Dlf 21.05.2026
18:21 Uhr

Treffen in Schweden - Wadephul sieht neue deutsche Führungsrolle in der NATO - Rubio kritisiert mangelnde Unterstützung der USA


Vor dem NATO-Treffen in Schweden hat sich Außenminister Wadephul zu einer Führungsrolle Deutschlands in dem Militärbündnis bekannt. Wadephul sagte, man stelle sich seiner Verantwortung. Ziel sei eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspreche.

Treffen in Schweden - Wadephul sieht neue deutsche Führungsrolle in der NATO - Rubio kritisiert mangelnde Unterstützung der USA
Der CDU-Politiker sagte dies mit Blick auf die angekündigte Reduzierung US-amerikanischer Truppen in Europa. Zudem will Wadephul die Diskussion über weitere Ukraine-Hilfen voranbringen. Er werde konkrete Vorschläge dazu machen, wie Kiew bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterstützt werden könne. Dabei gehe es auch darum, wie die NATO im Gegenzug von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie profitieren könne.

Unstimmigkeiten in Bezug auf Straße von Hormus

Wadephul bekräftigte ferner die deutsche Bereitschaft, sich bei der Sicherung der Meerenge von Hormus einzubringen. Das französische Außenministerium hingegen lehnt eine Beteiligung der NATO ab. Der Nordatlantikpakt sei für Angelegenheiten im Nahen Osten nicht das geeignete Bündnis, hieß es.

Rubio bekräftigt Kritik der USA

US-Außenminister Rubio erneuerte die Kritik der USA an den Bündnispartnern.
Die NATO-Staaten weigerten sich, die Vereinigten Staaten im Krieg gegen den Iran zu unterstützen, sagte Rubio vor seinem Abflug nach Schweden. Die Bitten von Präsident Trump, Truppen bereitzustellen oder Kampfflugzeuge zu entsenden, verhallten ungehört.
Die NATO-Außenminister beraten heute und morgen im schwedischen Helsingborg unter anderem über die Unterstützung der Ukraine, die Aufrüstung und die stärkere militärische Unabhängigkeit der Europäer.
Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.