Dlf 22.05.2026
05:39 Uhr

NATO-Treffen - Rubio: Stationierung von Soldaten kein Druckmittel


US-Außenminister Rubio hat der Auffassung widersprochen, seine Regierung setze die Stationierung von Truppen als Druckmittel gegenüber den NATO-Verbündeten ein. Rubio sagte bei einem Treffen der Außenminister des Militärbündnisses im schwedischen Helsingborg, man prüfe ständig, wo Truppen stationiert werden.

NATO-Treffen - Rubio: Stationierung von Soldaten kein Druckmittel
Es gehe dabei nicht um Bestrafung. US-Präsident Trump hatte nach kritischen Worten von Bundeskanzler Merz zum Iran-Krieg den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Trump drohte auch Italien und Spanien mit einem Truppenabzug, weil beide Länder dem US-Militär verboten hatten, Stützpunkte für Angriffe im Iran zu nutzen. Bundesaußenminister Wadephul sagte, es sei klar gewesen, dass Washington Einheiten verlegen ⁠werde. Er begrüßte ‌die Entscheidung von US-Präsident Trump, 5.000 Soldaten in Polen zu stationieren. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Verlegung von in Deutschland stationierten Soldaten handelt. Mit Blick auf eine Lastenteilung im Bündnis sagte Wadephul, dass die Bundesregierung in diesem Jahr vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit ausgeben wird und sich auf die Marke von fünf Prozent zubewege.
Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.