Dlf 14.04.2026
09:15 Uhr

Nach Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne und CDU einigen sich auf Koalitionsverhandlungen


In Baden-Württemberg wollen Grüne und CDU Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Darauf einigten sich die Parteien nach wochenlangen Sondierungen, wie die Deutsche Presse-Agentur und der SWR berichten. Grünen-Spitzenkandidat Özdemir und CDU-Landeschef Hagel erzielten demnach in der vergangenen Nacht einen Kompromiss.

Nach Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne und CDU einigen sich auf Koalitionsverhandlungen
Die beiden Parteien regieren in Baden-Württemberg bereits seit 2016 gemeinsam. Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden, dicht gefolgt von der CDU mit 29,7 Prozent. Im neuen Landtag verfügen jedoch beide Parteien über jeweils 56 Mandate – eine ungewöhnliche Pattsituation.

Sondierungsgespräche über mehrere Wochen

Nach der Landtagswahl hatten beide Parteien über Wochen in mehreren Sondierungsgesprächen geprüft, ob eine Fortsetzung der gemeinsamen Zusammenarbeit realistisch ist. Dabei sprachen Wahlsieger Özdemir und CDU-Chef Hagel mehrfach unter vier Augen, zudem gab es Gespräche mit den jeweils siebenköpfigen Verhandlungsteams. Zuletzt hatten sich die Sondierungen nach der vierten offiziellen Gesprächsrunde in die Länge gezogen. Medienberichten zufolge wurde um die Machtverteilung gerungen - also um die Frage, wer wie viele Posten bekommt und wie der Zuschnitt der Ministerien aussieht. Solche Fragen werden üblicherweise erst in formellen Koalitionsverhandlungen geklärt. 
Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt derzeit als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die übrigen im Landtag vertretenen Parteien aus.
Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.