Berichte des iranischen Staatsfernsehens, nach denen das iranische Militär Warnschüsse in der Nähe der Kriegsschiffe abgegeben habe, wies die US-Armee zurück. Die Schiffe seien auch nicht getroffen worden. Die Lenkwaffenzerstörer seien nun im Persischen Golf. Die iranische Revolutionsgarde dagegen erklärte der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge, in den letzten Stunden habe kein Handels- oder Tankschiff die Straße von Hormus durchfahren.
Trump hatte Geleitschutz angekündigt
US-Präsident Trump hatte am Sonntag angekündigt, dass das US-Militär festsitzende Schiffe durch die Straße von Hormus geleiten werde. Die Meerenge wird vom Iran seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert, zahlreiche Schiffe warten seitdem auf die Weiterfahrt. Die "Project Freedom" genannte US-Initiative wurde vom Iran als Verstoß gegen die geltende Waffenrufe eingestuft. Die iranische Führung drohte mit Angriffen auf ausländische Streitkräfte, sollten diese versuchen, die Seestraße zu durchfahren.
Weitere Berichte über angebliche Angriffe
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ertönte unterdessen zum ersten Mal seit der Anfang April vereinbarten Waffenruhe wieder ein Raketenalarm. Die Emirate warfen dem Iran zudem vor, einen Öltanker ins Visier genommen zu haben. Auch Südkorea prüft der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge Geheimdienstinformationen, wonach ein unter südkoreanischer Flagge fahrendes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen worden sei. Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass im Maschinenraum eines ihrer Frachter ein Brand ausgebrochen sei. Die Ursache des Brandes werde noch untersucht.
Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
