Kiew und Moskau als Ort für mögliche Unterredungen schloss Selenskyj indes aus und nannte als Alternativen die Schweiz, die Türkei oder einen der arabischen Staaten. Als ersten Schritt schlug er eine Waffenruhe entlang der jetzigen Frontlinie vor. Putin ging zunächst nicht direkt auf den Vorstoß ein. Auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg beharrte er abermals auf seinen Forderungen nach einer vollständigen russischen Kontrolle über die ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk. Am Rande der Veranstaltung brachte der Kreml-Chef zudem erneut eine Vermittlung durch US-Präsident Trump ins Gespräch. Heute will Putin auf der Veranstaltung eine Rede zur Weltpolitik und der wirtschaftlichen Lage seines Landes halten.
Auswärtiges Amt kritisiert Anwesenheit von AfD-Politikern
Zum Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg waren auch mehrere deutsche AfD-Politiker gereist. Darunter ist der stellvertretende AfD-Fraktionschef im Bundestag, Frohnmaier. Er sagte bei einer Diskussionsrunde, es sei nicht im deutschen Interesse, mit Russland keinen Handel zu treiben. Er kritisierte auch die westlichen Sanktionen. Kreml-Chef Putin sagte mit Blick auf die AfD, man werde mit den Leuten arbeiten, die mit Russland arbeiten wollten. Das Auswärtige Amt hatte der Partei ausdrücklich von einer Reise nach St. Petersburg abgeraten. Vor dem Hintergrund der russischen Angriffe auf die Ukraine den Eindruck von Normalität zu erwecken, laufe den außen- und sicherheitspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung zuwider.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm:
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
