Dlf 05.05.2026
16:45 Uhr

Leipzig - Ministerium: "Amokfahrer war in psychiatrischer Klinik"


Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig verdichten sich die Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Täters. Das Sozialministerium in Dresden teilte mit, der 33-jährige Deutsche sei wenige Tage vor der Tat stationär in einer psychiatrischen Einrichtung behandelt worden. Er sei dort auf eigenen Wunsch aufgenommen worden. Eine Eigen- oder Fremdgefährdung habe nicht vorgelegen.

Leipzig - Ministerium:
Der Mann hatte sein Auto am Montag in eine Menschenmenge in der Leipziger Innenstadt gesteuert. Zwei Menschen wurden getötet. Nach Angaben von Oberbürgermeister Jung sind alle Verletzten außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Mordes auf. Die sächsische Landesregierung ordnete Trauerbeflaggung für alle Behörden und Dienststellen an.

Leipzig überprüft Sicherheitskonzept

Derweil kündigte Leipzig an, das Sicherheitskonzept für seine Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Oberbürgermeister Jung (SPD) betonte in einer vom Deutschen Städtetag verbreiteten Erklärung, die Städte in Deutschland täten ihr Bestes, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Klar sei aber auch, dass man die Innenstädte nicht zu Festungen umbauen könne. Der 33-jährige Tatverdächtige hatte offenbar ungehindert mit seinem Auto in die Fußgängerzone einfahren können. An der von ihm genutzten Zufahrtsstelle gibt es bisher keine Begrenzungspoller.

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Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.