In der Hauptstadt Berlin würden derzeit 1.132 gefährdete Objekte bewacht, darunter 174 jüdisch-israelische Gebäude, teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Ende 2024 waren nach damaligen Angaben noch 1.085Gebäude geschützt worden. Die Beamten stehen vor Botschaften, Synagogen und anderen Einrichtungen oder fahren diese regelmäßig an. Bei der Bewachung werden die derzeit 1.483 Objektschützer von Polizisten unterstützt. Deren Anzahl hänge von der jeweiligen Lage ab, hieß es.
Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei werden seit Monaten 350 bis 400 Beamte zur Verstärkung des Objektschutzes abgestellt. Dies reiße "gravierende Lücken", erklärte der Berliner GdP-Landesvize Schleheider. Er bezeichnete die Situation im Zentralen Objektschutz als "absolute Katastrophe".
+++ Wegen der Folgen des Iran-Kriegs ist der Dax auf den tiefsten Stand seit Monaten gefallen.
Der deutsche Leitindex gab zuletzt um 2,59 Prozent nach und rutschte unter die Marke von 23.000 Punkten. Zuvor hatten die Börsen in Asien teils deutliche Einbrüche verzeichnet.
+++ Nach den Worten von US-Präsident Trump sollten sich Verbraucher von den steigenden Ölpreisen nicht beunruhigen lassen.
Die seiner Meinung nach nur kurzfristige Verteuerung sei ein "sehr kleiner Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt". In sozialen Medien verbreitete Trump seine Prognose, die Ölpreise würden "rasch fallen", sobald die "Zerstörung der iranischen Atombedrohung" abgeschlossen sei.
+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs wollen EU-Ratspräsident Costa und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen an diesem Montag per Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten beraten.
Bei dem Austausch gehe es um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region, erklärte eine Sprecherin Costas. Zudem solle über "Wege zur Beendigung" des Iran-Kriegs gesprochen werden.
+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs reist der französische Präsident Macron heute nach Zypern.
Mit seinem Besuch wolle er die "Solidarität" Frankreichs mit dem EU-Partner zum Ausdruck bringen, teilte der Elysée-Palast mit. Vor wenigen Tagen war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart getroffen worden. Nach dem Vorfall hatten Frankreich, Großbritannien, Italien und Griechenland die Entsendung von See- und Luftstreitkräften zur Unterstützung Zyperns angekündigt.
+++ Die Expertin für den Nahen Osten, Gilda Sahebi, sieht die Menschen im Iran von allen Seiten unter Druck.
Die Angriffe der USA und Israels zerstörten auch viele Existenzen etwa von Handwerksbetrieben, sagte Sahebi im Deutschlandfunk. Zugleich erschwere die Regierung in Teheran den Zugang zu überlebenswichtigen Informationen. So werde das Internet weiter blockiert. In der Bevölkerung, die keine Schutzbunker habe, herrsche daher eine große Wut auf das Regime.
Sahebi betonte, die Führung der Islamischen Republik verstärke die Propaganda und setze ihren Kurs unbeirrt fort. Das zeige sich an der Wahl des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, der selbst an der Niederschlagung früherer Proteste beteiligt gewesen sei.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen.
Der Beschuss galt demnach Kommandozentren der Sicherheitsbehörden sowie der Basidsch-Milizen, die an der Niederschlagung der jüngsten Proteste maßgeblich beteiligt waren. Außerdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentriebwerke beschossen worden. Umgekehrt griff der Iran abermals Israel an. Dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden dabei rund 20 Menschen verletzt.
+++ Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen.
Das US-Außenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an. Damit verschärfte sie eine vorangegangene Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es für diese Personengruppen bereits eine Erlaubnis zur Ausreise gegeben. Saudi-Arabien verschärfte unterdessen seine Warnungen an den Iran. Dieser wäre der "größte Verlierer", sollte er weiterhin arabische Staaten attackieren, heißt es in einer Erklärung der Golfmonarchie.
Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
