Ein Truppenabzug war Anfang der Woche von Trump angekündigt worden. Zuvor hatte sich Bundeskanzler Merz kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert. Trump drohte allerdings schon mehrfach mit dem Abzug von Soldaten aus Europa. Unter anderem kritisierte er NATO-Mitgliedstaaten für fehlende Unterstützung im Irankrieg. Im März hingegen hatte Trump Bundeskanzler Merz nach dessen Angaben bei einem Besuch in Washington zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollten.
Trump wollte schon in seiner ersten Amtszeit Tausende Soldaten aus Deutschland abziehen, sein Nachfolger Biden stoppte die Pläne.
Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland. In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner sind sie von großer Bedeutung: Hier sind Truppen, Waffen, Schiffe und Flugzeuge stationiert, es werden Drohnen gesteuert und Verletzte versorgt. In Deutschland gehören dazu das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz. Weitere wichtige Stützpunkte unterhalten die USA in Italien und in Großbritannien.
Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
