Der Ertrag pro Hektar sank mit knapp 6,9 Tonnen um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ähnlich stark ist der Abfall beim Winterweizen. Beim Winterraps ging der Ertrag pro Hektar sogar um 20 Prozent auf 2,9 Tonnen zurück. Auch bei Kartoffeln und Zuckerrüben zeichne sich ein unterdurchschnittliches Ergebnis ab, so der Bauernverband.
Grund seien die Wetterextreme in diesem Jahr. Bauernpräsident Rukwied sagte, ein zu trockenes Frühjahr, gefolgt von Hitze und anhaltender Trockenheit hätten viele Bestände erheblich geschädigt. Insbesondere in Süd- und Westdeutschland hätten fehlende Niederschläge zu schwachen Erträgen bis hin zu Missernten bei einzelnen Kulturen geführt.
Auch Einbußen bei Bio-Bauern
Auch bei den Bio-Betrieben wirkten sich Hitze und Trockenheit aus. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft teilte mit, der Ertrag bei Weizen sei noch durchschnittlich, bei Hirse und Gemüse aber schwierig gewesen. Auch die Kartoffelernte sei dezimiert worden. Manche Betriebe profierten aber von einer guten Ernte im vergangenen Jahr.
Der Verbandsvorsitzende Andres erklärte, der Klimawandel mache vor Bio nicht halt. Jeder Cent für Bio-Lebensmittel sei aber eine Investition in Artenvielfalt, sauberes Wasser und resiliente Landwirtschaft.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
