Dlf 31.05.2026
03:52 Uhr

Singapur - USA drängen NATO-Verbündete erneut zu höheren Verteidigungsausgaben


US-Verteidigungsminister Hegseth hat den NATO-Verbündeten erneut mit Konsequenzen gedroht, sollten diese ihre Verteidigungsausgaben nicht deutlich erhöhen. Wer sich weigere, mehr Verantwortung zu übernehmen, werde mit einer deutlichen Reaktion umgehen müssen, sagte Hegseth beim Sicherheitsforum Shangri-La-Dialog in Singapur.

Singapur - USA drängen NATO-Verbündete erneut zu höheren Verteidigungsausgaben
Zugleich forderte er insbesondere westeuropäische Staaten auf, auf "Moralpredigten" zu verzichten, wenn sie mit den USA nicht einer Meinung seien. Zudem kündigte Hegseth wichtige Entscheidungen zur Sicherheit Europas an, ohne auf Einzelheiten einzugehen.
Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" wollen die USA bei einer NATO-Konferenz im Juni darüber informieren, welche militärischen Fähigkeiten sie künftig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt für die Verteidigung Europas bereitstellen werden.
Die NATO-Mitgliedsstaaten hatten im vergangenen Jahr unter anderem zugesagt, bis 2035 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Derzeit gilt noch die Zweiprozentmarke. Die Regierung in Tschechien etwa teilte heute mit, dass das Land diese 2026 wohl verfehlen werde. Deutschland gibt nach vielen Jahren unter der Marke nun bereits über zwei Prozent des BIP für Verteidigung aus. Laut Verteidigungsministerium soll das 3,5-Prozentziel bereits 2029 erreicht werden.
Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.