Dlf 14.03.2026
02:11 Uhr

Nach Gefängnisstrafe in Belarus - Bürgerrechtlerin Kolesnikowa nimmt Karlspreis in Empfang


Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa nimmt heute in Aachen nachträglich den Karlspreis aus dem Jahr 2022 entgegen.

Nach Gefängnisstrafe in Belarus - Bürgerrechtlerin Kolesnikowa nimmt Karlspreis in Empfang
Damals konnte Kolesnikowa den Preis nicht selbst annehmen, weil sie in Belarus in Haft saß. Sie hatte dort nach der Präsidentenwahl 2020 mit einigen anderen Massenproteste angeführt und war festgenommen worden. Seit vergangenen Dezember ist Kolesnikowa frei. Sie war eine von 120 politischen Gefangenen, die der belarussische Machthaber Lukaschenko auf Druck der US-Regierung hin freiließ.
Bei der offiziellen Verleihung des Karlspreises 2022 wurde Kolesnikowa von ihrer Schwester vertreten. Wie die Stadt Aachen mitteilte, wird die Preisverleihung nun in einem Festakt im Krönungssaal des Rathauses nachgeholt. Mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen werden Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.
Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.