterdurchschnittliche Ernten geben.
Futterbestände brechen ein
Die anhaltende Hitze und Trockenheit lassen in mehreren Bundesländern – vor allem im Süden – die Futterbestände einbrechen und zwingen vereinzelt Landwirte, Tiere früher als geplant schlachten zu lassen. Insgesamt sei die Lage in der Landwirtschaft düster, beklagte Rukwied. Im Fernsehsender Phoenix erneuerte er seine Forderung nach mehr Unterstützung durch die Politik, etwa durch eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro sowie vorgezogene Direkthilfen.
Landwirtschaftsminister Rainer will Erntebericht abwarten
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer, CSU, hatte nach Angaben seines Ministeriums bereits am Mittwoch im Kabinett über die Dürre-Belastung der Landwirte gesprochen und auf die angespannte Lage bei Futtermitteln aufmerksam gemacht. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden könne man aber erst mit dem Erntebericht Ende August bewerten, betonte Rainer demnach. Sollte sich eine "außergewöhnliche, länderübergreifende Schadenslage bestätigen und damit ein Schadensereignis von nationalem Ausmaß" vorliegen, könne man die notwendigen Hilfsmaßnahmen gemeinsam mit den Ländern auf den Weg bringen.
Diese Nachricht wurde am 14.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
